Kubus mit Überraschung

Ein reduzierter Kubus, der im Inneren jedoch alles andere als statisch wirkt

_52A2799_15_700pixel

Eine junge dreiköpfige Familie mit großem Hund wünschte sich ein Einfamilienhaus in einer gewachsenen Wohnsiedlung von Langenfeld mit klassischen Einfamilien- und Doppelhäusern. Ausgehend vom B-Plan entwarfen und realisierten die beauftragten Georg Döring Architekten aus Düsseldorf einen reduzierten Kubus, der im Inneren jedoch alles andere als statisch wirkt: Die klare äußere Geometrie wird hier durch ein überraschend dynamisches, spannungsvolles Raumgefüge aufgebrochen.

Die Außenhaut des Gebäudes besteht aus einer hellen zweischaligen Klinkerfassade, kombiniert mit hellbronzefarbenen Aluminiumfenstern. Diese Materialität und Farbigkeit schafft eine Korrespondenz zu den Nachbarbauten und sorgt dafür, dass sich das kompakte Gebäude gut in die Umgebung einfügt. Erschlossen wird das in Nord-Süd-Ausrichtung orientierte Gebäude über einen steinernen, von Sichtbetonwänden gesäumten Hof. Das Erdgeschoss liegt gruppiert um ein offenes dreiläufiges Treppenhaus mit einem Aufzug im Zentrum. Darüber öffnet sich ein hohen Luftraum in das Obergeschoss. Den Abschluss bildet ein großes Oberlichtfenster, das beide Etagen mit natürlichem Tageslicht versorgt und eine Belüftung ermöglicht. Ein offener Grundriss lässt Wohnen, Essen, Kochen und Arbeiten im Erdgeschoss fließend ineinander übergehen.

Das Obergeschoss wird über eine offene Galerie erschlossen, die die beiden Schlaf- und Badezimmerbereiche für Kinder und Eltern voneinander separiert. Die durch den B-Plan vorgegebene Nähe zu Nachbargebäuden ließ für die beiden Kinderzimmer die Idee einer introvertierten Terrasse entstehen. Diese wird durch ein in die Fassade integriertes, im brasilianischen Verband ausgeführtes Filtermauerwerk nach außen geschützt. Zum Himmel offen gehalten, werden so die Einblickmöglichkeiten von außen deutlich reduziert, ohne jedoch die Durchsichtigkeit von innen nach außen zu verschließen. Ausreichend Privatsphäre bieten auch der Elterntrakt und das Gästezimmer, die sich beide zum Garten hin orientieren. Im Untergeschoss öffnet sich – neben der Haustechnik und einer Tiefgarage – ein großzügiger Spa-Bereich, der über eine Abgrabung natürliches Tageslicht erhält und über einen Treppenaufgang zum Garten verfügt. Beheizt wird das Gebäude durch eine Luftwärmepumpe, unterstützt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Schlafräume können zusätzlich klimatisiert werden. Die Fensteranlagen im Erdgeschoss besitzen zudem hohe schmale Klappen, die eine permanente manuelle Frischluftzufuhr ermöglichen. Hauselektrik und Beleuchtung werden mittels eines KNX-Systems gesteuert.

www.doering-architekten.de

Fotos:

Michael Reisch
www.michaelreisch.net/portfolio

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|23)

Architektur:

Georg Döring Architekten
www.doering-architekten.de

Elektro- und Lichtplanung:

Thoma Elektroanlagen
www.thoma-elektroanlagen.de

Außenanlagen:

Refugium Garten + Landschaftsplanung
www.damm-refugium.de

Außenanlagen (Bau):

Ralf Cremers
www.cremers-gala.de

Vermessung:

Dr. Blinken & Töpfer
www.blinken-toepfer.de

Rohbau, Fassade:

Jacobs Wohnbau
www.jacobs-wohnbau.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Stefan Schmitz
www.shk-schmitz.de

