Kurvenwunder

Entsprechend gestalterischer Leitideen entstand auf dem Riedberg eine Villa im „organic design“

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Im Rahmen eines geschlossenen Wettbewerbes entstanden auf dem Riedberg 30 Villen. Da der Riedberg ein sehr grüner Stadtteil ist – etwa ein Drittel der 266 ha großen Fläche entfallen auf Parks, integrierte offene Landschaftsflächen und verbindende Grünanlagen – entwickelte die Hessen Agentur Stadtentwicklungsgesellschaft das Projekt „Die Weißen Villen“. Um auf dem für „Die Weißen Villen“ vorgesehenen Areal modernes Wohnen im Grünen zu ermöglichen, gab es einige gestalterische Leitideen: Beispielsweise sollte „organic design“ auf den Einfamilienhausgrundstücken mit Größen zwischen etwa 670 und 900 m² verwirklicht werden. Statt streng-geometrischer und funktional erscheinender Linien charakterisieren also dynamische Rundungen und schwungvolle Wölbungen die Villen. Und, wie der Name „Weiße Villen“ bereits programmatisch ankündigt, prägt ein heller Grundton die zweigeschossigen Einfamilienhäuser.

Eines der Büros, die den Wettbewerb in Frankfurts jüngstem Stadtteil für sich entscheiden konnten, ist Earlybirds Architekten. Vier der Villen haben sie auf dem Riedberg realisiert. So auch die auf einem Grundstück am Westflügel, das gemäß Bebauungsplan mit einer Doppelgarage geplant wurde. „Die geschwungene, weiche Formensprache des neuen Domizils für eine vierköpfige Familie entspricht den Gestaltungsvorgaben der Stadt“, erläutert Dominik Richter, Architekt und einer der beiden Partner des Büros. Doch nicht nur das: Das Prinzip des „organic design“ setzt sich gewissermaßen im Innern fort. Organisch fließen hier die Räume ineinander, ermöglichen dabei jedoch Flexibilität und schaffen Orte für Intimität und Rückzug ebenso wie für Geselligkeit. Dabei zeigt sich die Fassade der großzügigen Villa zur Straßenseite bzw. in Richtung Norden zurückhaltender. Zum Garten und damit in Richtung Süden sind die Fenster jedoch raumhoch. Das sorgt nicht nur für eine optimale Belichtung im Inneren, sondern gewährleistet auch einen bestmöglichen Energieeintrag.

Haus und Garage haben einen weißen, mineralischen Außenputz erhalten, weiße Attikableche und innenliegende, nicht sichtbare Fallrohre. Auch der Sockel ist weiß. Die einheitliche Farbwahl betont in Verbindung mit den glatten Wandflächen den monolithischen Charakter der Villa. Bei den Fenstern wählten die Architekten grau-braune Holz- oder Alufensterrahmen, passende Alu-Jalousien garantieren Sonnen- und Sichtschutz. Bei einem Haus, für das die Natur so sehr Vorbild ist, darf natürlich Natur selbst nicht fehlen: Im Zentrum befindet sich ein großzügig begrüntes Atrium.

www.earlybirds-architekten.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|20)

Architekten:

Earlybirds Architekten
www.earlybirds-architekten.de

Schreiner:

Frohnapfel & Sohn Möbelwerkstätten
www.moebel-frohnapfel.de

Außenpool:

Wellness & fun Schwimmbadtechnik
www.schwimmbadtechnik-frankfurt.de

Sanitär, Heizung, Lüftungsanlage:

Carl Lucht Haustechnische Anlagen
www.carl-lucht.de

Elektrik:

Elektrotechnik Wraase-Will & Metzler
www.wraase-will.de

Smart-Home-System:

Loxone
www.loxone.com

Küche:

Bartelt Imperial
www.kuechentraeume-bartelt.de

Außenanlagen:

Galat
www.galat-gmbh.de

Einfriedung, Gartenmauer:

Kleemann Betonmanufaktur
www.kleemann-beton.de

Schlosserarbeiten:

Edetec Edelstahltechnik
www.edetec-edelstahl.de

Trockenbau (Malerarbeiten, Tapezierer, Fliesen):

DP Trockenbau
www.dpb-gmbh.de

Treppe:

Wolfgang Diehl Treppenbau
www.treppenbau-diehl.de

Fenster:

Voss
www.voss-ideen.de

Dach:

Spenglerei Heinrich
www.spenglerei-heinrich.de

Fotos:

Martina Pipprich
www.martina-pipprich.de

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