Aufgelockert im Raster

Luftige Strenge lässt einen Stadtgarten zur geschützten Oase werden

09-besgen_15_700pixelmCy5o5djnlR0V

Ein Stadtgarten verspricht Erholung in nächster Nähe, direkt am Haus. Es liegt aber auch in der Natur eines Einfamilienhausgartens, dass die Nachbarschaft teils tiefe Einblicke in das Privatleben anderer bekommen kann. Die Bepflanzung und die Anordnung von geschützten Aufenthaltsbereichen wirken dem entgegen. Gestalterisch lässt sich auf diese Weise zudem ein Freiraum schaffen, der die Nachbarschaft fast gänzlich vergessen lässt. Bei der Neugestaltung eines Stadtgartens, der eine denkmalgeschützte Villa umgibt, hat Landschaftsarchitekt Noël Besgen genau dies erreicht und damit die an ihn herangetragenen Wünsche mehr als erfüllt.

Streng ist die knapp bemessene Fläche gegliedert. Gepflasterte Wege ziehen ihre Linien durch Grasflächen und vorbei an immergrünen Beeten. Alte Pflanzstrukturen und Wegematerialien wurden dabei teilweise eingebunden. Frisch gepflanzte Eiben- und Buchenhecken ergänzen den Bestand, rahmen den Garten und betonen die Beete. Pflegeleicht sind sie obendrein, müssen die unterschiedlich hohen Hecken doch nur zweimal im Jahr geschnitten werden. Auch die Gräser, die mal mit flauschigen Blütenhalmen, mal mehrfarbig gestreift die Strenge der Anlage brechen, erfordern wenig Arbeitsaufwand. Zudem bilden sie auch in den Herbst- und Wintermonaten abwechslungsreiche Pflanzbilder. Über die wärmeren Monate begleiten die weißen und burgunderrosa Blüten der Hortensien das dominierende Grün der Beete und Rasenflächen.

Stauden wie Eisenkraut, Katzenminze oder Prachtkerze setzen in unterschiedlicher Höhe zusätzliche Farbakzente.

Romantisch lässt sich diese Pracht auf einem neu geschaffenen Platz für zwei direkt vor der alten Gartenmauer genießen. Einen Blick fast schon aus der Vogelperspektive ermöglicht die höher gelegene, direkt an das Haus angebaute Terrasse. Sie wurde mit neuen Bohlen belegt. Vor allem aber bietet ein Quartett aus drei Felsenbirnen und einer immergrünen Steineiche jetzt Sichtschutz zur Nachbarbebauung. Dabei endet die Wirkung dieser grünen Oase bei weitem nicht an der Grundstücksgrenze, verbessert sie doch das Mikroklima im weiteren Umkreis um das Haus. Und davon profitiert letztlich die gesamte Nachbarschaft.

www.noel-besgen.de

Fotos:

Noël Besgen

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 02|23)

Nothing found.

Klein Gebaut – groß gedacht

Das „Schwarze Haus im Grünen“ als Modell für modernes Bauen

Die Technik bleibt unsichtbar

Neubau mit Fokus auf biophiles Design setzt auf modulare Fassadenbegrünung

Die Bienen

Haushaltsauflösung & Entrümpelung

Ein klares Statement

Test- und Innovationszentrum für den Motorsport mit aerodynamischer Architektur

Nothing found.

CM-1846-088_15_700pixel

Urbaner Monolith

Ein Mehrparteienwohnhaus südlich von Köln wird zur skulpturalen Landmarke

PXL_20220623_174532425_15_700pixel

Erhöhter Prinzenblick

Der Prinzenplatz am Altenberger Dom wurde zum Landschaftsbalkon umgestaltet

_JGF2077b_15_700pixel

Neues in Altes eingepasst

Die bewusst zurückhaltende Gestaltung lenkt den Blick auf die Kunst und den Rhein

Heerstr_2022_10_15_700pixel

Alt und Neu im Dialog

Zwei Stadthäuser in der Bonner Nordstadt wurden denkmalgerecht umgebaut

011_jk240620mon_19_700pixel

Ruhige Optik im Fokus

Einladende Gestaltung des neuen Bürogebäudes K08

Offen und interaktiv

Ein Anbau in Ehrenfeld bietet urbanen Rückzugsraum mit viel Kontaktfläche

Akzente in Petrol

Penthouse mit ansprechendem Farb- und Materialkonzept

Modular im Hinterhof

In der Kölner Südstadt erschließt ein Holzmodulbau eine Baulücke für Wohnraum