Transparente Fügung

Ein Spezialwerkzeughersteller verknüpft Produktion, Verwaltung und Schulung zu einem Ganzen

Secotools_Panorama2_19_700pixel

Da wo das Rheinland in das bergische Land übergeht und die Bahnstrecke Düsseldorf-Wuppertal den Ortseingang von Erkrath erreicht, liegt die neue Deutschlandzentrale der Seco Tools GmbH. Der schwedische Hersteller von Schneid- und Fräswerkzeugen für den globalen Maschinen- und Automobilbau wollte seine bereits in der Stadt vorhandenen zwei Standorte zu einem zentralen Hauptsitz zusammenführen mit der Option zukünftiger Erweiterungen für eine Europazentrale. Die schon für den Konzern vielfach tätig gewordenen Hellmeister Architekten aus Düsseldorf entwickelten ein transparentes, klar strukturiertes Gebäudeensemble, das die unterschiedlichen Funktionsbereiche Konstruktion, Produktion, Schulung und Verwaltung zu einem stimmigen Gesamtbild fügt.

Das Baugrundstück, auf dem vorher eine Produktionshalle und das Schulungsgebäude des Unternehmens untergebracht waren, liegt in einem Gewerbegebiet. Einerseits grenzt es an die Bahnstrecke, andererseits liegt es direkt an einem benachbarten Waldgebiet. Der repräsentative zweigeschossige Eingangsbau wendet sich von der Bahnlinie ab und weist zur Verlängerung der Mühlenstraße: Hinter der transparenten Hauptfassade, die von einem weiß verputzten Band markant gerahmt wird, öffnet sich das öffentliche Foyer über zwei Etagen. Neben dem zentralen Empfang zeigt sich ein großes Fenster, durch das BesucherInnen einen Einblick in den Werkbetrieb der dahinterliegenden Produktionshalle gewinnen. Der Zugang zum Konferenzsaal im Obergeschoss erfolgt über eine breite Freitreppe. Die ebenfalls im Hauptgebäude platzierte Kantine ist über zwei Ebenen ausgebildet und wird mit dem Konferenzbereich über einen Galeriegang verbunden. An dieser Galerie sind wiederum die Schulungs- und Seminarräume platziert. Hinter dem repräsentativen Empfangs- und Schulungsbereich schließt sich schließlich ein offenes, L-förmig geschnittenes Atrium an, um das die weiteren Funktionsbereiche ringförmig angeordnet liegen. Diese Gruppierung schafft klare Blickachsen zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen und erleichtert Mitarbeitern wie Besuchern die Orientierung.

Sowohl der dreigeschossig ausgebildete Verwaltungsbereich mit rund 120 Büroarbeitsplätzen als auch die 2.500 m² große Produktionshalle liegen an diesem zentralen Innenhof mit fast durchgängig transparent ausgebildeten Fassaden. Alle Bereiche sind dabei baulich sowie in der Erschließung miteinander verbunden. Die Verwaltung ist in großen Teilen als offenes Gruppenbüro konzipiert. Die Ausblicke weisen dabei einerseits auf das Atrium und auf der Gegenseite über den direkt angrenzenden Waldsaum. Die Produktionshalle wird durch die beiden breiten Dachoberlichtbänder mit einem hohen Tageslicht­anteil belichtet. Auch hier bieten große Glasfelder Aus- und Einblicke zum Atrium und den übrigen Arbeitsbereichen. Dies spiegelt vor allem auch den Gestaltungswunsch des Unternehmens wider, eine räumliche Verschmelzung von Produktion und Verwaltung zu erreichen.

www.hellmeister-architekten.de

Fotos:

Manos Meisen
www.manosmeisen.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 01|22)

Nothing found.

Moderne Metamorphose

Einstiges Pfarrhaus im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg wird zur Wohnoase für zwei Parteien

Lernort im Grünen

Eine Grundschule in Gelsenkirchen wird zum einladenden Ort für den Schulalltag

Aus drei mach vier

Eine Bestandswohnung in Giesing wird zum Raumwunder für eine Familie

Smarter Lückenschluss

Ein Bürohaus in Friedrichstadt verdichtet nach und nimmt dabei eine Stadtreparatur vor

Nothing found.

200531005_15_700pixel

Transparenz als Konzept

Die Stadtwerke Neuss haben am zentralen Standort ein weiteres Verwaltungsgebäude erhalten

JS_SB_Lindner_Congress_Hotel_-5_15_700pixel

Panorama Pur

Ein Congress Hotel in Lörick wird von einer neuen Beletage gekrönt

_JDF8513_10_700pixelPCH9L8sHVZwGH

Klimawandel im Garten

Der Gartengestalter Peter Janke über Trocken- und Naturgärten und warum Bewässern keine Lösung ist

Nachhaltig und zentral

Das neue Hotel „The Cloud One“ überzeugt durch elegante Transparenz und urbane Ausblicke

LSC_Duesseldorf_27_19_700pixel

Transformiertes Denkmal

Die alte Pferdeschlachthalle in Derendorf wurde zum Lern- und Studierendenzentrum umgebaut

0615-bearbeitet_19_700pixel

Lauschig mit Lounge

Bei der Gestaltung sollten die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft Berücksichtigung finden – minimalistisch reduziert und wenig…

221112265_43_700pixel

Plastisch und voller Ausblicke

Eine Stadtvilla besticht durch ihr Raumgefüge und die gestalterischen Details

DKA_03_03_1882_web_15_700pixel

Sinne für das Natürliche

Die Transformation einer Garage in ein großzügiges „Küchenhaus“