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Struktur und Träumen

Ein ehemals schattiger Garten wird zum lebendigen Lebensraum für Menschen, Tiere und Insekten

„Struktur und Ordnung – Plätze zum Verweilen und Träumen: Wir freuen uns jeden Tag erneut, wie... mehr

„Struktur und Ordnung – Plätze zum Verweilen und Träumen: Wir freuen uns jeden Tag erneut, wie wunderschön der Garten geworden ist. Für uns ist er nun unser Secret Hideaway“, freuen sich die Bauherren. Dabei schienen ihre Wünsche zunächst schwer vereinbar: Eine formale Gartengestaltung mit Bonsais sollte mit englischen Duftrosen, üppigen Hortensien- und Staudenbeeten sowie einem viktorianischen Brunnen und vorhandenen Steinskulpturen kombiniert werden. Zudem fand das Planungsbüro Blum+Scherer einen stark beschatteten und strukturlosen Garten vor. Dennoch gelang es den Planerinnen, ihn in einen lebendigen Lebensraum für Menschen, Tiere und Insekten zu verwandeln.

In Absprache mit den Bauherren reduzierten sie den Baumaufwuchs so, dass ein luftiges Blätterdach mit facettenreichem Sonnen- und Schattenspiel entstand. Einen großen Amberbaum verpflanzten sie gar an einen zentralen Standort, wo er im ersten Herbst die Bewohner mit schönem Herbstlaub überraschte, das sich am neuen Standort überreich zeigte. Außerdem entwickelten die Landschaftsarchitektinnen ein formales Gartenkonzept mit Elementen klassischer Gartenkunst, das im Einklang mit dem aus der Gründerzeit stammenden Wohnhaus steht. Bei den befestigten Bereichen aus gebrauchten Grauwacke-Pflastersteinen, Basalt-Blockstufen und einem schmalen Kiesweg setzten sie auf Natürlichkeit und Nachhaltigkeit und achteten darauf, möglichst wenig Fläche zu versiegeln. Sie ergänzten die Pflanzstrukturen und schufen drei geometrische Gartenräume, die versetzt zueinander und auf unterschiedlichem Bodenniveau liegen. Vom Sitz- und Essplatz am Haus mit viktorianischem Steinbrunnen und Bonsaibäumchen führt der Weg durch den sonnigen Rosen- und Staudengarten in den luftigen Schattengarten mit dem alten Baumbestand. Im zweiten Gartenraum wurden die Bestandseiben stark eingekürzt, sodass auch hier viel Sonnenlicht auf das Rosen- und Staudenbeet fallen kann. Auf der historischen Gartenbank können Besucher den üppigen Duft der Rosen genießen. In der dritten und hinteren Gartenebene wurde zwischen zwei alten Koniferen der Blick auf das dahinter liegende Nachbarhaus mit einer immergrünen Magnolie geschlossen. Eingebettet in üppige Staudenbeete mit Herbstsilberkerze, Fingerhut, Elfenblumen, Schaumblüte und Funkien wird der Gartenbesucher immer wieder von Steinskulpturen und alten Bonsaibäumen auf Steinsockeln überrascht.

Entgegen des Trends zu puristischen Pflanzungen mit reduzierter Artenauswahl setzten die Planerinnen den Wunsch nach einer üppigen romantischen Bepflanzung aus Laubbäumen, Blütensträuchern, Stauden und Gräsern um, die einerseits immer wieder neue Farbharmonien schafft und andererseits ganzjährig wirksam ist. Über 1.000 Blumenzwiebeln setzen bereits im Frühjahr erste Farbtupfer, die bis zum Spätherbst mit einer kräftigen Laubfärbung von dem Amberbaum und verschiedenen Ahornarten erhalten bleiben. Immergrüne Heckenstrukturen, wintergrüne Stauden und Gräser setzen im Garten während des Winters lebendige Akzente.

www.blum-scherer.de

Fotos:

Evelyn Kopp

(Erschienen in Frankfurt 01|22)

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