Farbklänge für die Kunst

In einer Kunstsammlervilla treten die Räume mit den Werken in einen Dialog

3_Villa-G-Salon_15_700pixel

Gemeinhin glaubt man, die Kunst bräuchte nichts so sehr wie die weiße Wand. Dass Kunstsammlungen aber durchaus ihre Wirkung entfalten, mitunter sogar verstärken können, wenn sie in farbig gestalteten Räumen präsentiert werden, zeigt ein Projekt von Julia Hausmann, Inhaberin des Kölner Büros Farbarchitektur. Für ein Kunstsammlerpaar, das seine erworbenen Bilder, Skulpturen und Installationen in einer eleganten Altbauvilla in Köln präsentiert, entwickelte sie eine Farbraumkomposition, die Ruhe in die Räume trägt und fließende Übergänge schafft.

Am Anfang stand dabei die genaue Analyse der Kubatur und der Lichtverhältnisse der Räume sowie ihrer Anforderungen, die aufgrund der Nutzung gestellt waren. Vor allem die natürliche Eleganz der Räume sprach dafür, nur eine erstklassige Materialqualität zu verwenden. Das Budget erlaubte für alle repräsentativen Räume hochwertige Manufakturfarben aus der Schweiz von kt.color, die aufgrund ihrer natürlichen Pigmente eine außergewöhnliche Tiefe besitzen und nur von besonders zertifizierten Malern verarbeitet werden dürfen. In den Privaträumen wurden die Schweizer Farben durch die Töne der deutschen Manufaktur Anna von Mangoldt ergänzt. Je nach Nutzung wurden die Oberflächen strapazierfähiger oder auch diffusionsoffener ausgeführt. Jeder der 14 gestalteten Räume besitzt seinen eigenen Farbklang, wobei einzelne Farbnuancen auch mitunter über mehrere Räume fortgeführt werden, sodass sich ein farbliches Raumkontinuum ergibt. Alle Decken und Stuckleisten wurden in einem hochwertigen Weißton aus Naturweißpigmenten gestrichen, was die Reflektion und Tiefenwirkung der umlaufenden Wandfarbenflächen zusätzlich verstärkt. Der Essbereich wurde dabei in einem hellen Grün gestaltet, das mit dem Parkett harmoniert und den Ausblick in den Garten rahmt. Das sanfte Rosarot des Wohnzimmers bildet einen auch bei Kunstlicht strahlenden Kontrast zum dunklen Mobiliar. Während der Treppenraum mit einem hellen Grauton einen perfekten Grund für die hängenden Bildwerke schafft, bildet der kleine „Blaue Salon“ im Obergeschoss eine Bühne für besonders farbiges Mobiliar aus. Kontrastierend und verbindend zugleich wirken die unterschiedlichen Blautöne von Schlaf- und Fitnesszimmer: Ein entspannend-warmer Umbraton steht neben einem dynamisierenden Türkiston, der aus einer großformatigen Fotografie übernommen wurde, die ebenfalls im Fitnessraum hängt. So ist ein nuancenreiches Gesamtkunstwerk aus Kunst und Farbräumen entstanden – die Auftraggeberin nannte es sogar „ein neues Leben in Farbe“.

www.farbarchitektur.koeln

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 04|20)

Innenarchitekten:

Farbarchitektur
www.farbarchitektur.koeln

Farbe:

kt.Color AG die Farbmanufaktur
www.ktcolor.ch
Anna von Mangoldt
www.annavonmangoldt.com

Farben Vertrieb:

Verwandlung Remmers
www.farbefreudeleben.de

Fotos:

Martin Gaissert
www.martingaissert.de

Nothing found.

Von der Kirche zur Kunst

Kongenial umgesetzt: Ein besonderer Raum für eine besondere Sammlung

Ein kontemplativer Ort

Reduzierte Formen schenken einem Privatgarten Ruhe und korrespondieren mit der Architektur

Neu durchkomponiert, in Farbe

Ein Apartment als urbane Bühne für das tägliche Großstadtleben

Gipfelstürmer

Ein Splitlevel-Haus am Hang überzeugt durch ästhetische und durchdachte Ausführung

Nothing found.

Fenstertechnik-Klein-Kunde-Kuth-66-von-79-_19_700pixel

Marke Eigenbau

Nicht nur entwerfen, planen, umsetzen, auch wohnen gehört zum Architektenleben

Raumfolge zum Licht

Ein denkmalgeschütztes Einfamilienhaus erweitert sich eindrucksvoll in den Untergrund

PK1068-280_700pixel

Haus auf Stahl

Architektur humorvoll und fast unspektakulär in Szene gesetzt

Gekommen um zu bleiben

Ein ganzheitliches Bürokonzept kombiniert New Work mit Lokalbezug und Cradle to Cradle

002-Ku-che_15_700pixel

Maßvoll und farbenreich

Eine Loftwohnung mit Sheddach bietet Wohn-, Arbeits- und Entspannungsraum

Clara-Rllinghoff_DSC0098_15_700pixel

Herausforderung Hanggarten meistern

Hanggrundstücke sind beliebt zum Bauen. Gärtnerisch brauchen sie eine Meisterhand

211124003_15_700pixel

Projizierte Interferenzen

Die Physikalischen Institute der Universität Köln haben einen neuen Erweiterungsbau erhalten

Einladend

Eine Praxis für Zahnchirurgie vermittelt Professionalität und Vertrauen