Top Lage – vornehmer Name

Embassy – eine neue Wohnanlage am Köllnischen Park

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In einer Top Lage der Hauptstadt wurde kürzlich eine umfangreiches Wohnprojekt fertiggestellt, das zwar eine komplette Wohnanlage darstellt, aber nach außen wirkt, als handle es sich um sechs eigenständige Wohnhäuser mit jeweils eigenem Charakter. Die adressbildende Lage ist am Köllnischen Park, einer denkmalgeschützten Grünanlage, die auf eine alte Stadtbefestigungsanlage aus dem 17. Jahrhundert zurückgeht. Der Park liegt direkt um die Ecke des Ensembles, das die entwerfenden Architekten Tchoban Voss Embassy genannt haben. Es liegt zwischen der Köpenicker Straße im Süden und der Rungestraße im Norden, ganz nahe der Spree. Mehr Mitte geht nicht: Zu Fuß erreicht man den Alexanderplatz in wenigen Minuten. Die umliegenden Botschaften haben dem Wohnquartier wohl den Namen Embassy gegeben. Insgesamt entstanden auf einer Fläche von 22.774 m² 133 Wohnungen, einige davon barrierefrei. Im Erdgeschoss befinden sich vier Gewerbeeinheiten, je zwei in den Eckgebäuden Haus A und Haus F, die völlig unterschiedlich sind – großstädtisch vornehm an der Rungestraße im Norden, eher technisch anmutend südlich an der Köpenicker Straße.

Die anspruchsvolle Ausstattung lässt sich bereits an den Fassaden ablesen: Lochsteinfassaden aus Naturstein und Klinkern in unterschiedlichen, dezent-natürlichen Farbtönen wechseln sich ab und greifen die für Berlin typische Materialität und Farbigkeit der Umgebungsarchitektur auf. Die Diversität der sechs Teilbauten, die ein Ganzes bilden, ist überzeugend ausgeführt, teils durch unterschiedliche Attikahöhen, teils durch verschiedene Materialien der Straßenfassaden. Sechs Vollgeschosse plus ein Staffelgeschoss beinhalten den Wohnungsmix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen mit einer maximalen Größe von 160 m². Straßenseitig sind die Wohnungen mit französischen Fenstern ausgestattet. Auf der Rückseite gibt es für nahezu jede Wohnung einen auskragenden Balkon mit Blick auf den grünen Innenhof. Das Staffelgeschoss verfügt über Dachterrassen, das darüber liegende Flachdach ist begrünt. Löblich ist hier eindeutig das Bestreben, anstatt eines glatten gleichförmig aussehenden Wohnblocks eine individuelle Wohnlandschaft virtuos zu gestalten. Es könnte sich sozusagen um einen gewachsenen Straßenzug handeln, der zu unterschiedlichen Zeiten entstanden ist. Besonders hervorzuheben sind die extravaganten schmalen und hohen hölzernen Eingangstüren, die über fast zwei Geschosse reichen. Damit wird deutlich, dass jedes der einzelnen Häuser individuell erschlossen wird und nicht etwa einzelne Treppenkerne und lange Flure zu den jeweiligen Wohnungen führen.

www.tchobanvoss.de

Fotos:

Roland Halbe
www.rolandhalbe.eu

(Erschienen in CUBE Berlin 04|21)

Architekten:

Tchoban Voss
www.tchobanvoss.de

Projektsteuerung:

WasE-Bau
www.wase-bau.de

Generalunternehmer:

Lupp
www.lupp.de

Ausführungsplanung:

Ardoris
www.ardoris.de

Landschaftsplaner:

Nolte | Gehrke Landschaftsarchitekten
ng-la.de

Brandschutz:

Krebs+Kiefer Ingenieure
www.kuk.de

Haustechnik:

Müller Ingenieurgesellschaft
www.muelleringenieure.com

Interieur:

Design Alchemists
www.designalchemists.de

Klinkerbau:

Drantmann Klinker
www.drantmann-holding.com

Klinker:

Janinhoff
www.janinhoff.de

Naturstein/Fassade:

Stone Alliance
www.stone-alliance.de

Sonnenschutz:

Warema
www.warema.de

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