Urlaub vor der Haustür

Mit Fun-, Wellness- und Badeanlagen lockt die neue Havel-Therme in Werder

Havel-Therme_Aussenansicht_Archiograph-Philip-Neise_15

Wem in Berlin und Umgebung kein Winterurlaub in den Bergen oder Flug in die Tropen möglich ist, der kann sich jederzeit einen Kurz- und Wellnessurlaub in der neuen Havel-Therme in Werder gönnen. Von Berlin aus ist man in einer knappen Stunde dort und es wartet eine Vielzahl von Bade-, Sauna- und Wellness-Freuden. Das mit einer Gesamtfläche von 16.000 m² nicht eben kleine Freizeitgelände liegt direkt am Großen Zernsee etwa 10 Kilometer westlich von Potsdam. Das Bad wurde 2021 erstmals eröffnet nachdem der vorherige Investor an dem Bau gescheitert und der Vertrag mit der Stadt Werder aufgelöst worden war. Das Architekturbüro Geising + Böker mit Sitz in Hamburg und Vechta ist spezialisiert auf solche Aufgaben und entwarf ein völlig neues Gesamtkonzept, das von Mitte 2019 bis Ende 2020 umgesetzt wurde. Die Anlage darf sich Therme nennen, da sie den Gästen ein großes Sanftsole-Becken und zwei heiße, mineralhaltige Quellbecken von 36 bis 40 Grad bietet. Es gibt ein sehr umfangreiches Angebot, das grob umrissen folgende Hauptattraktionen bietet: Zur Therme gehören neben den  Wärmebecken, diverse Saunen – mal maurisch, mal finnisch gestylt – Dampfbäder und ein Hamam, ein SPA für Massagen, ein großes Sportbad, ein Familienbad mit drei Rutschen, Kinder- und Erlebnisbecken sowie ein Indoor-Wildbach unter einem Cabrio-Dach. Der Thermalbereich unter Palmen allein umfasst ein 300 m² großes, mit Sanftsole betriebenes, Innen- und Aussenbecken mit Massagedüsen, Sprudelliegen und Strömungskanal. Auch die Gastronomie weist eine beachtliche Vielfalt auf – vom Bistro über zwei Restaurants bis hin zu drei Poolbars. Aussenbereiche für die warme Jahreszeit und ein Parkplatz für 300 Pkw dürfen auch nicht fehlen. Besonders nachts, wenn die Wasserflächen und die gläsernen Wände beleuchtet sind, entfaltet die Anlage einen besonderen Charme. Dies alles zu planen und den alten Bestand miteinzubeziehen war eine gewaltige Aufgabe. Die Architekten begleiteten das Projekt über Jahre in den Leistungsphasen 1–7, ausgerechnet während der Corona-Jahre – auch das eine logistische Meisterleistung. Eigentümerin ist die Stadt Werder. Planung und Fertigstellung des Rohbaus erfolgten durch die Schauer & Co. GmbH für rund 50 Millionen Euro und damit unter dem angesetzten Budget sowie vor dem vereinbarten Termin. Der Experte für Wellness-Anlagen betreibt jetzt auch die Havel-Therme und zählt rund 300.000 Besucher:innen pro Jahr, also etwa 800 pro Tag.

www.geising-boeker.de

Fotos: 

Philipp Neise
www.archiograph.de

(Erschienen in CUBE Berlin 04|23) 

Nothing found.

Harmonisch eingefügt

Neubau-Ensemble wahrt den historischen Bezug und entwickelt eigene Identität

Traditionell und Modern

Traditionell und Modern

Massivholzhaus ist der Publikumsliebling beim Rosenheimer Holzbaupreis

Erdverbundene Leichtigkeit

Winkelförmiger Bungalow auf Sockel mit Höfen bildet einen geschützten Gartenbereich

Nothing found.

2020-02-17-caimmo-berlin-cube-001-h_19_700pixel

Gläserne Skulptur mit Gehirn

Das würfelförmige Gebäude wirkt von außen wie eine abstrakte, moderne Skulptur. In der gefalteten Fassade aus Glas spiegelt sich kaleidoskopartig die…

BLOOMGARDEN-Ebener-5634-2_46_700pixel

Ein Stück Umbaukultur

Weiterbauen heißt aus dem Bestand das Neue generieren

Robert_Beyer_Architekten_Haus_M_1-C-KR_web-29_19_700pixel

Neuer alter Charakter

Robert Beyer erhielt den Auftrag, das typische 1930er-Jahre Wohnhaus von Grund auf zu sanieren und dabei dessen ursprünglichen Charakter wieder…

Wilmina-Hotelhof-Fassade_PP-1910-20_-C-Wilmina_pp_19_700pixel

Im Kittchen sind noch Zimmer frei

Ein Gefängnis verwandelt sich in ein Hotel – und ein Gericht wird zum Kunst- und Kulturraum

MD_WerdauerWeg_002_web_15_700pixel

Treppauf – treppab

Zwei komplementäre Großgebäude bilden ein Ensemble

02_Cube_PRA_Thermohaus-Guben_15_700pixel

Thermohaus mit Klimahülle

Drei auf einen Schlag: Bestand erhalten – Platz verdoppelt – energetisch saniert

Ankerplatz „Haus im Park“

Holzhybridbau in Modulbauweise als Beispiel sozial engagierter Architektur