Schlicht, einfach und wirkungsvoll

Freiräume der Stadt als Wesensmerkmal gesichert und weiterentwickelt

_5_LUZ_Lauffen_Neckarufer_19_700pixel

Am Neckarufer mit Zabermündung trifft einiges aufeinander: zwei Flüsse, Stadt und Landschaft, Infrastruktur und Park, Kultur und Natur, Festplatz und Biotop, Hochwasserschutz und städtebaulicher Missstand, Geschichte und Gegenwart. Luz Landschaftsarchitekten reagierten auf diese komplexe Situation mit pointierten, im Grunde einfachen Maßnahmen, die jedoch viel bewirken.

Grundsätzlich wurden die Freiräume des Auftraggebers, die Stadt Lauffen am Neckar, als Wesensmerkmal gesichert und weiterentwickelt. Zum Teil zur Marke der Stadt, indem sich Soziotop und Biotop sowie Gestalt und Nutzung zu einem Ganzen fügen. Wesentlich sind die Bausteine des Freiraumkonzeptes im Kontext der städtischen Bebauung. Es werden Verbindungen und räumliche Zusammenhänge geschaffen sowie ein ganzes Quartier rückgebaut, um einen wirksamen Hochwasserschutz mit landschaftsarchitektonischen Mitteln der Geländegestaltung herzustellen. Entstanden sind auf diesem Wege gestaltete und vor allem nutzbare Freiräume.

Im ersten Schritt sollte die Festwiese, mitten in der Stadt und am Neckarufer gelegen, an Wert, Großzügigkeit und Nutzungsmöglichkeiten gewinnen. Möglich wurde dies durch eine angepasste Wegeführung sowie Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen an der Vegetation, sodass die ehemals versiegelte Fläche in der Stadtmitte heute sozusagen ein Garten ist. Durch Lichten des Baumbestandes und Absenken der Ufer entstanden Durchblicke und wahrnehmbare Zusammenhänge eines Raumes, der seinesgleichen sucht, nutzerisch aber unterschiedliche Bereiche beidseits der Zaber erhält. Die Aufwertung der Zabermündung und die Wegeführung über eine neu gebaute Furt stärken diesen Eindruck deutlich (Bilder oben). Die Zaber wird deutlich aufgeweitet; steile unzugängliche Uferböschungen wurden deutlich abgeflacht und damit die Erlebbarkeit und ökologische Vielfalt verbessert. In einem weiteren Schritt ist dies nach Westen fortgeführt worden. Durch die Umwandlung eines weitgehend bebauten Quartiers zum Lamparter Park mittels großflächiger Geländeveränderung und -gestaltung wurden großzügige Parkflächen geschaffen. Und zugleich ein wirksamer Hochwasserschutz quasi „nebenher“ ohne größere technische Bauten bewirkt. Wichtiger integrierter Bestandteil ist auch hier die Zaber, die umfangreich renaturiert und aufgewertet wurde. Der Abschnitt ist als Zwischenstand übergeben und nutzbar. Abhängig von den verfügbaren Grundstücken soll dieser bis zum Stand eines qualitätsvollen Randes des Stadtkerns zum Fluss hin fortgeführt werden.  

www.luz-landschaftsarchitektur.de

Fotos:

Luz Landschaftsarchitektur

(Erschienen in CUBE Stuttgart 01|22)

 

Nothing found.

Urbanes Wohnen neu gedacht

Die Architektur der „Heimatmole“ stärkt die Gemeinschaft

Offen und interaktiv

Ein Anbau in Ehrenfeld bietet urbanen Rückzugsraum mit viel Kontaktfläche

Kollaborativ und stimmungsvoll

Die neue Arbeitswelt eines Wohnungsunternehmens erscheint selbst wie ein Quartier

Kreativ-stilvolle Reduktion

Ein Japanisches Penthouse glänzt in schlichter Schönheit als Wohlfühlinsel

Nothing found.

Aus nüchtern wird wohnlich

Neugestaltung eines Hauses am Hang führt unterschiedliche Wohnebenen stilistisch zusammen

Raum für Körperkunst

Neugestaltung eines außergewöhnlichen Tattoo-Studios in Bausubstanz aus den 1970er-Jahren

Haus mit Charme

Eine über 100 Jahre alte Doppelhaushälfte wurde entkernt und wiederbelebt

CF008676_79_45_700pixel

Ruhe und Erholung

In dieser Villa am Hang steht die schwarz-goldene Küche im Mittelpunkt

Ku-che-Essen-_15_700pixel

Wertgeschätzt

Revitalisierung eines Bestandsgebäudes, dessen Struktur weitgehend erhalten wurde

04-Pool-Haus_700pixel

Prefabricated

Betonfertigteile dominieren die Erweiterung und Neustrukturierung eines Wohnhauses für zwei Generationen

Baurmann-Duerr-WH-S-Durlach-Swen-Carlin-063-DIN-A3-8bit-srgb_15_700pixel

Aus klein wird fein

Umgebautes und erweitertes Wohnhaus aus den 1960er-Jahren am Hang spielt sein Potenzial aus

Haus-Murat_int_05_15_700pixel

Holzhaus im Gründerzeitviertel

Zentrales Element des Wohn- und Geschäftshauses ist eine offene Treppe, die das Licht vom Dachfenster bis zum Eingang im Erdgeschoss leitet und…