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Wo schon Napoleon weilte

Modernisierung eines historischen Wohnhauses

Dass ein Notariat kein verstaubtes Aktenlager sein muss, beweist die Innenarchitektin Brigitte... mehr

Dass ein Notariat kein verstaubtes Aktenlager sein muss, beweist die Innenarchitektin Brigitte Müller mit dem Umbau des Hauses „Holzmarkt 8“ im niederrheinischen Rheinberg, das heute – nach einem umfassenden Umbau – das Notariat von Oliver Herlitz beherbergt. Das Konzept des Umbaus hieß „der unverwechselbare Ort“. Ziel der Planerin war es, Räume zu schaffen, die ihre jeweilige Nutzung preisgeben und in ihrer Funktion unterstützen. Im offenen, freundlichen Eingangsbereich beispielsweise bilden die Urkundenkästen das Bühnenbild hinter einem abgerundeten Empfangstresen. Hinter dem architektonisch eingearbeiteten, verglasten Schlitz kommen die historischen Gesetzesbücher optimal zur Geltung.

Das dreigeschossige, um 1700 erbaute Haus, in dem schon Napoleon 1804 eine Audienz abhielt, wurde vollständig entkernt. Lediglich die Treppe konnte erhalten und mit einem neuen skulpturalen Rahmen versehen werden. Ergänzt wurde das Gebäude um einen Aufzug und einen barrierefreien Zugang, der über die alte Poststege führt. Eine neue Gasheizung sowie eine Klimaanlage sorgen für die jeweils erwünschten Temperaturen in Aktenlagern und Büros.

Das große Büro des Chefs im ersten Obergeschoss ist das Herzstück des Notariats und kann bei Bedarf durch eine Faltwand vom Besprechungsraum getrennt werden. Indessen bildet eine Bücherwand das permanente Bindeglied zwischen den Räumen. Während für die Wände, die Decke und auch den Boden helle Farben gewählt wurden und Einbauleuchten eine warme, ausreichende Beleuchtung geben, sorgen die schweren, dunklen Ledermöbel für die nötige Seriosität. Im Dachgeschoss befindet sich neben weiteren Büroplätzen der offene, kommunikative Pausenbereich. Auch in den Fluren des Erd- und Obergeschosses ergänzen zwei in Nischen eingelassene Teeküchen die Räume zu Begegnungspunkten. Für das Farbkonzept der Innenräume wurden frische Pastelltöne gewählt, die sich optimal mit dem Wunsch der Bauherren nach einer Fassade in barockem Zartrosa ergänzen. Die Lochfassade wurde, gemäß den Vorgaben des Denkmalamtes, in ihrer ursprünglichen Struktur belassen und mit neuen Holzsprossenfenstern bestückt. Nach dem Abschluss der umfassenden, detailreichen Sanierung des historischen Gebäudes leistet es wieder einen würdigen Beitrag am historischen Rheinberger Markt.

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Elke Schmidt
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