Innovative Arbeitswelten

Zeitgemäßes Bürokonzept in historischer Architektur

DLA_PIPER_HH_copyright_Entwurf_und_Planung_CSMM_achitecture_matters_foto_Gleb_Polovnykov_HighRes_0095_fS1ol_15_700pixel

Das prominent an der Ecke Alter Wall/Rathausmarkt gelegene Gebäude wurde 1919 als Hamburger Hauptstelle der Reichsbank eröffnet und entsprechend aufwendig gestaltet. Die neoklassizistische Muschelkalkfassade, der reiche bauplastische Schmuck und ein sich im Inneren über alle fünf Geschosse erstreckender oktogonaler Lichthof machen es bis heute zum Aushängeschild des Bauensembles entlang des Alten Walls parallel zum Rathaus.

Im Zuge der laufenden Sanierung und Neuentwicklung des Bereichs wurden in den oberen Geschossen des denkmalgeschützten Baus mit Zugang vom Alten Wall Büroflächen angeordnet. Das auf Büroimmobilien und Arbeitswelten spezialisierte Beratungs- und Architekturunternehmen CSMM aus München hat hier ein innovatives Bürokonzept für den Hamburger Standort der weltweit tätigen Wirtschaftskanzlei DLA Piper auf 4.500 m² realisiert. Die Bauherrschaft wünschte sich von den Beratern und Architekten für ihre hanseatische Dependance ein Konzept, das Kommunikation und dynamisches Arbeiten unterstützt sowie die Grenzen zwischen Großraum- und Einzelbüros verwischt. Diesen Leitideen kam die architektonische Strenge des wilhelminischen Gebäudes mit seinen klaren, symmetrischen Grundrisskompositionen entgegen. Eine Herausforderung waren aber die für heutige Ansprüche eher kleinen Fensterflächen. Gemeinsam transferierten die Teams von CSMM und DLA Piper die historische Architektursprache in ein zeitgemäßes Ambiente und gestalteten die Büroflächen mit viel Glas in klarer Formgebung. Der hohe Glasanteil im Inneren bringt Licht in alle Räume, erlaubt visuelle Kommunikation, erweckt den Eindruck von Offenheit und gewährleistet zugleich die gerade für eine Anwaltskanzlei so wichtige Vertraulichkeit bei Gesprächen und Verhandlungen.

Das Herzstück des Büros bildet auf jeder Etage der achteckige Lichthof, die rundherum angeordneten Open-Space-Bereiche erhalten durch „Inseln“ mit Sofas und Sesseln eine wohnliche Atmosphäre. Das Motiv des Oktagons wurde als Gestaltungselement aufgegriffen und findet sich als Tischform in der Mitarbeiterlounge, auf den Tapeten der Arbeitsbereiche oder als Deckenbeleuchtung im Meetingraum wieder. Ein Lieblingsplatz aller Mitarbeiter ist die Dachterrasse mit Ausblicken auf Alster und Rathaus.

Das Projekt ist mehrfach preisgekrönt, es gewann unter anderem den German Design Award 2020 und wurde auch in der Kategorie Interior der Iconic Awards 2020: Innovative Architecture vom Rat für Formgebung ausgezeichnet.

www.cs-mm.com

Fotos:

Gleb Polovnykov

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|20)

Nothing found.

Licht, Luft und Sonne

Nachverdichtung in der Höhe – eine Dachaufstockung schafft neuen Wohnraum

Dreifacher Lückenschluss

Blockrandschließung, Ausdehnung des Dachgeschosses und ein zusätzliches Rückgebäude

Wohnen unter schrägen Dächern

Platzgewinn durch ausgeklügelte Dachflächenoptimierung

Mit Pfau und Glamour

Harmonisch-farbenfrohes Designkonzept für ein Café fördert die Kommunikation

Nothing found.

_FD39933_15_700pixel

Anspielung und Assoziation

Die Modernisierung der Foyerbereiche im Sumatrakontor

02_Drei-Schwestern_RHWZ_Wasmerstrasse_Haus-1-mit-Durchblick-auf-Haus-3_15_700pixel

Drei Schwestern

Die genossenschaftlichen Neubauten erinnern an champagnerfarbene Nadelstreifenanzüge

_USC4916-HDR-Bearbeitet_15_700pixel

Krähennest statt Umzug

Durch das Ausloten von Raumreserven entsteht Platz

Inspiration über alle Sinne

Martin von Freeden über seine Vision bei V-Zug und den Ansatz seiner minimalistischen Ästhetik

TOG_HausamDomplatz-Empfangstresen-2-_15_700pixel

Stadtspaziergang im Innenraum

Ein Flexible Work Space punktet mit einem einladenden Interieurkonzept

WFA_Pagode_H-1_15_700pixel

Die Tradition des guten Bauens

Öffentliche Förderung und hochwertige Architektur kennzeichnen diese Wohnhöfe

2_v1_MG_2503_print_15_700pixel

Raumerlebnis Dach

Eine Dachaufstockung in Harvestehude als gelungenes Beispiel für Bauen im Bestand