Bauen für die Zukunft

Der Prototyp eines Einfamilienhauses versucht auf die Klimakrise zu antworten

Haus_J_04_15_700pixel

Hier geht es einmal mehr um die Zukunft des Bauens – ressourcenschonend, klimaneutral und nachhaltig. RSV (Richarz Schulz Verem)Architekten aus Gröbenzell fühlen sich verantwortlich, diesen Prämissen bei ihren Entwürfen Rechnung zu tragen. Bei der Planung für einen Neubau berücksichtigte das Büro in Pasing all diese Kriterien. Ein Ehepaar wünschte sich – sozusagen als Austragshaus – am ehemaligen Standort der zum Bestandshaus gehörenden Garage ein ergänzendes Gebäude. Dieses sollte prototypisch für nachhaltige Bauweise sein. Auf der baurechtlich zulässigen Fläche steht nun ein auf den ersten Blick bescheidenes dreigeschossiges Holzhaus – in das viele Überlegungen eingeflossen sind, um dieses möglichst zukunftsfähig zu errichten. Das Konzept für das Haus wurde aus den zu erfüllenden Anforderungen heraus entwickelt: Es sollte möglichst wenig neue Fläche versiegelt werden. Der Fußabdruck des Gebäudes beträgt 38 m2 bei 88 m2 Wohnfläche. Das Haus wird von drei Personen bewohnt. Dass auf einen Keller vezichtet wurde, minimiert den Einsatz von Beton, der in der Herstellung aufwändig ist. Das gesamte Erdgeschoss kann abgeteilt und als separate Wohnung genutzt werden. Es ist möglich auf verschiedene Nutzungszyklen (Familiengründung, -erweiterung oder -verkleinerung bis auf eine ggfs. pflegebedürftige Einzelperson) zu reagieren. Das erste Obergeschoss beherbergt den Wohn- und Kochbereich. Das Stockwerk darüber wird als Schlaf- und Arbeitsraum genutzt. Im Erdgeschoss ist ein barrierefreies Bad und ein weiteres Zimmer untergebracht. Eine Terrasse auf dem Dach der neuen Garage ermöglicht den privaten Außenbezug. Die Fenster sind in der Regel geschosshoch und liegen einander gegenüber, um maximalen Lichteinfall, Durchlüftung und Durchblick zu ermöglichen. Trotz kleiner Wohnfläche entstehen so ein großzügiger Raumeindruck und ein Sichtbezug in den Außenraum.

Aufgrund der Holzkonstruktion konnte die Fassade energetisch und flächenmäßig optimiert werden, sodass die Wohnfläche trotz der kleinen Baufläche mögichst groß geplant werden konnte. Die kompakte Bauform, die gute Wärmedämmung der Wände, des Bodens, der Fenster und des Daches sowie die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung minimieren die Wärmeverluste und damit den Energiebedarf für die Heizung. Schadstofffreie und recyclinggerechte Materialien waren weitere Parameter einer nachhaltigen Bauweise. Das Haus wurde für eine regenerative Stromerzeugung ertüchtig. Auf dem asymmetrischen flachen Satteldach, das fast einem Pultdach gleicht, wurden Photovoltaikpaneele angebracht, die etwa 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs abdecken. So erreicht das Haus den Standard eines KfW-Effizienzhauses 40+. Alle aufgezählten Komponenten sind Prämissen für eine nachhaltige Gebäudekonzeption.

www.richarz-schulz-verem-architekten.de

Fotos:

Henning Köpke
www.henningkoepke.de

(Erschienen in CUBE München 01|23)

Architektur:

Richarz Schulz Verem Architekten
www.richarz-schulz-verem-architekten.de

Holzbau:

Freisinger Holzbau
www.freisinger-holzbau.at

Fenster, Sonnenschutz, Glasbrüstung, Haustür:

Freisinger Fensterbau
www.freisinger.at

Elektro:

KW Kriechbauer Weber Elektrotechnik
www.kweffb.de

Photovoltaik-Anlage:

Krasniqi
www.krasniqi-solar.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Henne Heizung Lüftung Sanitär
www.hennegmbh.de

Schreinerei:

Schreinerei Würzburger
www.schreinereiwürzburger.de

Schreinerei (Terrassenroste):

Schreinerwerkstätten Mayr-Schütz
www.mayr-schuetz.de

Schlosserei:

Mit Bestle
www.mitbestle.com

Außenanlage:

Garten und Landschaftsbau Kleeblatt
www.galabau-kleeblatt.de

Nothing found.

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Bewahrt durch Wandel

Sanierung als Statement moderner Wohnkultur: lichtdurchflutet, offen, elegant

Nothing found.

2021_03_Leonine_Neue-Siederei_-C-Laura-Thiesbrummel-0253_15_700pixel

Im Schmelztiegel

Neue Arbeitswelten für eine Münchner Mediengruppe

Kegel, Kelch oder Trichter

Die neue HVB Kinderkrippe im Arabellapark ergänzt das Ensemble des HVB-Towers

MD_SchwabingerTor_084_A4_15_700pixel

Das Tor zum Schwabinger Tor

Die Wiederkehr des Chicagoer Ur-Hochhauses in heutiger Interpretation

CBA_-C-Bernd-Ducke_Projekt-ACC__0EG17_1_15_700pixel

Die Zukunft beginnt jetzt

Die neuen Arbeitswelten eines Beratungsunternehmens bieten interessante Farb- und Materialwelten

Ruth-Drexel2-51_19_700pixel

Prinz-Eugen-Park Privat

Nach dem städtischen Teil des Prinz-Eugen-Parks folgt der private Teil für Eigentümer

Gemeinsam statt einsam

Zukunftsweisendes Wohnprojekt mit dem Prädikat „KlimaKulturKompetenz”