Gut verzahnt

Erweiterungsbau schafft Raum für Büros, Labor- und Technikumsflächen

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Das Wachstum des Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme (IMM) in Mainz erforderte mehr Platz. Da es in den ursprünglichen Instituts-, Forschungs- und Laborräumen keine Erweiterungsmöglichkeiten gab, wurde ein Erweiterungsbau geschaffen. Städtebaulich haben Dewan Friedenberger Architekten diese neue und zusätzliche Nutzfläche von ca. 2.000 m² südlich des Bestandsgebäudes angegliedert.

Der Neubau beherbergt nun wichtige Hauptnutzflächen wie beispielsweise Büros, Labor- und Technikumsflächen. Seine vorgesetzte und hinterlüftete Pfosten-Riegel-Fassade besteht aus gekanteten und gelochten Metallblechen und differenziert dabei die dahinterliegenden Funktionen. Im Bereich der Büros beispielsweise verfügt die Fassade über eine natürliche Be- und Entlüftung zur Nachtauskühlung sowie fahrbare Schiebeelemente im Bereich des Foyers und der Besprechungsräume im Obergeschoss. Über einen Verbindungsgang dockt dieser Bau direkt an das Bestandsgebäude an. Der repräsentative Eingangsbereich bildet dabei zugleich den Knotenpunkt zwischen Alt- und Neubau. Angrenzend an die Eingangshalle liegen im 1. Obergeschoss Ausstellungs- und Kommunikationsbereiche sowie flexibel schaltbare Besprechungsräume mit Einsicht in die Technikumshalle. Im östlichen Teil des Gebäudes sind in beiden Geschossen die Forschungs- und Entwicklungslabore mit vorgelagerten, durch Ganzglastrennwände verbundene Gruppen- und Einzelbüros untergebracht. Raumhohe Fassadenverglasungen lassen Tageslicht bis tief in das Gebäude und ermöglichen Ausblicke ins Freie. Große Oberlichter versorgen sowohl die Halle als auch die Büros mit Tageslicht.

Die zweigeschossige Technikumshalle liegt zentral im Gebäude und gewährleistet eine enge Verzahnung der Arbeitsabläufe mit den Laboren und Büros. Der stützenfreie Bereich des Technikums wird mit einer 5-Tonnen-Kranbahn überfahren und kann flexibel für unterschiedlichste Versuchsaufbauten genutzt werden. Großcontainer mit einer Länge von bis zu 12 m können dank dieser Bauweise der Halle und dem 6 m breiten und 4 m hohen Hallentor in das Technikum eingebracht werden. Lager, Technikräume und ein Dunkellabor für Lasertechnik liegen im Untergeschoss, Lüftungsanlage und Kühlung befinden sich in einer eingehausten Dachzentrale.

www.df-architekten.de

Fotos:

Maria Pasvantova
www.map-muc.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 04|22)

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