Vielfältiges Gemeindeleben

Die Neuordnung rund um die Emmauskirche in Wilhelmsburg sichert die Zukunft des Standortes

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Nach langen und intensiven Diskussionen hatte sich die evangelisch-lutherische Reiherstieg-Kirchengemeinde in Wilhemsburg entschlossen, die Paul-Gerhardt-Kirche von 1961 einschließlich des Gemeindehauses an der Georg-Wilhelm-Straße aufzugeben und die Gemeindearbeit am Standort der Emmauskirche in der Mannesallee zu bündeln. Die Emmauskirche war 1896 geweiht und das kriegszerstörte Kirchenschiff 1954 durch einen Neubau ersetzt worden. Im Sinne der Zukunftssicherung wurde für die nun notwendige städtebauliche Neuordnung und die hochbauliche Realisierung ein Wettbewerb ausgelobt mit der Auflage, den Neubau des Gemeindehauses als Anbau an die Kirche und die Kita als separaten Solitärbaukörper auf dem Gemeindegrundstück neben den historischen Pastoratsgebäuden auszubilden. Durch den Verkauf des Areals an der Georg-Wilhelm-Straße an den Bauverein Reiherstieg zum Bau von Wohnungen konnte die Neugestaltung und der Ausbau des Standortes an der Mannesallee finanziert werden.

Das Büro PPP Architekten + Stadtplaner gewann den Wettbewerb mit dem Entwurf, das Gemeindehaus als schlichten eingeschossigen Baukörper an die Nordfassade der Kirche „anzudocken“ und über ein Foyer mit der Vorhalle der Kirche zu verknüpfen. Durch den Verzicht auf große architektonische Gesten wird der denkmalgeschützten Kirche mit Respekt begegnet. Die Fassade aus vorgehängten Ziegelplatten und Fensterbändern mit Cortenstahl-Faschen verbindet den Neubau trotz klarer und schnörkelloser, zeitgenössischer Gestaltung über die Materialität und die Farbgebung mit der neogotischen Bestandsfassade.

Die Vorhalle wurde von störenden Einbauten befreit und durch den Einsatz von Deckensegeln raumakustisch aufgewertet. Im Rahmen der neuen Anbindung des Gemeindehauses an die Vorhalle wurde das Betondickglasfenster aus der Zeit des Wiederaufbaus des Kirchenschiffes saniert und von der Nord- auf die Südseite verlegt. Die Kita reiht sich durch ihre Maßstäblichkeit und Materialität als neuer Baustein harmonisch in das umgebende Ensemble aus zweigeschossigen Solitärbauten ein. Der Baukörper wird entsprechend der unterschiedlichen Funktionen in drei durch Erschließungsfugen voneinander getrennte Blöcke gegliedert und nach außen durch Auskragungen und Unterschnitte plastisch gestaltet. Große Fensterfronten lassen viel Tageslicht herein. Farblich akzentuierte, aus der Fassade ragende „Ausgucke“ sind bei den Kindern besonders beliebt.

www.ppp-architekten.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|20)

Architekten:

PPP Architekten + Stadtplaner
www.ppp-architekten.de

Küchenplanung:

Hagatec
www.hagatec.eu

Fassadenbekleidung:

AMS
www.mehr-aus-metall.de

Garten-, Landschaftsplanung:

arbos Freiraumplanung
www.arbos-online.de

Verglasung:

Glasmalerei Peters
www.glasmalerei.de

Fenstertischlerei:

Backmann Kunststoff-Bauelemente
www.backmann-fenster.de

Bautischler:

Die Elbtischler
www.die-elbtischler.de
Willi Curdt & Co.
www.curdt.de

Schlosser:

Florian Beyer & Juan Pablo Serra
www.blech-orange.de
Bolzmann + Dammers
www.bolzmann.de
WR-Schlosser
www.wr-schlosser.de

Raumausstattung:

Oliver Wagner Inneneinrichtung
www.oliver-wagner-inneneinrichtung.de

Orgelbau:

Paschen Kiel Orgelbau
www.paschen-kiel.de

Schließanlage:

Schlüssel Zentrale Süderelbe
www.schluesselzentrale.com

Haustechnikinstallation:

Wickenhäuser Haustechnik
www.wickenhaeuser-shk.de

Sanitärtechnik:

Uwe Warnecke Sanitärtechnik
www.uwe-warnecke.de

Elektroinstallation:

Harald Meyer Installationen
www.meyer-haustechnik.de

Landschaftsbauarbeiten:

Joachim Ehmcke & Söhne
www.ehmcke.de

Fotos:

Stephan Baumann
www.bild-raum.com

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