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Lückenschluss und Nachverdichtung schaffen Wohnraum in gewachsener Umgebung

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Neue Wohngebiete wirken sich immer auch auf die bestehenden, angrenzenden Gegenden aus. Das zeigt sich auch beim Clouth-Quartier, das auf dem ehemaligen Gelände der gleichnamigen Gummiwarenfabrik in Köln-Nippes entsteht. Wo einst gegenüber der denkmalgeschützten Halle 18 in der Xantener Straße eine Lücke in der geschlossenen Reihe von Gründerzeithäusern klaffte, wird jetzt wieder gewohnt. Das nur 35 m breite, aber 70  m tiefe Grundstück liegt zwischen zwei Straßenzügen, die höchst unterschiedlich sind. Dementsprechend entwickelte das Büro Jürgensen & Jürgensen Architekten nicht einen von vorne bis hinten gleichförmigen Baukörper, sondern zwei an die vorhandene Nachbarbebauung angepasste Wohngebäude. Diese werden durch einen Mittelbau ergänzt, der ein Muster der Nachverdichtung ist.

Zur Xantener Straße schiebt sich ein fünfgeschossiger Neubau zwischen die Gründerzeitbauten. Mit seiner Höhe und der geneigten Dachform passt er sich seinen Nachbarn an, deutet mit Erkern und eingezogenen Eingangszonen ihre Formensprache an und ergänzt sie mit bodentiefen Fenstern. Zum ruhigen Innenhof hin erhielten die Wohnhäuser Flachdächer mit attraktiven Dachgärten und bilden einen treffenden Übergang zum teilweise mit Riemchenfassade eingefassten, ansonsten grau verputzten Mittelbau. Das frei stehende Gebäude schließt oberhalb des dritten Geschosses mit einem Staffelgeschoss ab. Eine Nachverdichtung, die sich nicht aufdrängt, sondern sich durch ihre geringere Höhe zurücknimmt und Raum für Grünflächen lässt. Zumal der Baukörper auf der anderen Seite des Grundstücks nur an einer Seite an die Häuserzeile aus den 1950er-Jahren anschließt und einen breiten, grünen Durchgang offen lässt. Auch hier orientiert sich der Neubau an der vorhandenen Höhenlinie und Stilrichtung und passt sich an der Rückseite durch sein Staffelgeschoss mit Dachterrasse an die Innenhofbebauung der beiden anderen Neubauten an. Das gilt auch bezüglich der privaten Außenbereiche. So verfügt jede der 42 Wohneinheiten über einen Garten oder Balkon, eine Loggia oder Dachterrasse. Letzteres bezieht sich auf die von den Architekten als ungewöhnlich bezeichneten Dachgeschosswohnungen. Auch in die übrigen 50 bis 130 m² großen Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen fällt viel Licht durch die bodentiefen Fenster in die Innenräume. In Verbindung mit Eichenholzböden, glatten, weißen Wänden und Feinsteinzeug in den Bädern eine ideale Voraussetzung, um hier ein neues Zuhause zu schaffen.

www.juergensen-architekten.de
www.projekton.de

Fotos:

Margot Gottschling
www.mgottschling.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|22)

 

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