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Mut zur Gestaltung

Berliner Wohnungsbaugesellschaft realisiert in Köpenick wieder ein Wohnprojekt

Mit den 2015 fertig gestellten vier Bauten in Köpenick hat die Berliner Wohnungsbaugesellschaft... mehr

Mit den 2015 fertig gestellten vier Bauten in Köpenick hat die Berliner Wohnungsbaugesellschaft degewo nach zehnjähriger Pause erstmals wieder ein Wohnungsbauprojekt realisiert. Entstanden sind Wohnungen in Größen von 30 bis zu über 100 m², in denen sowohl Familien als auch Alleinstehende ein Zuhause finden. Für die Planung der vier Häuser waren die Architekten vom Büro Gewers Pudewill verantwortlich. Die auf dem 7.600 m² großen Grundstück neu entstandenen Wohnungen sind der Auftakt für eine Serie weiterer Neubauten, mit denen der Bezirk bezahlbaren Wohnraum schaffen möchte.

Die Herausforderung für die Architekten war es, im Rahmen der umfangreichen Vorgaben und der eingeschränkten finanziellen Mittel auch gestalterisch einen Akzent zu setzen. Die bis 2015 fertig gestellte Anlage gruppiert sich um einen grünen Innenhof herum. Ein langer Riegel schirmt die Wohnungen zur verkehrsreichen Joachimstraße ab. Dem gegenüber steht ein gleich großer Wohnblock direkt am Rand des Maria-Jankowski Parks. Die dazwischen liegenden Gebäude haben einen leichten Radius, wodurch die gesamte Anlage weniger statisch wirkt. Bei der Fassadengestaltung konzentrieren sich die Architekten auf das Zusammenspiel von Farben und Formen. Die eigens für das Projekt entwickelten, hellblau abgesetzten, abgerundeten Laibungen der Fenster optimieren den durch das WDVS eingeschränkten Blickfall. Die Architekten kombinieren stehende und liegende Farbfelder, was der Fassade eine starke Visualität verleiht. Die Balkone zum Innenhof sind bewusst nur wenig ablesbar gestaltet. Deren semitransparente Geländer aus weißem Lochmetall verschaffen den Bewohnern mehr Abgeschlossenheit und Sichtschutz.

Die Architekten nehmen die komplexe Ausgangslage an und realisieren ein durchgrüntes Wohnumfeld, das den Bewohnern viel Individualität bietet. Der zweite Bauabschnitt mit weiteren sieben Wohngebäuden ist derzeit im Bau. Die gewählte Gestaltungslinie soll sich in leicht abgeschwächter Form weiter fortsetzen. Am Ende entsteht eine komplette Siedlung, die einen eigenen Charakter und viel Lebensqualität bietet. Das Projekt möchte an die Tradition des Reformsiedlungsbaus in Berlin erinnern. Die Architekten setzen einen starken Impuls für eine grundlegende Diskussion darüber, wie sich der geförderte Wohnungsbau im 21. Jahrhundert gestalten lässt.

www.gewers-pudewill.de

Architekten: Gewers & Pudewill www.gewers-pudewill.de Fotos: Eberle & Eisfeld mehr

Architekten:

Gewers & Pudewill
www.gewers-pudewill.de

Fotos:

Eberle & Eisfeld