Stadtplatz mit vielen Inseln

Nutzerorientierte Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platz in Langenfeld

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Nach einer umfassenden Umgestaltung ist aus dem Konrad-Adenauer-Platz in Langenfeld ein attraktiver, begrünter und barrierefreier Stadtplatz geworden. Die Gründe für die Umgestaltung lagen in technischen, funktionalen und gestalterischen Defiziten des Platzes, aus denen sich zugleich die anvisierten Ziele ergaben: Eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität, eine neue Gliederung der Platzfläche und Barrierefreiheit. Damit dieser Platz nach seinem Umbau möglichst viele Nutzungsansprüche erfüllt, wurde die Öffentlichkeit von Anfang an eingebunden. So konnten die Bürger der Stadt an einer Ideen- und Planungswerkstatt teilnehmen und dort gemeinsam über die zukünftige Gestaltung diskutieren. Die Ergebnisse der beiden Werkstätten flossen in die weitere Planung und Umsetzung durch die Förder Landschaftsarchitekten ein.

Ein Mosaikteppich aus kleinformatigen Pflastern in unterschiedlichen Grautönen, der durch ein großformatiges Plattenband eingefasst und zugleich hervorgehoben wird, markiert die neue Platzmitte. Durch Erhalt und Ergänzung der vorhandenen Platanen entlang der längsseitigen Platzkanten wird die Mitte zusätzlich gestärkt. Bestehende Höhenunterschiede wurden ausgeglichen, großzügige Sitzmöglichkeiten sowie ein Wasserspielelement geschaffen und damit für eine hohe Aufenthaltsqualität gesorgt. Während im südlichen Bereich die Fläche für die Außengastronomie über eine großzügige Stufen- und Rampenanlage mit dem Rathausparkplatz und dem weiteren Umfeld verbunden ist, entstand im Norden ein großzügiger Entreebereich, der mit verschiedenen Spielgeräten ausgestattet als Aktions- und Bewegungsfläche fungiert.

Ob als Pflanzinseln für Gräser und Stauden, als Hochbeete mit Sitzmauern oder als Sitz- und Liegepodeste mit Holzauflage: Unterschiedlich gestaltete Zonen, die die Platzfläche durch ihre amorphe Form auflockern, verteilen sich über das gesamte Planungsgebiet. Für Spaß und Erfrischung in den Sommermonaten sorgt die Wasserinsel mit einem flachen Becken, einem Nebeldüsenfeld und einem Wasserfilm, der sich gleichmäßig über die „Insel“ zieht. Im nördlichen Bereich nehmen die Zonen die Spielnutzungen – einen interaktiven Spielbogen und einen Sandspielbereich – auf. Bei der Auswahl der Vegetation berücksichtigten die Landschaftsarchitekten vor allem ökologische, klimatische und standortspezifische Faktoren. Die Bepflanzung setzt sich aus Gräsern wie Hirschgras, Schneemarbel und Federgras sowie aus Stauden wie der gemeinen Schafgarbe, Mädesüß und der weißen Waldaster zusammen. Für die Baumpflanzungen kommen Platanen, französischer Ahorn und verschiedene Hartriegelarten zum Einsatz.

www.foerder-landschaftsarchitekten.de

Fotos:

Jan Ladwig
www.janladwig.com

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|22)

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