Urbaner Monolith

Ein Mehrparteienwohnhaus südlich von Köln wird zur skulpturalen Landmarke

CM-1846-088_15_700pixel

Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbehallen sowie ein Lebensmittelmarkt – die bauliche Umgebung des 1.300 m² großen Grundstücks am Rande von Erftstadt-Lechenich ist sehr heterogen und weist einen lebhaften Wechsel von Wohnbebauung und Gewerbe, Flachdach und unterschiedlichen Steildachformen auf, von Ein- und Mehrgeschossigkeit sowieso. Das Kölner Architekturbüro Wilkin & Hanrath Bauphasen, das von dem Unternehmen Jade Bauträger mit der Planung eines Mehrparteienhauses mit 17 Wohneinheiten beauftragt wurde, begegnet dem Mangel an eindeutigen Typologien mit einem monolithischen Gebäude, das eine individuell gestaltete Landmarke kreiert – auch als Orientierungspunkt inmitten der urbanen Vielfalt.

Baurechtlich gab es keinen Bebauungsplan – entsprechend sollte das Haus gemäß § 34 BauGB in Anlehnung zur Nachbarbebauung geplant werden. Dabei gab es lediglich die Restriktion einer maximalen Trauf- und Firsthöhe, die sich aus einem vorgegebenen Referenzgebäude mit Steildach ableitete. Dieses griffen die Architekten auf und planten einen dreigeschossigen Baukörper mit einem traufständigen, modern interpretierten Walmdach zur Straße, der in der Tiefe des Grundstückes mit einem etwas schmaleren Baukörper mit abgetreppten Terrassen verschmilzt. Dach- und Fassadenflächen wurden in gleicher Materialität aus metallenen Rautenschindeln in Eloxal­optik bekleidet, wobei durch das Spiel von Licht und Schatten farbliche Abstufungen entstehen. Die schimmernde Außenhaut verleiht dem Gebäude eine monolithische Gesamtwirkung, während die großzügigen Fensterflächen die Horizontalität des Baukörpers unterstreichen. Hervorkragende Terrassen mit filigranen Brüstungen, aber auch die punktuellen Einschnitte der Loggien sorgen zugleich für eine plastische Wirkung. Besonders skulptural – auch im Vergleich zur repräsentativ erscheinenden Straßenfront – erscheint die kristalline Dachlandschaft im hinteren Gebäudeteil, wo sich eine der beiden Penthousewohnungen um einen Lichthof gruppiert und Dachgauben zum Einsatz kommen. Alle Wohnungsgrundrisse – überwiegend Drei-, aber auch einige Zwei- und Vierzimmerwohnungen – sind großzügig und funktional geschnitten. Dabei gibt es keine wiederkehrenden Wohnungstypen, jede einzelne ist ein Unikat. Single-Haushalten, jungen Familien oder auch Senioren werden hochwertige und individuell ausgestattete Wohnungen mit Tiefgaragenstellplätzen und Fahrradräumen geboten. Wohnraum und Terrasse gehen nahezu schwellenlos ineinander über und sind über raumhohe Fensterfronten verbunden. Besonders viel Wert wurde auf eine anspruchsvolle Gestaltung des gemeinschaftlichen Treppenhauses gelegt: Statt ästhetisch karger Minimalräume entstand hier ein heller architektonischer Raum in Sichtbeton mit vertikaler Verglasung und offenen etagenübergreifenden Lufträumen, der zur Begegnung aller Bewohner:innen einlädt.

www.bauphasen.de

Fotos:

Constantin Meyer
www.constantin-meyer.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 04|22)

Architekten:

Wilkin & Hanrath Bauphasen
www.bauphasen.de

Rohbau:

Zervos
www.zervos-bau.de

Zimmerei:

Holzbau Blüggel
www.blueggel.com

Fassade, Spengler:

Guido Dauber
www.dachdecker-dauber.de
Dachdecker Krechel
www.dachidee.de

Flachdach:

Hellwig Dach
www.hellwig-dach.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Kox-Beyenburg
www.kox-beyenburg.com

Elektro:

GE Elektro Esser
Telefon: 02462/2029901

Innenputz:

ML Stuck + Putz
Telefon: 02462-2029901

Haustüre, Wohnungseingangstüren:

ATM Albersmann Tischlerei
www.atm-fingerklemmschutz.de

Malerei:

Malermeister Dirk Sonntag
www.malerbetrieb-sonntag.de

Fenster:

Trimborn Söhne Metallbau
www.trimborn-metallbau.de

Bodenbelag:

Estrich:
K. König & Söhne
www.estrich-koenig.de
Parkett:
Parkett Hasler
www.parkett-hasler.de

Schlosserei:

Metallbau Köhnen
www.metallbau-koehnen.de

Aufzug:

Schumacher Aufzüge
www.schumacher-aufzuege.de

Außenanlagen:

Riese Garten und Landschaftsbau
www.riese-garten.de

Nothing found.

Die Schönheit des Backsteins

Materialität, Formensprache und gestalterische Poesie prägen dieses Wohnhaus

Zurück auf Anfang

Gründerzeitvilla wird wieder zum Einfamilienhaus

Weniger Fensterrahmen, mehr Tageslicht

Fenster mit schlanken Rahmen wirken ästhetischer und lassen deutlich mehr Tageslicht ins Innere strömen

Fließende Raumerfahrung

Eine Villa auf schmalem Hanggrundstück öffnet sich großzügig zum Tal

Nothing found.

011_jk240620mon_19_700pixel

Ruhige Optik im Fokus

Einladende Gestaltung des neuen Bürogebäudes K08

Wittestrasse_147_15_700pixel

Einladend mit viel Freiraum

Unter einem gemeinsamen Dach entstand Wohnraum als Eigentum und zur Miete

Unsichtbare Metamorphose

Ein Bungalow im Hahnwald wird zum großzügigen Familiendomizil mit Gartenausblick

AntoniterQuartier_trint-kreuder_-C-Christian-Richters_4449-48_30x20cm_15_700pixel

Oase der Platzvielfalt

Das Antoniterquartier besticht durch die subtile Stadtreparatur inmitten zweier Einkaufsstraßen

Fenstertechnik-Klein-Kunde-Kuth-66-von-79-_19_700pixel

Marke Eigenbau

Nicht nur entwerfen, planen, umsetzen, auch wohnen gehört zum Architektenleben

HSA_Wohnhaus-Koeln_03_700pixel

Behutsam umgebaut

Ein kernsaniertes Stadthaus in Sülz verbindet modernes Wohnen mit dem Bestand

_R5_4183_fin_15_700pixel

Immer schön der Länge nach

Sichtschutz und Sichtachsen verbinden sich in diesem Haus zu einer Einheit

Verstecktes Juwel am Hang

Ein Einfamilienhaus im Bonner Süden besticht durch seine Blickbezüge und Details