Schreinerei:

Schappert & Stroinski
www.tischlerei-schappert.de

Fenster, Sonnenschutz, Metallbau, Glasgeländer:

Först Metallbau
www.metallbau-foerst.de

Abdichtung:

Kohlen
www.kohlen.de

Malerarbeiten:

Lucian Thum
www.lucian-thum.de

Innenputz und Trockenbau:

Hafeneger
www.stuck.de

Fliesenarbeiten:

Kaiser
www.kaiserfliesen.de

Küche:

Cornelius Paxmann
www.paxmann.de

Aufzug:

Otis
www.otis.com

Fotos:

Michael Reisch
www.michaelreisch.net

AA7A0145_10_700pixel

Individuell und detailreich

Ein Gespräch mit dem Düsseldorfer Architekten Georg Döring über Einfamilienhäuser, Lehrer und Väter

Luftiges Raumwunder

Luftiges Raumwunder

Eine klassische Doppelhaushälfte im Linksrheinischen öffnet sich großzügig nach innen

_52A3824_15_700pixel

Räume wie Membrane

Ein durchdachtes Raumkonzept garantiert einem Zweifamilienhaus Ruhe und Privatsphäre

Wohnen mit Gemeinsinn

Die „Villa Pillebach“ in Gerresheim verbindet individuelles Wohnen mit einer klaren Form

Bewahrt durch Wandel

Sanierung als Statement moderner Wohnkultur: lichtdurchflutet, offen, elegant

Ehrlich und transparent

Die IHK Düsseldorf hat ihre Konferenzetagen erneuert und flexibler gestaltet

Zwischen Tradition und Moderne

Im Parketthaus in Eppendorf begegnen sich Geschichte und Gegenwart

Dichte und Distanz

Zwei Mehrfamilienhäuser „tarnen“ sich als Einfamilienhäsuer

AA7A0145_10_700pixel

Individuell und detailreich

Ein Gespräch mit dem Düsseldorfer Architekten Georg Döring über Einfamilienhäuser, Lehrer und Väter

Luftiges Raumwunder

Luftiges Raumwunder

Eine klassische Doppelhaushälfte im Linksrheinischen öffnet sich großzügig nach innen

_52A3824_15_700pixel

Räume wie Membrane

Ein durchdachtes Raumkonzept garantiert einem Zweifamilienhaus Ruhe und Privatsphäre

Wohnen mit Gemeinsinn

Die „Villa Pillebach“ in Gerresheim verbindet individuelles Wohnen mit einer klaren Form

Unvermutete Öffnungen

Eine Doppelhaushälfte besticht durch fließende Räume mit viel Licht und Sichtbezügen

Ansicht2_19_700pixel

Raumzellen zum Hof

Haus Gummersbach von Wolfgang Döring wurde denkmalgerecht erweitert und umgebaut

Genesung unterm Lindenbaum

Genesung unterm Lindenbaum

Das LVR-Klinikum in Grafenberg hat ein neues Zentrum für Psychiatrie

01_19_700pixelzyt7cn7i2vC8F

Kontrastreiche Räume

Weite Ausblicke und vielfältige Gartenbereiche prägen eine Villa am Hang

Terrasse_1295_4c_19_700pixel

Tradition mit Kräutern

Das Byliny in Bilk bietet Klassiker der bürgerlichen Küche mit saisonalem Twist

Lebendig und inspirierend

Lebendig und inspirierend

Ein Gartencenter wurde umgestaltet, bautechnisch saniert und energetisch optimiert

Franke0317_15_700pixel

Öffentliches Wohnzimmer

Die neugestaltete Bibliothek Monheim greift den Gebäudebestand auch stilistisch auf

WP0307_Hotel_Friends_201_15_700pixel

Manege frei für Individualisten

Im #hotelfriends begibt man sich auf hippe Zeitreise in die eigene Schulzeit