Offenes Wohnen

Wohnanlage als Neuinterpretation des Berliner Blocks

Ein Bauensemble, südlich der Spree an der Ackerstraße gelegen, interpretiert den typischen Berliner Block neu. Bestehend aus einem Riegel an der Arcostraße und fünf Einzelbaukörpern als Hinterhäuser mit insgesamt 111 Wohnungen, wovon die Hälfte der Mietpreisbindung unterliegt, vereint es in den Erdgeschossen im „Hof “ Kleingewerbe und eine Kita.

Im Vergleich zu den am Ende des 19. Jahrhunderts stadtbildprägenden Berliner Bauten ersetzte das Berliner Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez, dessen Entwurf sich bei dem Wettbewerb durchsetzte, die Seitenflügel durch parallellaufende Stege. Diese dienen als Erschließung der Wohnungen, wodurch ein zusammenhängendes Ensemble mit einem hohen Maß an Durchlässigkeit entstanden ist. Mit der der Realisierung des Bauvorhabens wurde das Hamburger Büro blrm – damals noch „blauraum” – im Rahmen einer Ausschreibung der städtischen Wohnbaugesellschaft Gewobag beauftragt. Die Grundidee der Neuinterpretation besteht darin, die strenge, geschlossene Form des Berliner Blocks – einem kasernenartigen Geviert – aufzubrechen. So ist der straßenseitige Riegel der neuen Form eine Aneinanderreihung aus fünf miteinander verbundenen Einzelhäusern unterschiedlicher Höhe mit vier bis sechs Geschossen. Dahinter – im Inneren des Grundstücks – stehen versetzt zueinander fünf Einzelhäuser – anstelle der früheren Seitenriegel. Der Riegel an der Ostseite zur Arcostrasse hin schützt die fünf rückwärtigen Gebäude vor Straßenlärm. Dabei steckte die Idee dahinter, dass die „Fronthäuser” scheinbar konventionell mit Treppen und Aufzügen zugänglich sind, vom 1. bis 4. Obergeschoss aber Laubengänge zu den Wohnungen in den Gartenhäusern führen. Auf der frei bleibenden Grundstückfläche konnten so Grasflächen sowie ein Spielplatz realisiert werden, zu dem als besonderer „Gag” eine metallene Rutsche vom 1. Stock zur Sandfläche führt. Die Lösung mit den Laubengängen vermittelt eine lose und luftige Verbundenheit der Häuser – sie fördern aber auch die Kommunikation der Bewohner:innen untereinander und dienen als Gemeinschaftsflächen.

Hier gelang eine erfrischend untypische und aufgelockerte Art des städtischen Wohnens mit Begegnungsmöglichkeiten im Garten oder auf den Terrassenbändern.

www.blrm.eu

Fotos:
Joshua Delissen
www.joshuadelissen.de

(Erschienen in CUBE Berlin 02|24)

Nothing found.

Im Lauf der Zeit

Modernes Bürohaus ersetzt Wohngebäude aus den Fünfziger Jahren

So macht Lernen Spaß

Ein heller Modulbau beschert einem Dortmunder Gymnasium moderne und flexible Lernräume

Großzügige Wohnhalle

Ein Wohnhaus in Holzbauweise kombiniert weitläufige Ausblicke mit ausgeprägten Deckenhöhen

In den Garten fließend

Ein Einfamilienhaus besticht durch seinen großzügigen Wohnbereich

Nothing found.

Still3_Endbearbeitung_15_700pixel

Neu – aber klassisch gewandet

Das Townhouse in der Oberwallstraße gewann den Publikumspreis des BDA Berlin

Brunnenstrasse_19_700pixel

Ein Quartier erwacht

Das Erdgeschoss des Studentenhauses ermöglicht mit Sitzgruppen, Arbeitsräumen und einem größeren Raum für Veranstaltungen sowie einem begrünten…

Leben auf der Halbinsel

Neubau in nachhaltiger Bauweise denkt Gemeinschaft neu

Künftiges städtisches Wohnen

Ein weiterer vorbildlicher Baustein der Schöneberger Linse in Holzhybridbauweise

Von der Not zur Tugend

Völlig verbautes Dachgeschoss wird zu erlesener Mansardenwohnung

JOHANENLIES_VALKENBURG_OAK_Copper_1_15_700pixel

Aus Altem Neues schaffen

Das Berliner Upcycling Label Johanenlies schenkt Bauholz neues Leben

DonoeZwart_Eiche_Jasmijn-01_15_700pixel

Handgemachte Unikate

Im Sortiment finden sich Esstische im Industrial Design und Landhausstil, Couchtische, Bänke und Hocker, Regale, Sideboards, Kommoden, Betten und…

JT_Veer_082022_001728_15_700pixel

Geometrisch und Bunt

Die Möbel und Raumkonzepte von Sina Gwosdzik und Jakob Dannenfeldt sorgen für gute Laune