Lichtblick am Waldrand

Ein Einfamilienhaus wird eingerahmt von der Natur

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Eine junge Bauherrenfamilie hat viele Logenplätze in ihrem neuen Domizil am Waldrand und kann von dort zu jeder Jahreszeit die Natur genießen. Von Süden und Westen wird das rund 1.250 m² große Grundstück eingerahmt von hohen Bäumen. Im Winter, wenn das Laub abgefallen ist, erobert selbst die tiefstehende Sonne den Garten und im Sommer kommen die Rehe bis an den Gartenzaun. Auf der Morgenterrasse, deren Standort nach dem Lauf der Sonne ausgerichtet ist, können die Bewohner bis mittags wärmende Sonnenstrahlen einfangen.

Licht war aufgrund der Lage am Wald eines der zentralen Themen, das das Architekturbüro Hilger Architekten bei der Planung des Gebäudes im Fokus hatte. Eine weitere Herausforderungen stellte die Bauordnung dar, die nur ein eingeschossiges Gebäude in einem begrenzten Bereich des Grundstücks erlaubte. Dies galt es in Einklang zu bringen mit den Vorstellungen der Bauherrschaft nach viel Wohnraum. Aufgrund der Grundstückslage musste die Erschließung zudem über eine Ecke erfolgen. Aus diesen Vorgaben heraus entwickelten sich das Haus und die Details in der Planungsphase immer wieder neu, wurden mit den Bauherren besprochen, Ideen teils verworfen, andere weiterverfolgt. „Das ist eine spannende Phase für alle Beteiligten“, weiß Architekt Jörg Hilger, „wenn sich Ideen herauskristallisieren, konkret werden und letztlich das Gebäude zu einem Unikat werden lassen.“ Entstanden ist ein langer, rechteckiger Baukörper samt Dachgeschoss und Spitzboden, da diese nicht als Geschosse mitgezählt werden. Für die Fassade wurden Klinker verwendet, wobei die Vorsprünge dieser als Stilmittel zusätzlich Tiefe verleihen. Da die Erschließung, wie auf dem Lageplan ersichtlich, über die Diagonale erfolgt, wird diese durch das Haus fortgesetzt, bis sie schließlich im Luftraum und in dem dreieckigen Anbau mit einer farbigen Trespabekleidung mündet, der zugleich den Ausgang in den Garten markiert, und von dort aus bis zur Sonnenterrasse weitergeführt wird. Im Obergeschoss bietet eine über Eck verglaste Gaube einen grandiosen Blick in die Natur.

Im Erdgeschoss wurde durchgängig Granit verlegt. Im Dachgeschoss und Spitzboden, welche man durch eine als Sonderanfertigung gestaltete Wendeltreppe und Empore mit Geländer und interessanter „Leuchtenwand“ erreicht, befindet sich hochwertiger Parkettboden. Neben einem umfangreichen BUS-System und einer Fußbodenheizung wurden auch umfangreiche Sicherheitsanlagen installiert. Weiterhin verfügt das Gebäude über eine Photovoltaikanlage, die stets Südsonne bekommt, sowie eine Erdwärmepumpe.

www.hilger-architekten.de

Fotos:

Dirk Heine

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|21)

Architekten:

Hilger Architekten
www.hilger-architekten.de

Klinker:

Hagemeister
www.hagemeister.de

Fensterhersteller/-bauer:

Egon Herbert
www.herbert-fenster.de

Schreinerei (Türen):

Ochtruper Holzhandel B. Volkery
www.volkery.com

Bodenbelag/Bodenleger:

Oberzaucher Parkett- & Fußbodentechnik
www.oberzaucher.com

Heizungssystem:

Matschke
www.matschke-haustechnik.de

Schalter, KNX-Gebäudeautomation:

Elektro Niehoff
www.elektro-niehoff.de

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