Offenheit als Leitmotiv

Historischer Charme im modernen Kontext

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Gesehen, verliebt, gekauft. Das Bauhaus aus dem Jahre 1929 hatte es den heutigen Eigentümern direkt angetan und so dauerte es nicht lange, bis der Kaufvertrag unterschrieben war. Bis das Ehepaar jedoch einziehen konnte, verging eine Weile. Grund hierfür waren Umbauarbeiten, die das Wunschobjekt zum persönlichen Traumhaus machen sollten. „Bei allen Veränderungen war es uns ganz wichtig, dieses wunderschöne Bauhaus in seinem Charakter zu erhalten und es im Sinne der ursprünglichen Architektur unseren Wünschen anzupassen“, erklärt Wolfgang Sigg.

Was den Entwurf besonders auszeichnet, ist die Offenheit und das Miteinander aller Bereiche. Die Innenbereiche des Hauses sollten bestmöglich miteinander verbunden sein, um so im ganzen Haus zu leben und viele schöne Orte beziehungsweise Blickachsen zu erhalten. Als Beispiel für diesen Leitgedanken seien die ersten beiden Geschosse genannt, die so miteinander verbunden wurden, dass sie als ein Raum erlebt werden können. Dazu trägt unter anderem auch die freitragende gefaltete Holztreppe bei, die nur an zwei seitlichen Befestigungspunkten in der Wand verankert ist. Neben der Offenheit und der grafischen Architektur mit all seinen Linienführungen und Verbindungen sind als weiteres Entwurfsmerkmal die Festeinbauten zu nennen. Indem die gesamte Möblierung auf allen Geschossen im Sichtbeton integriert wurde, konnten die Bauherrn auf eine klassische Möblierung mit Schränken, Sideboards und Regalen verzichten.

Um dem urprünglichen Charakter des Hauses den nötigen Raum zu geben, entschieden sich die Bauherren, historische Elemente wie die Treppe mit Handlauf ins zweite Obergeschoss zu integrieren. Zudem befindet sich ein Kunstwerk, das Campendonk zugeschrieben wird, im Eingangsbereich. Das ursprüngliche Bodenmosaik findet sich nach wie vor im ersten Obergeschoss wieder – genauso wie die Bestandsdielenboden im zweiten Obergeschoss. Aufgrund des Klinkers kamen im Innenbereich nach Möglichkeit atmungsaktive Dämmplatten, die gespachtelt und angestrichen wurden, zum Einsatz. Während im Erd- und im ersten Obergeschoss eine Fußbodenheizung für wohlige Wärme sorgt, ist im zweiten Obergeschoss eine Wandheizung installiert. Ein besonderes Highlight ist das offene Badezimmer, das komplett in schwarzem Schiefer gehalten ist. Ebenso wie die Faltschiebeanlage im zweiten Obergeschoss, die das Öffnen der kompletten Gebäudeecke ermöglicht. Mit der Küche als Festeinbau in Sichtbeton und mit Fronten aus geschwärztem Stahlblech ist im Erdgeschoss neben dem Kunstwerk von Campendonk ein weiterer Hingucker in diesem besonderen Gebäude zu finden.

Fotos:

Schwitzke GmbH

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|22)

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