Samtig-coole Beauty-Oase

Ein Flagship-Store überzeugt durch sein abgestimmtes Konzept

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Das Timing für die Umsetzung war sehr eng – von der ersten Skizze bis zur Eröffnung vergingen nur acht Monate. In der denkmalgeschützten Kaisergalerie, mitten in der Hamburger Innenstadt, war das benachbarte Ladenlokal neben dem bereits bestehenden Babor-Shop freigeworden. Das war die willkommene Gelegenheit für das Aachener Unternehmen, einen Flagship-Store einzurichten. Um Bestandskund:innen nicht allzu lange vor verschlossenen Türen stehen zu lassen, entwickelte das Düsseldorfer Büro engels architektur das Shop-Konzept und die Umbauplanung nahezu gleichzeitig. Im Mai 2020, mitten im Lockdown, wurde das Ladenlokal fertig gestellt. Babor präsentiert sich hier mit einem neuen Facelift jung, modern und zeitlos elegant.

Der Flagship-Store ist in unterschiedliche Zonen aufgeteilt: Im Eingangsbereich geht es vor allem um die Produktwelt des Kosmetikunternehmens. Die Kund:innen werden hier in einem modernen funktionalen und bewusst technisch anmutenden Ambiente empfangen. Das unterstreicht das schwarz-weiße Farbkonzept und die klar strukturierte Produktplatzierung, die mit Details aus Messing veredelt wurde. Im hinteren Bereich des Shops wird die Atmosphäre dagegen wärmer und weicher. Hier sind eine Make-Up-Bar und die Behandlungsräume platziert. Das Farbkonzept beruht auf den Farben Schwarz, Rosa und einem warmen Grauton. Die auch hier eingesetzten Details aus Messing bilden die gestalterische Spange zur Produktwelt im Eingangsbereich. Speziell in den Behandlungsräumen bildet ein rosafarbener Samtvorhang den Kontrast zu den schlichten schwarzen Einbaumöbeln. Das indirekte Lichtkonzept schafft für die Kund:innen eine angenehme Atmosphäre. Dabei ist einer der Behandlungsräume durch eine gebogene Verglasung auch von außen einsichtig. Dieses Fenster dient auch dazu Behandlungen, etwa bei Schulungsveranstaltungen, öffentlich zu demonstrieren. Zu Behandlungsterminen wird die Verglasung auch hier einfach durch einen Samtvorhang geschlossen, der die nötige Privatsphäre schafft. Dieser kommt übrigens auch im Zugangsbereich zu den Behandlungsräumen noch einmal zum Einsatz: Die Tapete, die aus dem Sortiment der italienischen Tapetenmanufaktur Glamora stammt, macht sie zum passenden Wandmotiv. Elegante Materialien, wie etwa der marmorierte, weiße Corian-Werkstoff in den Verkaufs- und Kassentresen, spiegeln schließlich die Hochwertigkeit der Produkte wieder. Der offene, schwarz lackierte Deckenbereich mit dem reduzierten Beleuchtungssystem steht ergänzend für das moderne, eher coole Markenkonzept.

www.engels-architektur.de 

Fotos:

Babor

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|23)

 

 

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