Aus eins mach vier

Ein Wohnhaus zeichnet sich durch seine ungewöhnliche Komposition und Raumvielfalt aus

Hanna-Witte-26_42_700pixel

Ein kleines weißes Stück Papier, darauf eine rote Skizze – das war der erste Schritt für einen großen Gedanken. „Sie dürfen!“ lautete die Antwort der Bauherren auf die Frage, ob sich die Planer über die erste Ideenskizze hinaus weitere Gedanken machen können. Das Team des Kölner Büros hell und freundlich für Architektur und Innenarchitektur staunte nicht schlecht, als ihnen die Entwurfsplanung für das Wohnhaus übertragen wurde: Der vorgeschlagene Entwurf wich nämlich tatsächlich enorm von dem Flachbau ab, den die Bauherren usprünglich wünschten. Ausgangspunkt für den Entwurfsgedanken des Architekturbüros war dabei das großzügige, parkähnliche Grundstück, das erst im hinteren Bereich das eigentliche Baufeld vorsah. Umso wichtiger erschien es, das Gebäude in seiner Kubatur nicht zu homogen und dominant erscheinen zu lassen. Ein aus mehreren unterschiedlich dimensionierten, heterogenen Baukörpern zusammengesetztes Gebäudeensemble schien der Situation angemessener zu sein und zu einem optisch besseren Ergebnis zu führen. Dieser Gedanke wurde schließlich durch unterschiedliche, und doch aufeinander abgestimmte Fassadenmaterialien gestalterisch verstärkt: Der Wechsel zwischen der dunklen Holzfassade und der hellen Klinkerfassade unterstützt und verstärkt diesen besonderen Charakter der Architektur. Der Grundriss ist so gestaltet, dass vier ein- bis dreigeschossige Kuben leicht gegeneinander versetzt angeordnet sind. Je nach Breite des Baukörpers ergeben die Satteldächer, die graduell unterschiedlich geneigt sind, die Grundfläche des Wohnhauses. Die über 450 m²  Wohnfläche auf drei Etagen werden so auf den ersten Blick nicht erahnt – sie erschließen sich erst nach und nach während des Betretens des Hauses. Das Interieur wird durch einen starken Farb- und Material-Mix geprägt, um ein gemütliches Ambiente zu erreichen und der Familie ein komfortables und behagliches Zuhause zu schaffen. Besonders wichtig war es dabei den Bauherren, dass weder reinweiße noch glänzende Oberflächen und Materialien verwendet werden. Ausgefallene Tapeten, Stoffe, individuelle Einbauten und auch die gestalterische Beleuchtung machen jeden Raum zu einem besonderen Highlight. Dreh- und Angelpunkt des Familienalltags ist der große offene Wohn-Essbereich. Im Winter lädt er ein, gemütlich vor dem knisternden Kamin zu sitzen. Im Sommer werden die großen Schiebetüren geöffnet und das Leben verlagert sich in den großzügigen, parkartigen Garten. Zwischenzeitlich bekamen die Architekt:innen eine „Dankeschön-Karte“: „Eigensinnig und anpassungsfähig“, „beruhigend und anregend“, „fühlt sich gut an“ war darauf notiert – Indizien dafür, dass der „große Gedanke“ letztlich auch ein guter war.

www.hellundfreundlich.de

Wohnfläche: 450 m²
Grundstücksgröße: 1.220 m²
Bauzeit: 18 Monate
Bauweise: Massiv

Fotos:

Hanna Witte
www.hanna-witte.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|23)

Architektur:

hell und freundlich
www.hellundfreundlich.de

Poufs, Sofa:

Cor
www.cor.de

Esstischstühle, Schaukelsessel:

Freifrau
www.freifrau.com

Tapete:

Masureel
www.masureel.com

Badarmaturen:

Dornbracht
www.dornbracht.com

Waschbecken:

Alape
www.alape.com

Catalano
www.catalano.it

Leuchten:

Bocci
www.bocci.com

&Tradtion
www.andtradition.com

Vibia
www.vibia.com

Mater A/S
www.materdesign.com

Nothing found.

Expressiv Stützenfrei

Ein Büroneubau in Marsdorf bietet Kita, Cafeteria und kollaboratives Arbeiten

Klar, präzise, dauerhaft

Ein Einfamilienhaus hält die Balance zwischen Massivität und Wärme

Klare Struktur in Rekordzeit

Eine Gesamtschule in Velbert nutzt die Hanglage und setzt auf Cluster

Nothing found.

230704231_15_700pixel

Kompakt und Plastisch

Das Wohnquartier „Klinkerhöfe“ in Hürth-Efferen setzt auf Ziegelmauerwerk

Pickartz-Architektur-Marmagen035_700pixel

Respektvoller Dialog

Eine modernisierte Denkmal-Villa in der Eifel verbindet Alt und Neu harmonisch

_MG_1596_15_700pixel

Weitergebautes Denkmal

Der Lutherturm in Mülheim wurde zu einem Mixed-Use-Ensemble erweitert

Troisdorf-Hippolytus-014_bearb_b_15_700pixel

Selbstbestimmt in der Mitte

Zu einem geschützten und doch offenen Innenhof hin liegen die Gemeinschaftsbereiche und die Wohnräume der Wohngruppen und Einzelapartments.

130416_Peters_300dpi_2177_19_700pixel

Aus eins mach vier

Eine historische Villa wird durch individuelle Neubauten harmonisch ergänzt

TRU_06_02_5918_10_700pixel

Gerettete Opulenz

Das Belgische Haus wurde denkmalgerecht saniert und zum Römisch-Germanischen Museum umgebaut

AntoniterQuartier_trint-kreuder_-C-Christian-Richters_4449-48_30x20cm_15_700pixel

Oase der Platzvielfalt

Das Antoniterquartier besticht durch die subtile Stadtreparatur inmitten zweier Einkaufsstraßen

Skulptural und präsent

Neues Beleuchtungskonzept am Kölner Dom reduziert Energieverbrauch und Lichtverschmutzung