Gegensätze ziehen sich an

Eingebettet in eine grüne Umgebung bilden zwei Wohnhäuser eine spannungsvolle Gemeinschaft

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Drei Eichen, zwei Häuser, ein Ensemble. Ein Ensemble, das paradoxerweise durch eine starken visuellen Kontrast entsteht. Denn das eine Haus ist schwarz, das andere weiß. Ein scheinbares Gegensatzpaar, das jedoch eint, dass Schwarz und Weiß zwei Pole sind, die einander bedingen und als besonders ausdrucksstark gelten. Der Ensemblecharakter entsteht aber auch, weil sich beide Gebäude architektonisch an einander anlehnen, beispielsweise durch die asymmetrische Lage der Firste oder durch das monolithische Erscheinungsbild – Dachdeckung und Fassaden beider Häuser wurden einander farblich angeglichen.  Planer dieser spannungsvollen Gebäudegemeinschaft sind die Architekten Marc Flick, HGA Henning Grahn Architektur und Christian Stock. Gemeinsam haben sie beide Gebäude so entworfen, dass sie Vorgaben wie beispielsweise die zulässige Bebauungsdichte und die geneigte Dachform einhalten. Außerdem haben sie die so unprätentiös daherkommenden Häuser vor allem mit Blick auf die Funktionen geplant. Beide Bauten wurden dabei so ausgerichtet, dass die Räume optimal natürlich belichtet werden. Die beiden Monolithen sind zur Rückseite hin geschlossen und öffnen sich vorne großzügig zum gemeinsamen Garten in Südwestausrichtung. Ihre schlanken Grundrisse sorgen dafür, dass beide Familien von einem maximal großzügigen Garten profitieren, dessen Vegetation mit beeindruckenden alten Eichen und Pinien auftrumpft. Die drei Eichen zwischen den beiden Häusern sind natürlicher Teil des Ensembles. Dieses grüne Herzstück hatte sich die Bauherrengemeinschaft gewünscht, damit zwischen den Häusern eine gemeinsam genutzte Fläche für die beiden Familien entsteht.  Der Bezug zum Garten eint die beiden Monolithen ebenfalls: Das Erdgeschoss des schwarzen Hauses beispielsweise bietet Raum zum Kochen, Essen und Wohnen. Gläserne Schiebetüren verbinden den Wohnraum mit der Gartenterrasse. Auch an anderer Stelle gibt es Schiebetüren, allerdings versteckt und mit der Absicht, eine optimale Raumausnutzung zu schaffen: So wird der Flur überraschend Teil des Badezimmers für die Kinder, zusätzlich entsteht eine separate Einheit für die Eltern.  Die großzügige Festverglasung des weißen Hauses verbindet ebenfalls den Wohnraum optisch mit dem Garten und holt in den weiteren Geschossen den Außenraum immer wieder nach innen: „Im Gegensatz zum dichten Obergeschoss mit einzelnen Räumen ist das Dachgeschoss als großzügiger Raum konzipiert, lichtdurchflutet mit Dachfenstern. Die außergewöhnliche Verglasung inszeniert die introvertierte Dachterrasse. Hier können die Bauherren zwischen den Baumwipfeln der Eichen entspannen“, so die Architekten.

www.marcflick.de
www.hga.archi

Fotos:

David Schreyer
www.schreyerdavid.com

(Erschienen in CUBE Frankfurt 04|21)

Architekten:

Marc Flick
www.marcflick.de

Henning Grahn Architekt BDA
www.hga.archi

Schreinerei (Fenster, Türen):

Schreinerei Vivendi
www.schreinerei-vivendi.de

Dachziegel:

BMI Braas
www.bmigroup.com

Klinker:

Jüwe Poroton
www.juwoe.de

Leuchten:

Schwarzes Haus:
Lila Light & Lamps
www.lila-licht.de
SLV
www.slv.com

Heizung:

Weißes Haus:
Viessmann
www.viessmann.de

Schalter, KNX-Gebäudeautomation:

Weißes Haus:
Merten
www.merten.de
Schwarzes Haus:
Gira
www.gira.de

Küche, Küchentechnik:

Leicht Küchen
www.leicht.com

Armaturen:

Weißes Haus:
Vola
de.vola.com
Schwarzes Haus:
Hansgrohe
www.hansgrohe.de

Sanitärausstattung:

Weißes Haus:
Laufen
www.de.laufen.com
Schwarzes Haus:
Villeroy & Boch
www.villeroy-boch.de

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