Orientierung und Wohlbefinden

Ein freundliches Gebäude ergänzt eine Altenpflegeeinrichtung der Stadt Oberhausen

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Das „Luise-Schröder-Heim“ ist eine Anlage der Altenpflegeeinrichtungen der Stadt Oberhausen (ASO). Auf dem Gelände befinden sich bereits ein sechsgeschossiges Pflegeheim sowie eine Großküche und eine Tagespflege. Dr. Schramm Michael Partner aus Gelsenkirchen hat für diese Einrichtung einen Neubau geplant und realisiert, der wiederum ein Gebäude ersetzt, das nicht mehr den aktuellen Brandschutzrichtlinien entsprach. Der Neubau fügt sich harmonisch in die Umgebung mit ihren hohen und schattigen Bäumen ein. Die Architekten achteten mit der Wahl des hellen Fassadenklinkers und warmen Farben im Inneren darauf, ein freundliches Gebäude für die betagten Bewohner:innen zu schaffen.

Die Baumkronen überragen das dreigeschossige Gebäude mit ihrem Gründach und betten es in die Natur ein. Entsprechend der für diese Einrichtungen geforderten DIN 18040, wurde der Bau vollständig barrierefrei geplant und umgesetzt. Entstanden sind 80 rollstuhlgerechte Einzelzimmer mit jeweils einem rollstuhlgerechten Bad. In den Fluren und den allgemein zugänglichen Bereichen sind Handläufe angebracht, barrierefreie Aufzüge und ein Bettenaufzug verbinden die Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eingang und der Zufahrt eine Caféteria, so dass ankommende Besucher:innen sogleich gesehen werden können. Dort sind zudem ein Empfang, die Verwaltung, Nebenfunktionsräume und zwei von insgesamt acht Wohngruppen à zehn Bewohner:innen verortet. Jede Wohngruppe verfügt entweder über eine Terrasse oder einen Balkon in den Obergeschossen. Dabei haben die Architekten die Gemeinschaftsräume stets mit Bezug beziehungsweise Blick nach draußen angeordnet – die Bewohner:innen können so an den Bäumen und Pflanzen die Jahreszeiten ablesen und erhalten eine zeitliche Orientierung. Insbesondere für Menschen mit eingeschränkten Sehfähigkeiten sorgt das Farbkonzept für Erleichterung. Farblich abgesetzte Türen weisen den Weg zu den Zimmern. In den Bädern fallen die weißen Waschtische vor farbigen Wänden sofort ins Auge. Rutschfeste Fliesen und Notruf-Kordeln mit Aufschaltung auf die Schwesternrufanlage erhöhen das Sicherheitsgefühl der Bewohner:innen in ihren Zimmern.

Der Eingang und die allgemeinen Bereiche erhielten großformatige Bodenfliesen, die Flure und Zimmer sind mit Vinyl ausgestattet. Das Gründach dient als Regenwasserspeicher und Lärm- und Hitzeschutz. Eine auf dem Grundstück befindliche Sedimentanlage reinigt das angefallene Regenwasser, das gedrosselt in den Mühlenbach eingeleitet und somit dem natürlichen Kreislauf rückgeführt wird.

www.schramm-michael.com

Fotos:

Martin Schmüdderich
www.martin-schmuedderich.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|23)

Architektur:

Dr. Schramm Michael Partner
www.schramm-michael.com

Klinker:

Hagemeister
www.hagemeister.de

Fenster und Türen:

Schüco
www.schueco.com
Seibel & Weyer
www.seibelweyer.de

Fenster (Kunststoff):

VBH Holding
www.vbh.de
Seibel & Weyer
www.seibelweyer.de

Schreinerei (Innentüren):

Jeld-Wen
www.jeld-wen.de

Bodenbelag:

Forbo Flooring
www.forbo.com
Wiesbernd Fußbodentechnik
www.wiesbernd-fussbodentechnik.de

Fliesen:

Agrob Buchtal
www.agrob-buchtal.de
Klaus Dieckerhoff
www.fliesen-dieckerhoff.de

Heizung:

IVT Weiner + Reimann
www.ivt-gmbh.de

Elektro:

Gela
www.gelambh.de

Armaturen:

Ideal Standard
www.idealstandard.de

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