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Respektvoll integriert

Neubau des Bürger- und Medienzentrums des Landes Baden-Württemberg

In das denkmalgeschützte Gefüge aus Akademiegarten, Schlosspark, Oper und Haus des Landtags galt... mehr

In das denkmalgeschützte Gefüge aus Akademiegarten, Schlosspark, Oper und Haus des Landtags galt es, das neue Bürger- und Medienzentrum des Landes Baden-Württemberg einzufügen. Das Haus des Landtags mit seiner symmetrischen Architektur und dem umlaufend transparenten, frei zugänglichen Sockelgeschoss inspirierte dazu, diese Offenheit weiterzuführen und ein Forum für Begegnung, Austausch und Versammlung anzubieten.

Die Agora, eine moderne Interpretation des antiken Versammlungsplatzes, ist beim Bürger- und Medienzentrum öffentlicher Versammlungsraum, Tageslichtquelle und Eingang zugleich. Das landschaftliche Element ist angelehnt an die Form eines antiken Amphitheaters und führt mit breiten Sitzstufen hinunter zum Foyer. Von hier erschließt sich das Gebäude mit der Landespressekonferenz und drei weiteren Konferenzsälen. Durch die an die Agora anschließende Glasfassade sowie zwei weitere Lichthöfe gelangt Tageslicht in die sonst aus Gründen des Denkmalschutzes in den Boden abgesenkten Räume. An der Oberfläche treten nur die Glasbrüstungen um die Lichthöfe sowie der Glaszylinder des Aufzugs in Erscheinung. Im Bereich der Agora wurde das Gelände ringförmig abgesenkt, um den Eindruck der fortfließenden Landschaft zu verstärken und architektonische Elemente wie die Glasgeländer in den Hintergrund treten zu lassen. Das Innenraumkonzept knüpft an die Offenheit und Transparenz im Haus des Landtags an und transformiert die Materialsprache in die heutige Zeit. Dazu gehören die Eichenholzverkleidungen und der Natursteinbelag in den öffentlichen Bereichen. Die Sichtbetonwände erhielten durch den Einsatz einer OSB-Schalung eine spannend unregelmäßige Struktur. Die raumhohen Verglasungen zwischen den Konferenzräumen und dem Foyer sorgen für ein hohes Maß an Transparenz und für vielfältige Bezüge bis in den Außenraum der Agora. In allen Räumen entsteht durch große kreisförmige Leuchten mit unterschiedlichen Durchmessern der Eindruck von Oberlichtern. Sie sind scheinbar zufällig in die durchgängig weiße Gipskartondecke eingestreut und mit unterschiedlichen Lichtszenarien programmiert.

Mehr als 65.000 Besucher im Jahr werden zukünftig zu den Landespressekonferenzen, den Plenarsitzungen im Haus des Landtags sowie zum Ausstellungsbereich empfangen.

www.henninglarsen.com

Architekten: Henning Larsen www.henninglarsen.com Fotos: Jens Willebrand Manuel Oka mehr

Architekten:

Henning Larsen
www.henninglarsen.com

Fotos:

Jens Willebrand
Manuel Oka