Innen und außen im Dialog

Ein Einfamilienhaus entwickelt fließende Übergänge in den Außenraum

MGA152-03_15_700pixel

Klare, helle und offene Räume und einen Bezug zum Außenraum – das wünschten sich die Bauherren eines Einfamilienhauses in Sankt Augustin. Zudem sollte sich das Haus so flexibel nutzen lassen, dass das Wohnen auf einer Etage im Alter problemlos möglich wird. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro Enck-Oswald aus Köln entwickelte einen zweigeschossigen Neubau, der durch die Verschiebung seiner beiden Baukörper einen differenzierten Wohnbereich schafft, welcher sich zum Garten hin großzügig öffnet.

Die sowohl in den Baufluchten als auch der Gestaltung sehr gemischte Nachbarbebauung machte es nahezu unmöglich, in dem Gebäudeentwurf Bezüge auf eine vorhandene städtebauliche Situation zu entwickeln. Die Architekten entschieden sich daher, mit größtmöglicher Klarheit auf das heterogene Umfeld zu antworten: Das zweigeschossige, kubische Volumen wird dabei aus zwei gegeneinander verschobenen erdgeschossigen Baukörpern gebildet. Dort wo sich beide berühren, befindet sich die lange, einläufige Treppe zentral angeordnet. Zugleich werden die beiden Baukörper durch das Obergeschoss so miteinander verzahnt, dass sich durch die Auskragung eine Überdachung für den straßenseitigen Hauseingang wie von selbst ergibt – aber auch zwei Dachterrassen, die an die Schlafbereiche im Obergeschoss direkt anschließen. Der Übergang zwischen dem öffentlichen Straßen- und dem privaten Wohnraum entwickelt sich durch die Überdachung und den Rücksprung schwellenartig. Der Übergang zwischen Wohnräumen, Terrasse und Garten erfolgt dagegen fließend: Einerseits über ein Sitzfenster, andererseits über eine ums Eck geführte Front aus Glasschiebeelementen öffnet sich der Innenraum flexibel in den Außenraum, teilweise durch eine Auskragung überdacht und verschattet. Um ein altersgerechtes Wohnen auf einer Ebene in späteren Jahren zu ermöglichen, wurde das Arbeits- und Gästezimmer zur Straße ausgerichtet. Dieses lässt sich später problemlos zum Schlafzimmer umnutzen. Das von außen mit einer modernen, zweifarbig gefassten Putzfassade gestaltete Bauwerk wurde aus ökologischen Gründen in einem einschaligen Mauerwerk ausgeführt. Die massive Wand vermeidet bewusst den hohen Energieaufwand, den ein oft übliches Wärmedämmverbundsystem sowohl bei der Herstellung als auch Entsorgung verursacht, und nutzt die Wärme- und Kältespeichereigenschaften massiver Bauteile. Das Energiekonzept des Hauses beruht auf einer erdwärmebasierten Wärmepumpe. 

www.enck-oswald.de

Fotos:

Martin Gaissert
www.martingaissert.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|22)

Architekten:

Enck-Oswald Architekten
www.enck-oswald.de

Dachdeckerei:

Hoffmann Bedachung
www.hoffmann-bedachung.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Pützstück
www.puetzstueck.com

Fenster:

Tischlerei Tibor Toth
Telefon: 036075-3 19 09

Innenausbau:

Winterberg-Bau
www.winterberg-bau.de

Nothing found.

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Bewahrt durch Wandel

Sanierung als Statement moderner Wohnkultur: lichtdurchflutet, offen, elegant

Ehrlich und transparent

Die IHK Düsseldorf hat ihre Konferenzetagen erneuert und flexibler gestaltet

Nothing found.

Offen und vielfältig

Der Bürocampus Coco im Kölner Norden glänzt durch neue öffentliche Bereiche

IMG-3201_15_700pixel

Alte Möbel in neuem Glanz

Hannah Mackenzie verwandelt ausgediente Holzmöbel in ansprechende Unikate

Massiv gedacht – fein gestaltet

Ein Wohnhaus im Westen von Köln besticht durch die Stimmigkeit seiner Details

02-Pfarrzentrum-Hippolytushaus-Troisdorf-Aussenansicht-Daniel-Stauch_15_700pixel

Dynamisches Stadttor

Ein Pfarrhaus komplettiert das neue Ensemble um St. Hippolytus in Troisdorf

Schopps-412Kronst-067_15_700pixel

Einheit mit Vielfalt

Ein Wohnquartier in Lindenthal überzeugt durch differenzierte Gestaltung und grüne Aussichten

CE667-173_15_700pixel

Das Haus hinter dem Haus

Ein Wohn- und ein Atelierhaus erweitern den Bestand mit vielfältigen Nutzungsoptionen

jw1536-0005_willebrandt_19_700pixel

Pure Materialität und Reduktion

Die Lange Halle des Kontrastwerkes in Ehrenfeld wurde in Loftbüros transformiert

211010_Su-dfassade_19_700pixel

Bereit für die Zukunft

Ein Verwaltungssitz ist nachhaltig im Material und multifunktional in seiner Raumstruktur