Modern mit 60er-Jahre-Charme

Umbau eines Wohnhauses mit flächigen Elementen in Massiv- und Holzbauweise

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Trotz seiner ungewöhnlich expressiven Formgebung fügt sich das umgebaute Wohnhaus, Baujahr 1962, stimmig in die Umgebung. Helmut Dasch vom Architekturbüro dasch zürn + partner hat das Konzept für die Modernisierung entwickelt. Modern im wahrsten Sinne des Wortes: Das sanierte Haus sollte zeitlos wirken. Dasch übernahm die maßgebliche Struktur des Grundrisses, die auch nach rund 60 Jahren noch die Anforderungen an ein zeitgemäßes Wohnkonzept erfüllt. Entstanden ist ein Zuhause auf rund 400 m² Wohnfläche, das seinen bauzeitlichen Charme behalten hat.

Im Eingangsbereich fällt durch eine große kreisrunde Öffnung im Dach Licht ein – hier kann ein Baum langsam in die Höhe wachsen. Das ehemalige Untergeschoss wurde zu Wohnbereichen ausgebaut, die sich zum großzügigen Garten öffnen. Sie sind sowohl über das Erdgeschoss als auch über einen separaten Eingang zugänglich. Betritt man das Haus über die Terrasse, gelangt man direkt in eine offene Küche mit Essplatz und Kamin. Wie gemacht für einen geselligen Abend mit Familie oder Freunden. Eine architektonische Besonderheit ist der Mittelblock. Er spielte bei der Neugestaltung eine elementare Rolle. Einer Skulptur gleich prägt er die Räume und teilt das Haus. Im Steinblock sind Kamine eingebaut, die von beiden Seiten genutzt werden können. Es gibt außerdem einen abteilbaren Wohnraum, der zum gemeinsamen Musizieren genutzt wird. In Küche und Esszimmer stehen feine Elemente im Kontrast zu groben Arbeiten, etwa aus Stein. Die Küche ist mit viel Holz ausgestattet. Durch eine Schiebetür gelangt man in das angrenzende Wohnzimmer mit eingebauter Galerie. Eine gefaltete Treppe, die an den Monolithen gehängt ist, führt nach oben. Die schräge Verglasung reicht bis zum Boden. So hat man einen schönen Ausblick auf Bäume und Garten – und lebt sowohl drinnen als auch draußen.

Mit seiner äußeren Neugestaltung wurde das Haus förmlich in die Umgebung hineinmodelliert. Die Mischung aus Massiv- und Holzbau bezieht sich stark auf die Landschaft. Großzügig und flächig sollte es wirken – dazu tragen beispielsweise die durchgehenden Gebäudelinien bei. In der Straßenansicht bilden die Garage und das Haus eine Einheit. Das Dach ist begrünt und besteht in Linien aus Stahlträgern, in die Holztafel eingearbeitet sind.  

www.dzpa.de

Fotos:

Bernhard Tränkle
www.architekturimbild.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 01|22)

Architekten:

dasch zürn + partner
www.dzpa.de

Tragwerk:

tragwerkeplus
www.tragwerkeplus.de

Zimmerei:

Zimmerei Knauth
www.zimmerei-kauth.de

Putz, Stuck:

Meßmer
www.stuckateur-messmer.de/

Ausbau:

Die Echaz-Schreinerei
www.echaz.de

Küchenausstattung:

Bora
www.bora.com

Kamin:

Brunner
www.brunner.de

Fenster:

Schüco
www.schueco.com

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