Transparente Leichtigkeit

Der neue Hauptsitz eines Energieversorgers in Willich gibt sich offen und flexibel

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Modern, offen und nachhaltig präsentiert sich der neue Firmensitz der Stadtwerke Meerbusch Willich. Das von Schrammen Architekten aus Mönchengladbach geplante dreigeschossige Bürogebäude wurde am Standort des ehemaligen Stahlwerk Becker in Willich errichte. Dort ist in den letzten 20 Jahren ein vielgestaltiger Gewerbepark mit moderner Architektur, aber auch restaurierten Industriedenkmalen entstanden.

Das neue Bürogebäude befindet sich in einem Gebiet, in dem besonders viele historische Bestandsgebäude mit charakteristischer Backsteinfassade stehen. Die baurechtliche Vorgabe für den Neubau war dann auch, Backstein in einem bestimmten Prozentanteil bei der Fassade zu verwenden. Um ausreichend viel Flexibilität zu gewährleisten, sollte das Gebäude jedoch komplett aus Glas errichtet werden. Deshalb entwickelten die Architekten eine Konstruktion, die sich vor die Glasfassade setzen lässt. Sie verfügt über flexibel hängende Elemente aus Keramik, die nach vielen Farbreihenversuchen in einem Beige- und einem Rotton ausgeführt wurden. Auf diese Weise spiegelt das Gebäude die charakteristische Farbpalette von Klinker wider und fügt sich harmonisch in die farbliche Gestaltung des umliegenden Gewerbeparks ein. Ein weiteres hervorstechendes Element dieses Gebäudes ist die Verbindungstreppe: So werden alle Besucher:innen und Mitarbeiter:innen im Inneren von einem zentralen, offenen Treppenhaus begrüßt – einer Art Markplatz, der allen Bereichen übergreifend zur Verfügung steht und auch als Treffpunkt und Kommunikationszone dient. Bereits im ersten Entwurf war klar, dass an dieser Stelle eine gewendelte Treppe mit einer äußerst amorphen Form geplant werden sollte. Diese Idee wurde bis zur Ausführung aufrechterhalten. Sie drückt sich in geschwungenen organischen Linien aus, betont die Themen Leichtigkeit und Transparenz und soll die Arbeitsweise und Außenwirkung des Unternehmens zum Ausdruck bringen. Die räumliche Offenheit setzt sich entsprechend in den Büroflächen fort: Das moderne Bürokonzept sieht auf 3.500 m2 Nutzfläche viele offene Bereiche für Kommunikation, kreatives Arbeiten und flexibles Team-Working vor. Für Besprechungen, vertrauliche Telefonate oder fokussiertes Arbeiten können spezielle kleinere Räume genutzt werden. Passend zum Kernaufgabengebiet der Stadtwerke ist Energieeffizienz des Gebäudes nicht nur eine Qualität des Gebäudes – sie wird hier für Besucher:innen auch ganz anschaulich: Diese können die vom Energieversorger eingesetzten zukunftsweisenden Technologien – etwa Photovoltaikmodule für die häusliche Stromerzeugung und Elektromobilität oder die Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung sowie die Brennstoffzelle zur Warmwasserbereitung – direkt vor Ort kennenlernen.

www.schrammen.info

Fotos:

Philip Kistner
www.philipkistner.com

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|23)

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