Lernen im Raum gedacht
Der Geberit-Campus verbindet Architektur, Lernen und Marke zu einem offenen Ort des Wissens
Am Stadteingang von Pfullendorf, einem der größten Standorte des Sanitärtechnikherstellers Geberit, entstand mit dem Geberit-Campus ein markanter neuer Ort, an dem Architektur, Lernen und Marke zu einer einladenden Einheit verschmelzen. Er versteht sich nicht nur als Schulungszentrum und Ausstellungsort, sondern als räumlich erfahrbarer Ausdruck für die Unternehmens-DNA. Entworfen vom Stuttgarter Atelier Brückner, setzt der neue Campus einem weit auskragenden Dach eine ruhige architektonische Geste in der Landschaft entgegen.
Drei große Kuben stoßen durch die Dachfläche und gliedern die zentralen Kompetenzbereiche des Unternehmens. Sie sind sowohl von außen sichtbar als auch im Innenraum räumliche Wegweiser, die Lernen, Ausstellung und Begegnung strukturieren. Dazwischen spannt sich ein offener Raum, in dem sich Wege kreuzen, Begegnungen entstehen und Orientierung intuitiv möglich wird – eine durchlässige, kommunikationsoffene Architektur, die Lernen als gemeinsames Erlebnis begreift. Sichtbeton, großflächige Verglasungen und gezielt eingesetzte Holzelemente aus Eiche schaffen ein ruhiges, zugleich präzises Umfeld. Im Inneren verbindet sich die Architektur eng mit den Inhalten: Lernräume, Praxisseminare, begehbare Installationen und Ausstellungsflächen sind Teil eines ganzheitlichen Raumgefüges, in dem Wissen und praktisches technisches Know-how räumlich erfahrbar werden. Begehbare, raumgreifende Installationen zeigen Sanitärlösungen „vor“ und „hinter“ der Wand, ein Akustiklabor macht Schall messbar und erlebbar, und multifunktionale Bereiche unterstützen praxisnahe Schulungen und Workshops.
Fotos:
Roland Halbe
www.rolandhalbe.eu
(Erschienen in CUBE München 01|26)