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Amerikanisch Essen, finnisch Sitzen

Mit Tapiovaara-Möbeln bietet das Deli in Mitte Food- und Designgenuss gleichermaßen

Das Mogg & Melzer in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße ist in den... mehr
Das Mogg & Melzer in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße ist in den Mittagsstunden immer rappelvoll. Man trifft hier auf die mittlerweile für Mitte so typische internationale Mischung aus jungen Leuten. Während nebenan im Pauly Saal die Prominenz Sterneküche genießt, geht es im Mogg & Melzer kulinarisch bescheidener zu. Im Mittelpunkt der Speisekarte steht ein deftiges, nicht gerade kalorienarmes Gericht, das man aus New York kennt: das Pastrami-Sandwich mit Krautsalat und Gurke. Pastrami ist ein geräuchertes und gewürztes Rindfleisch, meistens aus der Schulter. In der jüdisch-amerikanischen Esskultur wird die Pastrami als Brotbelag verzehrt. Die New York Times bescheinigte der Berliner Variante dieses Klassikers eine Qualität, wie man sie selbst in der Metropole am Hudson River nur selten antrifft.

Die beiden Betreiber Oskar Melzer und Paul Mogg haben ihr Lokal Ende 2012 als traditionellen Deli eröffnet. Sein Sandwich verspeist der Gast im Mogg & Melzer auf Stühlen und Tischen aus der Pirkka Serie von Ilmari Tapiovaara. Der 1999 verstorbene finnische Architekt und Designer ist eine der wichtigsten Figuren des europäischen Designs. Tapiovaara arbeitete für Alvar Aalto und Corbusier, stand in Kontakt zu Mies van der Rohe. Zu seinen Schülern zählt Eero Aarnio. Die Inneneinrichter kombinieren die Designklassiker mit Leuchten von Tom Dixon und Fotografien der amerikanischen Künstlerin Sharon Lockhart. Food-, Design- und Kunst ergeben im Mogg & Melzer eine stimmige Einheit, wie man sie in diesem Gastrosegment in Berlin immer noch zu selten findet.

www.moggandmelzer.com
Fotos: Steve Herud www.steveherud.com mehr