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Genial einfach

Drei Studiolofts in Friedrichshain zeigen ein stimmiges Zusammenspiel von Architektur und Möblierung

Das Projekt „Eckertstraße“ von Katja Söchting befindet sich in einem neuen, vom Berliner Büro... mehr

Das Projekt „Eckertstraße“ von Katja Söchting befindet sich in einem neuen, vom Berliner Büro Orange Architekten geplanten Gebäude mit 13 Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten in Friedrichshain. Die Inneneinrichterin war verantwortlich für den Innenausbau, die Küchenplanung und Möblierung der drei 40 m2 großen Studiolofts im separaten Gebäudeteil. Die Wohnungen bestehen jeweils aus einem Wohnraum und einem Schlafbereich, ausgestattet mit Einbauschrank. Zwischen den Bereichen befindet sich die Küchenzeile, das WC und Duschbad. Alle Wohnungen haben Zugang zu einer gemeinschaftlich genutzten Terrasse auf dem Dach.

Möbliert wurden die Räume mit Produkten von Nils Holger Moormann. Der in Aschau im Chiemgau ansässige Unternehmer gilt als einer der führenden Köpfe im deutschen Design. Seine Möbel sind genial einfach konzipiert, zeigen oft eine Prise Humor und kultivieren so einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil. „In die Architektur passen die puristisch gestalteten Möbel von Moormann gut rein“, meint Söchting. Moormann fertigt mit Vorliebe Möbel aus industriell gefertigten Plattenmaterialien wie Multiplex oder MDF. Man braucht weder Schrauben noch ein Werkzeug, um ein Moormann Möbel aufzubauen. Söchting wählt als Sitzgelegenheit den Pressed Chair des deutschen Designers Harry Thaler. An dem Stuhl lässt sich das Moormann Prinzip gut ablesen. Dessen Material ist ein einfaches industriell gefertigtes Stahlblech. Das Blech wird gelasert und dann in nur einem einzigen Arbeitsschritt gefaltet. Weitere Arbeitsgänge wie Schweißen, Verschrauben, Kleben entfallen. Die Stühle setzen das reine Material in Szene. Damit stehen sie für eine puristische Grundhaltung, die stark mit dem Sichtbeton der Räume korrespondiert. Mit ihrer ungewöhnlichen Formgebung sowie den kräftigen Farben wirken die Stühle einer rein nüchternen Anmutung entgegen. Sie zeigen viel Ausdruck und sorgen so für eine insgesamt frische, leichte Stimmung.

Die Küche hat die Einrichterin speziell für dieses Projekt entworfen und von einem Schreiner aus Neuruppin bauen lassen. Die kantig gestaltete Zeile ist aus schwarz beschichtetem Multiplex-Schichtholz gefertigt. Die Holzdielen am Boden sind geseift, eine Technik die vor allem in Skandinavien sehr verbreitet ist. Zusätzlich zur Auswahl der Möbel wurden bei ihrer Gestaltung lokale Akzente gesetzt. Im Bad lässt Söchting Fliesen verlegen, die die Berliner Designerin Anna Badur gestaltet hat. Beim Lichtkonzept arbeitet die Inneneinrichterin mit Leuchten des Herstellers Mawa. Die Lichtmanufaktur ist 1977 in Kreuzberg gegründet worden und heute ansässig in der Nähe von Potsdam.

www.katjasoechting.de

Innenarchitekten: Katja Söchting www.katjasoechting.de Fotos: Michael Tewes mehr

Innenarchitekten:

Katja Söchting
www.katjasoechting.de

Fotos:

Michael Tewes