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Grosses Strömungstheater

Der neue Hauptbahnhof von Arnheim ist ein hochdynamischer Ort des Transits

Eine knappe Stunde Fahrt mit dem ICE von Düsseldorf entfernt liegt die holländische Grenzstadt... mehr
Eine knappe Stunde Fahrt mit dem ICE von Düsseldorf entfernt liegt die holländische Grenzstadt Arnheim. Nach fast fünfzehn Jahren Planung und Bau ist nun der letzte Streich des neuen Bahnhofs eingeweiht: Die neue Empfangshalle, die sich als biomorph gekrümmter Monocoque über 60 m stützenfrei aufspannt, kreiert wunderbares „Strömungstheater“. Während zwei Wirbelstützen, die die Konstruktion tragen aber auch mit ihr ganz verwachsen scheinen, den Blick spektakulär in die Höhe zwirbeln, manövrieren die Boden- und Balkonrampen den urbanen Nomaden geradezu intuitiv durch den Raum.

Kompakt, auf äußerst kurzen Wegen werden die vier verschiedenen Niveaus erreicht, auf denen Park- und Fahrraddecks, ein Indoor-Omnibusbahnhof, die Zugplattformen oder ein Kongresszentrum mit den angeschlossenen Taxi- und Kiss & Ride-Zonen liegen. Dank ihrer verdichteten Vernetzung und der komplexen porösen Raumstruktur sind diese Umstiegsziele in fast ständiger Sicht- und Laufweite, der Reisende kann sich permanent nach allen Seiten angebunden fühlen. Durch die großen augenartigen Öffnungen des Monocoque, der wie ein Bootsrumpf aus Stahlplatten geschweißt wurde, fällt dabei viel indirektes Tageslicht und auch die Bewegungsflüsse im Außenraum werden sichtbar: Durch die verschiedenen Bodenniveaus, zwischen die sich die Empfangshalle wie eine transitorische Schaltzentrale legt, setzt sich der Bahnhof auch jenseits der Zugänge fließend in eine modellierte Vorplatzlandschaft fort.

www.unstudio.com
www.arnhemcentraal.nu
Architekten: unstudio www.unstudio.com Fotos: Huftom + Crow www.huftonandcrow.com mehr

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Fotos:

Huftom + Crow
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