Alle Gefahren im Blick

Das Wasserrettungszentrum Außenalster hilft in Not geratenen Menschen

01_Ansicht-vom-Wasser-C-SKA_20_700pixel

Die Außenalster ist eins der beliebtesten Naherholungsgebiete der Stadt, aber auch eine Wasserstraße mit Verkehrsregeln. Die motorisierten Schiffe der Alstertouristik, die Wassersportler der anliegenden Vereine und Verleiher sowie zunehmend zahllose Menschen, die ihre Freizeit in und auf allen erdenklichen Gefährten auf dem Wasser verbringen, nutzen das Gewässer, was immer wieder zu Gefahrensituationen führt. Das vor diesem Hintergrund dringend benötigte Wasserrettungszentrum Außenalster soll dafür sorgen, dass in Not geratenen Menschen schneller geholfen werden kann. Es wird von den Feuerwehren, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Technischen Hilfswerk sowie dem Deutschen Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund gemeinsam genutzt.

Für die Bebauung auf Alstergrundstücken gelten besondere Schutzbedingungen, um das einzigartige Erscheinungsbild der Außenalster und ihre Natur zu bewahren. Daher wurde am Harvestehuder Weg 1a ein städtisches Grundstück ausgewählt, das bereits von der Wasserschutzpolizei genutzt wird und über eine Steganlage verfügt, die durch eine Slipanlage ergänzt wurde. Das neue Wasserrettungszentrum von Sibylle Kramer Architekten BDA ist als Erweiterung auf dem Souterrain des Bestandsgebäudes aus den 1950er Jahren realisiert worden. Dadurch war keine wesentliche weitere Versiegelung nötig und auch der Baumbestand und die Uferkante der Alster blieben durch den Bau nahezu unberührt.

Der in seiner Kubatur einfache Baukörper aus Stahlbeton setzt das notwendige Raumprogramm auf einer Grundfläche von lediglich 100 m² um. Zur Wasserseite verfügt der wind- und wettergeschützte, mit modernster Technik ausgestattete Dienstraum über eine breite Fensterfront, von wo das Geschehen auf dem Wasser ganzjährig gut beobachtet werden kann. Die Nebenräume wie Ruheraum, Umkleiden, sanitäre Anlagen sowie Technik- und Lagerräume liegen zur Straßenseite im nicht einsehbaren Teil des Gebäudes. Dadurch bleibt auch die Privatsphäre hilfsbedürftiger Menschen, die gerade ärztlich versorgt werden, gewahrt. Die Klinkerfassade aus handgeformten Tonplatten des Herstellers Petersen Tegl ist der Hauptakteur in der Gestaltung. Die puristische Fassade des Neubaus mit ihren roten, geschuppten Ziegeln greift Material und Farbe des bestehenden Gebäudes auf und interpretiert diese neu. Beide Bauten werden als Ensemble wahrgenommen und bilden eine harmonische Einheit aus Alt und Neu.

www.kramer-architekten.de

Fotos:

Sibylle Kramer Architekten BDA

(Erschienen in CUBE Hamburg 03|22)

Nothing found.

Harmonisch eingefügt

Neubau-Ensemble wahrt den historischen Bezug und entwickelt eigene Identität

Traditionell und Modern

Traditionell und Modern

Massivholzhaus ist der Publikumsliebling beim Rosenheimer Holzbaupreis

Erdverbundene Leichtigkeit

Winkelförmiger Bungalow auf Sockel mit Höfen bildet einen geschützten Gartenbereich

Nothing found.

01_H1_DFZ_Pergolenviertel2b_Innenhof_suedwest_15_700pixel

Hamburg liebt Backstein

Bauten des Pergolenviertels interpretieren historische Quartiere neu

Von grau zu grün

Die unglaubliche Verwandlung eines verkannten Ortes

BAL_0666_15_700pixel

Tradition trifft Zukunft

Die Sanierung des Bankhauses am Ballindamm schafft Raum für innovative Ideen

weberdinge_VIN_01_15_700pixel

Unaufdringlich anders

Die Regalserie Vin von weberdinge ist zeitlos und nachhaltig

Ruheoase im Großstadttrubel

Pool und Spa des Hotels Europäischer Hof wurden komplett saniert und neu gestaltet

5094_005_10_700pixel

Hammerbrooks neues Gesicht

Komplementierung eines Neubau-Ensembles am Klosterwall

mittelweg-rainer-taepper-architekturfotografie-16_15_700pixel

Zu neuem Leben erweckt

Das Gebäude wurde umfassend entkernt, erhielt eine neue Gründung sowie eine innere Neuordnung.

Schiffe und Strand

Ein maßgeschneidertes und zukunftsfähiges Zuhause für drei Generationen