Wo man gerne ankommt

Der neue Busbahnhof in Leverkusen überzeugt durch Transparenz in alle Richtungen

WeberPahlLEV200210_0054pL_15_700pixel

Ankommen, abfahren, umsteigen, warten, abholen oder hinbringen – Busbahnhöfe sind bei Weitem mehr als ein Ort des schnellen Wegkommens. Als Drehscheibe für Passagiere des Nah- und Fernverkehrs sollten sie Aufenthaltsqualität haben, selbst wenn die Verweildauer nur kurz ist. Bei der Planung gilt es, die Bedürfnisse der Menschen mit Anforderungen an Technik, Ökologie und Ökonomie zu verbinden. Beim Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Leverkusen haben Pahl + Weber-Pahl Architekten Formen und Materialien gewählt, die sämtliche Anforderungen erfüllen.

Umgeben von den Bussteigen für den Fernverkehr im Osten und den Regional- und Nahverkehr im Westen liegt der überdachte Bereich des neuen Busbahnhofs. Die Membran des elliptisch geformten Daches überspannt die zentralen Bussteige, die dem Regional- und Nahverkehr vorbehalten sind. Mit feuerwiderstandsfähigem Teflon beschichtetes PVC schmiegt sich an die tragende Stahlkonstruktion an, die an acht Stellen im Boden verankert ist und den Raum übersichtlich gliedert. Hier bildet die Dachhaut Trichter, die das Regenwasser abfließen lassen. Diffuses Licht dringt durch die semitransparente Dachhaut und mischt sich mit dem ungefilterten Tageslicht der runden Öffnungen. Dies steigert die Aufenthaltsqualität in den Wartezonen, reduziert zugleich den Bedarf an künstlicher Beleuchtung. Ein durchaus wichtiger Punkt für die Wirtschaftlichkeit, die zudem durch die robusten und wartungsarmen Materialien gesteigert wird. In acht Bahnen unterteilt, lässt sich die Dachhaut beispielsweise partiell erneuern, sollte dies notwendig sein. Die Stahlkonstruktion hingegen ist ohnehin für eine sehr lange Nutzungsdauer ausgelegt.

Anpassungsfähig zeigt sich der neue Busbahnhof durch die funktionale Trennung der Überdachung vom Fahrgastinformationssystem und den Busbuchten. Diese Trennung erwies sich bereits in der Bauphase als gute Wahl. Denn im laufenden Projekt sollten die sägezahnartigen Busbuchten nachträglich an die Anforderungen von Gelenkbussen angepasst werden und zusätzliche taktile Bodenleitelemente für die barrierefreie Nutzung aufnehmen. So hat sich der neue ZOB Leverkusen bereits in seiner Bauzeit höchst flexibel gezeigt und damit seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt.

www.pahl-architekten.de

Fotos:

Roman Mensing
www.romanmensing.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|21)

Architekten:

Pahl+Weber-Pahl Architekten
www.pahl-architekten.de

Statik:

osd – office for structural design
www.o-s-d.com

Lichtplanung:

Day & Light Lichtplanung
www.dayandlight.de

Freiraumgestaltung:

Katja König
www.koeniglandschaftsarchitektin.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Weigelt Ingenieurgesellschaft
www.weigelt-ingenieure.de
Andreas Kappes
www.kappes-shk.de

Elektro:

Spie Sag
www.spie-sag.de

Erd-, Betonarbeiten, Stahlbau, Verglasung:

Montage + Anlagenbau Gründken
www.gruendken.de

Membranbau:

Koch Membranen
www.kochmembranen.de

Membran:

Low & Bonar
www.lowandbonar.com

Beton-Verbunddecke:

Hoesch Bausysteme
www.hoesch-bau.com

Vorgehängte Fassade:

Rockpanel
www.rockpanel.de

Lichtkuppel:

Hemaplast
www.hemaplast.com

Pflastersteine:

Kronimus
www.kronimus.de

Mastleuchten:

Selux
www.selux.com

Papierkörbe:

Beck
www.stadtmoebel.de

Vitrinen:

ST-Vitrinen Trautmann
www.st-vitrinen.de

Sitzbänke:

L. Michow & Sohn
www.michow.com

Nothing found.

Schöner Wohnen in Winterhude

Auf einer Tiegarage in rückwärtiger Hoflage entstand dieses Haus mit viel Grün

Statement of Art

Neue Leichtigkeit, Eleganz und Präzision für den Eingangsbereich eines Bürohochhauses

Neuer Treff für Kids

Die „Neue 18“ – Jugendfreizeiteinrichtung in der Spandauer Neustadt

Zweieiige Zwillinge

Auf einem geteilten Grundstück entstehen zwei grundverschiedene Einfamilienhäuser

Nothing found.

Pickartz-Architektur-Marmagen035_700pixel

Respektvoller Dialog

Eine modernisierte Denkmal-Villa in der Eifel verbindet Alt und Neu harmonisch

Metamorphose mit Substanz

Ein Mietshaus aus der Gründerzeit in Düren-Nord wird zum großzügigen Einfamilienhaus

Stanke-Interiordesign_06_19_700pixel

Spannungsvolle Wandlung

Eine Zahnarztpraxis wurde in eine offene Gartenwohnung umgebaut

_J8A3905-Bearbeitet-Bearbeitet-2-2_15_700pixel

Modern geläutert

Ein Einfamilienhaus aus den 1930er-Jahren wird neu geordnet und gestalterisch geklärt

if5d_netcologne_bueroflaeche-01_15_700pixel

Im Herzen Kölsch

Die Arbeitswelt eines IT-Dienstleisters setzt auf Offenheit und Kommunikation mit Regionalbezug

Kamp-7-Ansicht-Strasse-1_b_15_700pixel

Klare Linien und viel Licht

Ein modernes Einfamilienhaus hat alles, was sich die Bauherren gewünscht haben

_DSC1338-HDR-4-Kopie_19_700pixel

Viel Raum für Geborgenheit

Ausblicke und viel Licht von allen Seiten prägen das Heim einer Familie

kessler-plescher_pferdmengesstrasse-008_10_700pixel

Veränderte Verhältnisse

Gut umgebaut entstehen auf drei Etagen zwei große Wohnungen