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Ein Einfamilienhaus im 5. Stock

Maßgeschneiderte Lösung zum Wohnen in der Stadt

In Eppendorf gelang Ulrich Hahnefeld und Stephan Schrick vom Hamburger Büro SHE Architekten ein... mehr
In Eppendorf gelang Ulrich Hahnefeld und Stephan Schrick vom Hamburger Büro SHE Architekten ein besonderer Coup zur Ver­­dichtung der Stadt. Ein Gebäude, das in den 1950er Jahren eine Bombentreffer-Baulücke mit Rotklinkerfassade und Giebeldach schloss, wurde umgebaut und saniert. Durch den Abriss des Dachs entstand im 5. Stock quasi eine neue Grundstücksfläche in zentraler, urbaner Lage. Die beiden Architekten entwarfen eine individuelle und großzügige Wohnung als Hybrid zwischen Geschosswohnungsbau und Einfamilienhaus, als raffinierte Synthese der Verwebung mit dem Bestand und der Differenzierung der Gestaltung als kontrastierende Ergänzung.

Reminiszenz an ein Einfamilienhaus sind Frei­flächen und geneigte Dachflächen. Sie bestimmen die Wahrnehmung von außen und das Raumerlebnis von innen. Sie ergeben unterschied­liche Belichtungssituationen im Tageslauf. Der zentrale Flur schafft eine über 25m lange Sichtachse durch den Wohnraum und die Terrasse über die Dächer der Stadt. Durch Oberlichter rhythmisiert, fängt er die Westsonne ein und reflektiert das Licht über geneigte Flächen in den Innenraum. Durch mobile Wandelemente kann ein individueller Raumverbund zwischen Eingangshalle, Wohnraum, Küche und Flur gestaltet werden.

Es gibt eine Frühstücksterrasse nach Osten vor der Küche und eine große Westterrasse zur Abendsonne. Elemente des Geschosswohnungs­baus finden sich im städtebaulich nötigen Rücksprung des Staffelgeschosses. Er ist gestalteter Zwischenraum zur Stadt. Mit der festen Brüstung entsteht ein geschützter, privater Raum im Übergang zum Stadtraum. Im Anschluss an die gründerzeitliche Blockrandbebauung verwischen die Fassaden den Unterschied zwischen Bestands- und Neubau.

Hochwertige, aber zurückhaltende Materialien und Oberflächen sollen das Spiel der Flächen und Räume unterstützen. Durch Zusammenführung von Volumen und Raumkanten von senkrechten Wänden, geneigten Dachflächen und Lichtvouten (linienartig geführtes, indirektes Licht) entstanden besondere räumliche Lösungen. Sowohl die Kontraste zwischen natürlicher Belichtung und gestaltetem künstlichen Licht als auch die gefassten räumlichen Situationen im Gegensatz zum offenen Raum und der Weitsicht bis in den Stadtraum prägen diese außergewöhnliche Architektur.
www.she-architekten.com
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