Lebensart durch Gemeinschaft

Ein queeres Wohnhaus mit Etagenwohngemeinschaften

03-Laubengang-und-Maisonetten-2500x1875px-by-Eric-Tschernow_15_700pixel

Lovo – so nennt sich ein Wohngebäude ganz in der Nähe des Ostbahnhofs. Es dient als Lebensort für homo- und bisexuelle, transgender oder andere Menschen, die sich der LGBTQ+-Gemeinde zugehörig fühlen, teilweise mit Fluchthintergrund. Die Berliner Architekten Christoph Wagner und Wenke Schladitz entwickelten gemeinsam mit dem Betreiber Schwulenberatung Berlin ein Gebäude, in dem auf vier Etagen gemeinschaftliches Wohnen möglich ist. Die Architekten nennen es nicht Wohngemeinschaften, sondern Etagengemeinschaften, da das Wohnmodell nicht dem einer freiwilligen, wie eine Familie zusammenlebenden Gemeinschaft gleicht, sondern eher dem einer zufälligen Nachbarschaft. Vom 1. bis 4. Obergeschoss gibt es insgesamt 31 Zimmer, wobei das 1. Obergeschoss als Pflegegemeinschaft konzipiert ist, da auch ältere, gebrechliche oder HIV-Patienten hier eine Unterkunft gefunden haben.

Im Erdgeschoss gibt es Läden und ein Café als Begegnungsstätte. Die Stockwerke 5 und 6 wurden frei vermietet, um den Unterhalt des Gebäudes zu finanzieren. Dieses einzigartige Modell ist seit 2019 in Betrieb und wurde auf der Architekturbiennale in Venedig im Rahmen des deutschen Beitrags „Making Heimat. Germany Arrival Country“ bereits 2016 noch vor seiner Realisierung vorgestellt.

Mit über 200 m langen Balkonbändern öffnet sich das Haus zur Straße und zum Garten hin. Es wird über ein offenes Betontreppenhaus und einen Laubengang erschlossen. Das transparente Ladengeschoss ermöglicht einen Durchblick in den Garten. Insgesamt 1.200 m² stehen als Wohn- und Nutzflächen auf den sieben Etagen zur Verfügung. In den Etagengemeinschaften stehen (kleine) Privaträume von etwa 14 m² zur Verfügung, die Gemeinschaftsräume, Küchen und Balkone sind öffentliches Terrain. Der Zugang zu den oberen Geschossen erfolgt über das vorgelagerte Betontreppenhaus vom Garten aus. Ein weiterer öffentlicher Bereich ist der geräumige Laubengang im 5. Obergeschoss. Drei Maisonnettes erstrecken sich über das 5. und 6. Geschoss. Die Farbwahl für die Fassade ist ein blasses Blau und Rosé – keineswegs kitschig, sondern angenehm zurückhaltend. Die blassroten Rollos in den Zimmern ergeben einen harmonischen Zusammenklang. Die Warteliste der BewerberInnen ist lang.

www.c-wagner.de

Fotos:

Eric Tschernow
www.tschernow.de

(Erschienen in CUBE Berlin 01|22)

Nothing found.

Licht, Luft und Sonne

Nachverdichtung in der Höhe – eine Dachaufstockung schafft neuen Wohnraum

Dreifacher Lückenschluss

Blockrandschließung, Ausdehnung des Dachgeschosses und ein zusätzliches Rückgebäude

Wohnen unter schrägen Dächern

Platzgewinn durch ausgeklügelte Dachflächenoptimierung

Mit Pfau und Glamour

Harmonisch-farbenfrohes Designkonzept für ein Café fördert die Kommunikation

Nothing found.

EP04219-0021-_15_700pixel

Arbeiten im Kreativquartier

DSTRCT nennt sich das neu entstandene Büro-, Läden-, Sport- und Eventquartier im Prenzelkiez

220628_LNX_0105_crop_15_700pixel

Neues Heim für Kunst und Sammler

Aus zwei kleinen Dachwohnungen wurde eine große

Einladende blaugrüne Bürowelt

Prototyp für Arbeitsambiente einer Firmenkette

20181010_N6A9706-copy_19_700pixel

Beton zum Streicheln

Die großen Panoramafenster sowie die teilweise weit auskragenden Dachüberstände schaffen ein offenes, transparentes Gesamtbild und verleihen dem…

Ester-Bruzkus-Architekten_Remi-0100_-C-Robert-Rieger_15_700pixelhMoKWBIRyM5vl

Mix aus Qualität und Einfachheit

Remi – ein Lokal mit einladendem Flair in Mitte

solarlux-schiebefenster-cero-II-ref01811-5319_15_700pixel

Traumhaus en miniature

Traditionell und hochmodern ist ein Wochenendhaus im Spreewald

IMAG0539_15_700pixel

Vielfältige Gartenlandschaft

Grasgrau und Atelier Loidl entwickelten zusammen mit den Bauherren ein Konzept für einen modernen Bauerngarten mit vielen Rosen und Hortensien im…