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Von Außen bis Innen

Durchdachtes Gesamtkonzept aus einer Hand

Das Wohnhaus, welches sich in einer der bevorzugten Hanglagen in Stuttgart befindet und in... mehr

Das Wohnhaus, welches sich in einer der bevorzugten Hanglagen in Stuttgart befindet und in seiner Gesamtheit von dem Architekturbüro Fuchs, Wacker entwickelt wurde, erscheint von der Straße aus betrachtet eingeschossig und eher zurückhaltend. Ein Eindruck, der durch den Garagenbau und die fein verputzen Wände zusätzlich verstärkt wird, die den Zugangsbereich des Hauses vor möglichen Einblicken schützen. Lediglich am Übergang zwischen Garagentor und Wandeinfriedung, nämlich dort, wo sich das Zugangstor befindet, können Passanten einen Blick auf den Hauseingang erhaschen. Dabei lassen die lockere Anordnung der Wandscheiben, die mit handwerklich feinster Putztechnik bearbeitet sind sowie die materiell aufwändig gestaltete Fläche des Garagentors in senkrechten Stäben aus Baubronze bereits erahnen, was dahinter zu erwarten ist.

Die Dramaturgie des Zugangs zum Haus folgt ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“. So wird der direkte Zugang zum Haus von einem üppigen Pflanzenbeet begleitet, bevor einige Stufen abwärts zum eigentlichen Hausportal führen. Zweigeschossig hoch ist die Eingangstür mit einem Klopfer auf einer speziell strukturierten Holzfläche verziert, die in die Fassade integriert ist. Merkmale, welche Details einer klassischen Villa zitieren und das Portal noch eindrucksvoller erscheinen lassen.

Ebenso imposant wie das Hausportal ist auch die zweigeschossige Eingangshalle, die trotz ihrer Großzügigkeit eher zurückhaltend wirkt. Dies liegt vor allem daran, dass nur wenige Gegenstände die stilistische Sprache der Architekten und der Eigentümer demonstrieren. Zudem weist das Foyer eine feine Lichtplanung auf, welche die außerordentliche Raumwirkung unter­stützt. Eine weitere Besonderheit des Entrées ist die Tatsache, dass von hier aus keinerlei Einblicke in die Privat- oder Wohnräume möglich sind.

Von der Eingangshalle geht es durch eine asymmetrisch gelagerte, raumhohe, mit feinstem Leder belegte und 1,60 m breite Tür in den Wohnbereich. Nur ein überzeugendes Beispiel von vielen, welche den Ansatz der Architekten, alles aus einer Hand zu liefern, widerspiegelt. Gelangt man schließlich in den Wohnraum, öffnet sich das Wohnhaus zum Garten hin durch eine geschosshohe Verglasung, die nur als thermische Trennung von innen und außen wahrgenommen wird, nicht jedoch raumbegrenzend anmutet. Der Pool im Garten ist das ganze Jahr über in Betrieb, sodass er auch im Winter als stil­prägendes Element für die Bewohner wirken kann.

Was die Außenanlage, die ebenfalls von den Architekten konzipiert und gestaltet wurde, besonders auszeichnet, sind die zwei Terrassenebenen, welche die Hangsituation des Hauses aufgreifen und sich zunutze machen. So lässt sich von der oberen Ebene aus, die mit einem Esstisch und gemütlichen Loungemöbeln ausgestattet ist, der Gartenbereich mitsamt des Pools überblicken. Großzügige Treppenstufen führen zur unterhalb gelegenen Poolebene, die nicht nur die Kleinen zum Spielen einlädt, sondern dank Liegewiesen auch die Möglichkeit zur Entspannung bietet. Für die nötige Ordnung sorgt ein Kubus, in dem der Grill und das Poolzubehör Platz finden. Der Kubus für die obere Terrasse dient als Sideboard, auf dem sich Kerzen aufstellen lassen oder Partygäste eine weitere Sitzfläche finden.

Ein weiterer Kubus am Ende des Pools lädt zum Sprung ins Becken ein oder kann als zusätzliche Liegefläche genutzt werden. Beide Kuben sind aus Sichtbeton, die in einer speziellen Technik lasiert sind und sich so farblich in das Gesamtkonzept einfügen. Das besondere an den Kuben ist die Tatsache, dass sie die Pflicht mit der Kür verbinden. So dienen sie auf der einen Seite als Abstützung der Hangsituation und Modellage des Geländes und können auf der anderen Seite den Bewohnern dank ihrer Zusatzfunktionen eine Vielfalt an weiteren Nutzungen bieten. Das bis ins kleinste Detail durchdachte Konzept der Villa ist in anregenden Gesprächen mit den Eigentümern, die beide als Modedesigner arbeiten, entstanden. Dabei war Fuchs und Wacker nicht nur für die Architektur verantwortlich, sondern auch für die Innenraumgestaltung und die Außenanlagen. Auf diese Weise konnte von der Beleuchtung über die Möblierung, die Oberflächen, Farben und Kunstgegenstände bis hin zu den speziell entworfenen Türgriffen alles aus einer Hand entwickelt werden, was die individuelle und sehr hochwertige Ausführungsqualität der modernen Villa widerspiegelt. Ziel des Gesamtkonzeptes war es, die Abfolge von öffentlicher, halb öffentlicher, privater und intimer Atmosphäre aufzuzeigen und deutlich erkennen zu lassen. Dies ist gelungen, indem der Straßenraum, der Vorhof, die Wohnräume bis hin zum privaten Pool einen Rhythmus ergeben, der den Eindruck der Geborgenheit unterstützt. Das Gefühl, zu Hause zu sein und sich zurückzuziehen war ein Wunsch der Bauherren und gipfelt im privaten Hausgarten mit Pool, der gänzlich uneinsehbar ist.

www.fuchswacker.de

Architekten: Fuchs, Wacker. www.fuchswacker.de Fotos Brigida Gonzales, Stuttgart ... mehr

Architekten:

Fuchs, Wacker.
www.fuchswacker.de

Fotos

Brigida Gonzales, Stuttgart 
www.brigidagonzalez.de

Schreinerarbeiten:

Schreinerei Holzschuh und Böhringer
www.holzschuh-boehringer.de

Schlosserarbeiten:

Fa. Metallbrand 

Malerarbeiten:

Maler Lehmann
www.maler-lehmann.com

Gartenbau: 

Thomas Heumann Gartenanlagen
www.theumann.de

Inneneinrichtung:

Villa Harteneck
www.villa-harteneck.de