Die Marke erlebbar gemacht
Die Hauptzentrale eines Parfümerieunternehmens in Flingern-Nord setzt auf New Work
Das klassische Büro ist längst mehr als ein Ort der Pflichterfüllung. Es kann zum räumlichen Ausdruck der Unternehmenskultur werden – wie die deutsche Hauptzentrale der Parfümerie Douglas zeigt. Das Planungs- und Beratungsstudio loop_creating places demonstriert im Düsseldorfer Stadtteil Flingern, dass physische Räume in einer hybriden Arbeitswelt wichtiger sind denn je. Als räumlicher Anker stiftet das neue Arbeitsumfeld hier Identität und schafft die Grundlage für sozialen Austausch.
Die vergangenen Jahre haben die Büroarchitektur grundlegend verändert. Hybrides Arbeiten, digitale Werkzeuge und neue Kommunikationsformen haben die Anforderungen neu definiert. Das neue Konzept für den Standort von Douglas, in einem Bürogebäude an der Louise-Rainer-Straße, reagiert auf diesen Wandel programmatisch. Während das „Mobile Office“ Flexibilität ermöglicht, gewinnen zugleich Orte der Begegnung für Unternehmen an Bedeutung, um erfolgreich zu bleiben. Denn Arbeiten, Entwickeln und Lernen sind hochgradig soziale Prozesse. Das neue Headquarter bietet genau dafür den Rahmen: Es ist ein Ort, der die Marke Douglas räumlich erfahrbar macht und eine Atmosphäre schafft, in der Zusammenarbeit von heute und morgen funktioniert. Es entsteht ein Umfeld, in dem Austausch stattfinden kann und die Kultur gestärkt wird. Das Arbeitsweltenkonzept wird innenarchitektonisch als Freiheit, Selbstständigkeit und Sinnhaftigkeit übersetzt. Die Gestaltung folgt dem Leitsatz, dass der Arbeitsort dem Menschen dient und nicht umgekehrt. Die Flächen lösen sich von starren Rastern und Strukturen. Stattdessen gibt es ein differenziertes Angebot aus ergonomischen Einzelarbeitsplätzen und Rückzugsräumen für fokussiertes Arbeiten sowie speziellen Modulen für Meetings, Austausch und Workshop-Formate. Die Mitarbeitenden wählen situativ, welche Umgebung ihre aktuelle Aufgabe am besten unterstützt. Diese Flexibilität löst klassische Bürostrukturen auf und fördert kreative Prozesse.
Die Innenarchitektur der Flächen macht die Markenwelt von Douglas haptisch und visuell erlebbar. Das repräsentative Entree setzt mit markantem Branding und dunklen, hochwertigen Oberflächen ein klares Zeichen. Materialien und Farbigkeit greifen die Corporate Identity auf und übersetzen sie in den Raum. Eine Öffnung der Raumstrukturen erhöht die Aufenthaltsqualität: Durch bewusst platzierte Trennungen werden Zonen gebildet und das Raumgefühl variiert innerhalb der Etagen und Nutzungen. Auf die komplexe Gebäudestruktur mit unterschiedlichen Bundtiefen reagieren individuelle Raumlösungen und Ausstattungskonzepte, die eine effiziente Flächennutzung ermöglichen. Begegnungsräume wurden im gesamten Gebäude an zentralen Orten verankert: Kuratierte Designmöbel und großzügige Lounge-Bereiche laden zum informellen Austausch ein. Die Begegnungszonen wurden bewusst in unterschiedlichen Farbwelten gestaltet, die die vielfältigen Produktwelten der Marke Douglas im Raum erlebbar machen.
Die Umgestaltung der Arbeitswelt ist strategisch motiviert: In einem Dienstleistungsunternehmen ist der Wissenstransfer eine zentrale Ressource. Die neue Architektur fungiert somit als Instrument, um Talente zu begeistern, die Mitarbeitenden zu binden und die Unternehmenskultur langfristig zu stärken. Damit wird die Hauptzentrale von Douglas zu einem Ort, der Zusammenarbeit fördert und die Marke Douglas erlebbar macht.
Fotos:
Jan Kaiser
www.jankaiser.eu
(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|26)