Dynamisch und grün

Ein Mobilitätsunternehmen in Ratingen hat einen großzügigen Erweiterungsbau erhalten

DKV Mobility gehört zu den führenden europäischen B2B-Unternehmen für On-the-Road-Paymentlösungen und Mobilitätsdienstleistungen. Gegründet 1934, bietet das Unternehmen vor allem Fuhrparks zahlreiche Serviceleistungen rund um Maut, Tanken und Laden. Der Hauptsitz in Ratingen auf der Balcke-Dürr-Allee sollte um einen Erweiterungsbau ergänzt werden, der Platz für weitere 500 Mitarbeitende schafft. konrath und wennemar architekten aus Düsseldorf planten einen Neubau, der mit dem Hauptgebäude strukturell verwandt und optisch verbunden ist, funktional aber auch vollständig für sich bestehen kann.

Der Erweiterungsbau setzt am bestehenden Verwaltungsgebäude des ersten Bauabschnittes mit einer gläsernen Verbindungsbrücke auf zwei Obergeschossen an. Zur Straßenseite übernimmt der Baukörper nahezu durchweg die Attikahöhe des Nachbargebäudes. Zur Rückseite, gegenüber einem Kindergarten, löst sich die Fassade durch Vor- und Rücksprünge kleinteilig auf; eine Fassadenbegrünung verankert das Gebäude grün in der Nachbarschaft. Um eine ausgewogene Balance zwischen beiden Bauteilen herzustellen, lehnt sich die architektonische Sprache der Fassade an die des Bestandsbaus an. Die vorgesetzten Lisenen in unterschiedlichen Formen verleihen dem Neubau eine Dynamik in der Fassade, die die technologische Ausrichtung des Unternehmens symbolisiert. Mit der Materialauswahl – eloxiertes Aluminium für technische Innovation und ein dem Hauptgebäude entsprechender Naturstein für die Zugehörigkeit zum Bestand – wird das zusätzlich unterstrichen.

Im Erdgeschoss schließt sich an das Foyer eine „Experience Area“ an, in der Besucher:innen die Geschichte und Entwicklung von DKV Mobility sowie verschiedene Produktbereiche spielerisch und interaktiv erleben können. Außerdem befinden sich hier Konferenzräume sowie zwei 12 Meter hohe, glasüberdachte Atrien, die Blickachsen in den Garten ermöglichen. Das südliche Atrium beherbergt ein ergänzendes Bistro; beide Atrien lassen sich aber auch flexibel für Veranstaltungen nutzen und schaffen so im Alltag einen Bereich für das gemeinsame Miteinander.

Im dritten Obergeschoss orientieren sich kleine Terrassen zum Innenblock hin, die im Zusammenspiel mit der Fassadenbegrünung zusätzliche grüne Außenräume für die Mitarbeitenden schaffen. Auf der vierten Etage wurde ein Drittel der Geschossfläche zu einem umfänglichen Dachgarten ausgebaut, der verschiedene Aufenthaltsbereiche zum Arbeiten, Entspannen und Pausieren bietet. Die Büroflächen sind auf den Etagen als Open-Space-Arbeitsflächen konzipiert, ergänzt durch kreativ gestaltete Besprechungsräume in den großzügigen flexiblen Bürozonen. Außenliegende transluzente Sonnenschutz-Screens sorgen für Sonnenschutz ohne Sichtverluste; die Belüftung erfolgt mechanisch über bodentiefe Öffnungsflügel in den Fenstern. Energetisch setzt das Niedrigenergiegebäude auf hochmoderne Biogasmotorwärmepumpen, die saisonal bedarfsgerecht für Heizung und Kühlung sorgen. Auch die Tiefgarage ist nachhaltig ausgestattet mit Ladestationen für E-Autos und E-Bikes.

www.konrath-wennemar.de

Fotos:
konrath und wennemar architekten
DKV Mobility

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|26)

Nothing found.

Neuanfang unter einem Dach

Modernes Gebäude verbindet Arbeiten und Wohnen auf harmonische Weise

Leise an Lauter Stelle

Neubau eines Wohngebäudes inmitten der Münchner Altstadt

Erneuert und doch erhalten

Die Ossendorfer Gartenhöfe ersetzen eine alte Wohnsiedlung nachhaltig und ohne Mietertausch

Multifunktional + majestätisch

Überraschend vielseitige öffentliche Mehrzweckhalle in Erding

Nothing found.

Kontrastvoll revitalisiert

Eine Bestandsvilla wurde saniert und konsequent zeitlos elegant durchgestaltet

Individuell und nachhaltig

Catrin Gockel entwirft und produziert Taschen abseits der Massenproduktion

DJI_0195_15_700pixel

Geschmeidiger Kiesel

Das neue Hallenbad „Rheinblick 741“ in Heerdt verbindet Badevergnügen mit weiteren Nutzungen

75157_15_700pixel

Das Treppen-Haus

Haus Steinert von Hans Poelzig in Krefeld war ein wichtiger Treffpunkt der verstoßenen Moderne

DKA_03_03_1882_web_15_700pixel

Sinne für das Natürliche

Die Transformation einer Garage in ein großzügiges „Küchenhaus“

21_RKM740_19_700pixel

Panorama mit Reissverschluss

Der „Zipper“ in Heerdt besticht durch seine auffällige Fassade und den Nutzungsmix

Leise weitergebaut

Zwei Doppelhaushälften werden zu einem Einfamilienhaus zusammengefasst

Roh und edel

Aus einer Tiefgarage in der Merkur Spiel-Arena wird eine flexible Tagungs- und Eventlocation