Im Dialog mit der Umgebung

Großzügige Raumfolgen auf schmalem Hanggrundstück

14-09687_12_700pixel

In einem kleinen Dorf nördlich von Hamburg liegt ein außergewöhnliches Haus, idyllisch eingebettet in die typisch holsteinische, hügelige Landschaft. Die Architektin Prof. Dagmar Schork hat es für sich selbst gebaut. Durch die geschickte Ausnutzung der Topografie konnte so auf dem schmalen Hanggrundstück ein dreigeschossiges Gebäude realisiert werden, das auf jeder Etage mit dem Bodenniveau des jeweils umgebenden Gelände verbunden ist. Vorgelagerte Terrassen auf jeder dieser drei Ebenen erweitern optisch den Innenraum nach außen. Selbst das Dach ist „ebenerdig“ zu betreten. Konstruktiv ist das Gebäude aus vorgefertigten zweischaligen Betonelementen gefügt, die vor Ort montiert wurden.

Die lebendige Wirkung des Materials Beton, das innen und außen sichtbar belassen ist, unterstützt den Dialog mit der Umgebung. Verstärkt wird der Außenraumbezug durch die geschosshohen Verglasungen, die sowohl für lichtdurchflutete Räume als auch für großartige Ausblicke in die umgebende Naturlandschaft sorgen. In den Innenräumen wird Beton nicht nur als Material für die Wände, Decken, Böden und die Treppe eingesetzt, sondern auch für verschiedene Möblierungselemente, die Küchentheke, Fensterablagen und -bänke, und entfaltet in dieser Konsequenz eine überaus weitläufige und ganzheitliche Raumwirkung.

Bewusst gesetzte Durchblicke in verschiedene perspektivische Richtungen über die Geschosse hinweg und zum Außenraum, Transparenz als Gestaltungsprinzip und die puristische Materialwahl weiten die grundstücksbedingt schmalen Grundrisse zu großzügigen Raumfolgen. Die gewünschte minimalistische Rauminszenierung erforderte entsprechende Möbelentwürfe. Diese sind – analog zur Gebäudehülle – aus einem einheitlichen Material, nämlich Holz, das auch für die Fensterrahmen eingesetzt wurde. Mit seiner warmen Ausstrahlung setzt es einen reizvollen Kontrapunkt zum Beton und rundet das Gesamtbild harmonisch ab. Darüber hinaus sind diese Möbel mulitfunktional, die bewegliche Wand ist auch Schrank, der Schrank auch Regal, das Regal auch Treppengeländer.

Für eine nachhaltige und weitgehend autarke Energieversorgung im Sinne des Klimaschutzes wird durch die Kombination von Geothermie, Wärmepumpe und Photovoltaik gesorgt.

www.schork-rix.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|20)

Architekten:

Schork & Rix
www.schork-rix.de

Betonfertigteile:

Müller-Altvatter Betonfertigteile
www.mueva-beton.de

Rohbau:

Hans Wagner Bau
www.hans-wagner-bau.de

Zimmerei:

Volker Thullesen
www.thullesen.de

Sanitärtechnik:

Peter Volquardts
www.pv-sanitaer.de

Elektro:

Elektro Sohn
www.elektro-sohn.de

Tischlerei:

Tischlerei Holm
www.bestattungen-holm.de

Glaserei:

Glaserei Ebelt
www.glaserei-ebelt.de

Metallgestaltung:

Hefner Metallgestaltung
www.voss-metallgestaltung.de

Fotos:

Rolf Kießling

Nothing found.

Raus aufs Land

Geländemodulation inszeniert Neubau des Landratsamtes in Essenbach

Subtile Hochwertigkeit

Transformation mit internationalem Anspruch im denkmalgeschützten Altbau

Organisch geschwungene Balance

Eine Praxis in den Gehry-Bauten entwickelt sich zu einem hochfunktionalen Klinikbau

Haltung & Ordnung

Medizinisches Forschungszentrum schafft Strukturen, die sich an Prozesse der Nutzenden anpassen

Nothing found.

Die grüne Mitte verbindet

Die unglaubliche Verwandlung von Blech und Krach in Grün und Stille

0L8A8726_200702_Falkenried_Hamburg_Architekturfotografie_Jakob_Boerner_15_700pixel

Effektive Ausnutzung

Bauen im Bestand: Funktionale und ästhetische Lösung für eine Familienwohnung

Welche Farbe hat das Wasser?

Balance zwischen Abwechslung und Wiederholung in der Jenfelder Au

Ein klares Statement

Das Haus für eine Familie inszeniert die Blickbeziehungen in die Landschaft

_DSF7725_50_700pixel

Backstein trifft Sichtbeton

Der Naturbezug leitet den Entwurf des Architekten, der Außenraum in seinem jahreszeitlichen Rhythmus gestaltet den Innenraum.

Maßgeschneidert

Wie ein Mehrfamilienhaus zum Einfamilienhaus wurde

hansainvest-5445_15_700pixel

Space is the Place

Erschwerte Bedingungen wurden zur Chance für eine neue Unternehmenskultur und -identität