Doppelhaus mit Alpenblick

Murnau ist um zwei lichtdurchflutete Domizile reicher

_MG_3491_Pano_19_700pixel

Die Künstlerkolonie des „Blauen Reiter“ hat es bekannt gemacht: Murnau, ein Städtchen, das zwischen Seen und ausgedehnten Moorflächen im Alpenvorland liegt und damit zu den attraktiveren Wohnorten gehört. Kein Wunder also, dass Grundstücke nicht lange auf einen Käufer warten müssen – wie auch in diesem Fall: Als das am Südhang gelegene bereits bebaute Grundstück angeboten wurde, zögerten die Bauherren die Kaufentscheidung nicht heraus und beauftragten anschließend das befreundete Büro Moosmang Architekten mit der Planung des neuen Domizils.

Da der Keller des bestehenden Gebäudes vollkommen durchnässt war, konnte der aus der Nachkriegszeit stammende Altbau nicht erhalten bleiben. Eine neue Idee musste her und sie wurde schnell gefunden: Es sollte ein Doppelhaus errichtet werden – mit dem grandiosen Alpenblick im Fokus. Um diesen nicht zu beeinträchtigen, entschieden die Bauherren, die vier Garagen auf Kellerebene in den Berg zu graben und begrünen zu lassen. Das Problem mit dem anfallenden Hang- und Schichtenwasser wurde mithilfe einer Betonwanne und einer Ringdrainage aus der Welt geschafft. Als Antwort auf das im Bebauungsplan geforderte Satteldach mit Ziegeldeckung entwickelten die Architekten eine sehr knappe, kubisch erscheinende Form. Dabei überspannt der Kubus des Obergeschosses das transparentere Erdgeschoss. Da das Haus parallel zum Hang steht, orientieren sich alle Aufenthaltsräume nach Süden in Richtung der Berge. Sämtliche Erschließungsflächen hingegen liegen konsequent im Norden. Als großzügiges Raumkontinuum präsentieren sich im Erdgeschoss die Wohn-, Koch- und Essbereiche. In das Obergeschoss führen offene Treppen. Hier befinden sich die Schlafbereiche, die in jeder Haushälfte Platz für vier Personen bieten. Lager-, Technik- und Hobbyräume im Untergeschoss ergänzen das Raumprogramm und gehen niveaugleich in die Garagenebene über. Die schlichte Kombination aus weißen Wand- sowie Deckenflächen und dem durchgängigen Bodenbelag aus grauem Feinsteinzeug lässt die relativ knappen Flächen von 139 m² Wohn- und 70 m² Nutzfläche pro Haus großzügiger wirken als sie sind. Obgleich das Doppelhaus als Lowtech-Gebäude konzipiert ist, wurde auf Wärmepumpen zur Heizungsunterstützung, eine Vorrüstung zur solaren Energiegewinnung und elektrisch gesteuerten Sonnenschutz nicht verzichtet.

www.moosmang.de

Fotos:

Sebastian Arlt
www.bastiarlt.de

(Erschienen in CUBE München 01|22)

Architekten:

Moosmang Architekten
www.moosmang.de

Heizung:   

Viessmann
www.viessmann.de

Bodenbelag:   

Refin
www.refin-fliesen.de

Schalter, KNX-Gebäudeautomation:

Gira
www.gira.de

Garagentor:

Hörmann
www.hoermann.de

Armaturen:

Hansgrohe
www.hansgrohe.de

Sanitärkeramik:

Villeroy & Boch
www.villeroy-boch.de

Nothing found.

Zu neuem Leben erweckt

Teile des ehemaligen Diamalt-Geländes wurden einer neuen Nutzung zugeführt

Qualität, die Bestand hat

Charmantes Einfamilienhaus für geräumiges Wohnen

Wohnen über der Stadt

Ein Neubau reagiert auf städtischen Kontext und schafft individuelle Wohnqualität

Modular und sinnlich

Eine Grundschule im Osten Kölns verbindet eine effiziente Bauweise mit Raumwirkung

Nothing found.

f2-kueche-1_15_700pixel

Aussicht als Gemälde

Eine Dachgeschosswohnung erhält durch die Fenstergestaltung einen loftartigen Charakter

_I2A7121_15_700pixel

Neuperlach reloaded

Die designierte neue Mitte „Perlach Plaza“ hat ihre Tore geöffnet

Kegel, Kelch oder Trichter

Die neue HVB Kinderkrippe im Arabellapark ergänzt das Ensemble des HVB-Towers

WEB_51_SOX_110422_Jonathan-Sage_15_700pixel

Modernes Schmuckstück

Renovierung einer Maisonettewohnung im historischen Gebäude

JH3043-042_B_15_700pixel

Zusammenleben Inklusive

Neue Wohnformen inmitten eines traditionellen Viertels in Neuhausen

Cube_flamingo_foto_01_HLADY_ralfgamboeck_15_700pixel

Mit karibischem Spirit

Ein Schwimmbad mit Spa-Bereich punktet mit exotischen Farben und beschwingter Leichtigkeit

_DSC6430_HR_19_700pixel

Feldspat, Quarz und Glimmer

Ein Haus aus Granit als moderne Interpretation eines Waidlerhauses