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Schwarzes Trikot mit Silberwellen

Neuer städtebaulicher Akzent in Laim

Der Turm des Bürohauses mit dem Namen Trikot Office ist ein neuer markanter Startpunkt am Beginn... mehr
Der Turm des Bürohauses mit dem Namen Trikot Office ist ein neuer markanter Startpunkt am Beginn des Stadtteils Laim. Das Gebäude ist direkt an der Ecke Landsberger Straße und Elsenheimer Straße platziert. Ungewöhnlich ist zunächst, dass der Turm nicht am Schnittpunkt der beiden Straßen steht, sondern sozusagen den Auftakt des Gebäudes mit Orientierung zur Innenstadt bildet. Eyecatcher ist aber nicht nur der markante achtgeschossige Turm, sondern auch die schwarze gläserne Fassade, versehen mit geknickten Aluminium-Lisenen, die vertikal versetzt so angeordnet sind, dass man beim Vorbeifahren eine Wellenbewegung wahrzunehmen glaubt – sie „tanzt“ quasi auf und ab. Daher stammt wohl auch der Name „Trikot Office“, da die Fassade das Gebäude straßenseitig umschließt wie ein enganliegendes Trikot. Es ist wohl so, dass Häuser, die als Landmarke fungieren, automatisch einen Namen „verliehen“ bekommen, wie etwa die „Schwangere Auster“ von Hugh Stubbins in Berlin.

Der Trikot-Entwurf stammt vom Münchner Architekturbüro Goetz und Castorph. Die Architekten hatten 2011 den Wettbewerb für sich entscheiden können und Errichter war die Immobiliengruppe „Münchner Grund“. Ein Edeka Supermarkt besetzt das Gartengeschoss, darunter liegt die Tiefgarage. Im Erdgeschoss zog ein Restaurant ein, das von der Landsberger Straße und vom Innenhof her zugänglich ist. Die übrigen Gebäudeteile und Etagen werden von Büros verschiedener Firmen und von Arztpraxen genutzt. Die Mietfläche umfasst insgesamt 13.000 m2.
Von außen nimmt man die Kubatur des Komplexes zunächst nicht wahr. An der Landsberger Straße schließt sich vom Turm aus gesehen, ein flacheres Gebäude mit nur fünf Geschossen in westlicher Richtung an. Ein nach Süden ausgerichteter gleich hoher Flügel knickt an der Elsenheimer Straße ab und schließt unmittelbar an ein Bestandsgebäude an. In der Mitte dieses Gebäudeteils befindet sich die Einfahrt zur Tiefgarage und ein paar Stufen führen hinauf in einen Innenhof, der mit einigen Bäumen in der Mitte geschmückt ist und eine Art Ruheoase bildet. Hier bietet auch das Restaurant in der warmen Jahreszeit Plätze im Freien an. Der Gebäudekomplex schließt hier mit zwei unterschiedlich hohen parallel zur Landsberger Straße verlaufenden Bürohäusern ab. Den Architekten gelang ein trotz seiner Masse in seiner Außenwirkung erstaunlich leicht wirkender hochmoderner Gebäudekomplex, der zudem das Gütesiegel der DGNB in Silber verliehen bekam und beim „Best Architects Award 18“ ausgezeichnet wurde.

www.goetzcastorph.de
Architekten: Goetz Castorph www.goetzcastorph.de Fotos: Michael Heinrich mehr

Architekten:

Goetz Castorph
www.goetzcastorph.de

Fotos:

Michael Heinrich