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Denkfabrik in hellem Holz

Räume für eine Strategieagentur in Kreuzberg

An den Wochenenden pulsiert rund um die Kreuzberger Oberbaumbrücke das Nachtleben, unter der... mehr
An den Wochenenden pulsiert rund um die Kreuzberger Oberbaumbrücke das Nachtleben, unter der Woche dominieren kreative Dienstleister das Quartier. Am Spreeufer, gleich über dem Club Watergate nutzt die Strategieagentur diffferent drei Etagen einer ehemaligen Druckerei. Mit dem breiten Strom der Spree vor dem Fenster entwickeln hier rund 100 Mitarbeiter Strategien und Marktauftritte für Produkte von morgen – ein der klassischen Werbeagentur vorgeschalteter Think Tank also, wo sich Marktforschung, Soziologie und Kommunikationswissenschaften überschneiden und Reflektion so gefragt ist wie Kreativität. Das Büro raumstar architekten erhielt den Auftrag, das Gebäude für die Agentur umzubauen.

Funktionales Ziel war es, innerhalb des bestehenden Gebäudes Lobby, Empfang, Besprechungsräume und Büros räumlich schlüssig zu organisieren. Die 700 m² der Agentur sind auf drei Etagen verteilt. Mit dem Ziel einer unkomplizierten Verbindung zwischen Empfang im ersten und Konferenzräumen im zweiten Obergeschoss wurde die bestehende Geschoßdecke durchbrochen und ein aus Empfangsbereich und einer internen Treppe bestehendes Raumelement eingefügt. In den Bürozonen soll auf vielseitige Weise Kommunikation und ein Arbeiten der kurzen Wege begünstigt werden, offene Großräume wechseln sich mit abgeschirmten Bereichen ab. Neben klassischen Konferenzräumen sieht der Grundriss Orte für informelle Besprechungen vor.

Die Architekten setzten bewusst auf zurückhaltende Materialien: Weiße, von zierlichen Fugen gegliederte Wände, hellbraunes Linoleum, Birken-Schichtholz für kubusförmige Sitzbänke und die Möblierung der Mittelzonen. Weiße Flächen und helle Holztöne dominieren das Bild. Keine edlen Materialien und keine ausgefallen gestalteten Interieurs, mit denen vielleicht manche Werbeagentur ihre Besucher beeindrucken will.

„Das Architekturkonzept soll sich über längere Zeit bewähren“, erklärt Architekt Michael Kloos. "Wo sich Ideen und gedankliche Unabhängigkeit entfalten sollen, kann eine laute, aufgepeppte Innenarchitektur auch stören", sagt Kloos. Und für aktive Entspannung sorgt nicht etwa ein Kickertisch, sondern der agentureigene Gemüsegarten auf der 150 m² großen Dachterrasse. Jeder Mitarbeiter hat – unter gärtnerischer Anleitung – zwei Beete in Pflege. Nach dem Kundenmeeting die eigenen Kartoffeln ernten oder ein selbst gezogenes Radieschen essen – für Bildschirmarbeiter ein erfrischender Ausgleich, der dazu beiträgt, dass die Leute nicht ganz in den Denkschleifen von Marken- und Kommunikationskonzepten verloren gehen.

www.raumstar.de
Innenarchitekten Raumstar www.raumstar.de Fotos Udo Meinel Matthias Walendy... mehr
Innenarchitekten
Raumstar
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Udo Meinel
Matthias Walendy
www.matthiaswalendy.de