Oberbayerisches Lebensgefühl

Alle einzelnen Elemente vom Pooldeck, der Terrasse zum Haus und neben dem Pool sowie dem kleinen hölzernen Freisitz in Richtung Kuhweide nehmen die geraden Linien der Holzverschalung des Hauses auf.

SR0474_15_700pixel

Ein Haus der Beer Bembé Dellinger Architekten aus Greifenberg war der Ausgangspunkt dieses Traumgartens mit Pool am Starnberger See, der mit seinen geraden Linien, seinen außergewöhnlichen Materialien und einer durchdachten immergrünen Bepflanzung eine ganz besondere Atmosphäre der Ruhe und Entspannung erzeugt. Fast scheint es, als würde der Garten das Fleckvieh auf der benachbarten Weide anziehen, das hier ab und zu direkt am Zaun des Familienanwesens hinter dem Pool grast.

Der Entwurf stammt von Christiane von Burkersroda, einer Gartendesignerin aus München. Er ist so stimmig und durchdacht gestaltet, dass er bei der Wahl der „Gärten des Jahres 2020“ ausgezeichnet wurde. Ausgehend von der klaren Architektur des Gebäudes erhielt der Garten eine geradlinige Struktur. Alle einzelnen Elemente vom Pooldeck, der Terrasse zum Haus und neben dem Pool sowie dem kleinen hölzernen Freisitz in Richtung Kuhweide nehmen die geraden Linien der Holzverschalung des Hauses auf. Durch alten Baumbestand hindurch sind der Berg- und Seeblick freigehalten, sodass sich die Gartenfläche optisch noch vergrößert. Um die Atmosphäre des Hauses in die Raumstruktur und Materialität des Gartens zu übertragen, wurden die sorgfältig ausgewählten Materialien auf die vorvergrauten Holzfassade des Hauses abgestimmt: Dunkler Basalt, Ipé Hartholz, anthrazitfarbenes Metall, Muschelkalk und Travertin in warmen Grautönen ergeben ein durchgehend homogenes Farbkonzept der Freiräume. Das aus Mittel- und Südamerika stammende Ipé Hartholz gehört übrigens zur „Lapacho“-Gruppe, deren wässrigen Extrakte der Rinde als Heil- und Genusstee gelten. Das Holz ist ähnlich hart und belastbar wie Bongossi. Vor einer immergrünen Eibenhecke sorgt im Sommer ein intensiv blauer Storchenschnabel für einen spannenden Kontrast.

Die in regelmäßigen Abständen davor gesetzten Bäume bringen Ruhe in die Szenerie. Für eine lockere Atmosphäre sorgen einzelne Stauden- und Ziergräserflächen, wie zum Beispiel auch die in die Poolterrasse integrierte Staudenfläche, die den Essplatz abgrenzt. Der Eingangsbereich des Anwesens wurde bewusst sehr zurückhaltend mit immergrünen, Boden deckenden Ziergräsern und einem Solitärgehölz gestaltet, um das Haus mit seiner markanten Linienführung wirken zu lassen.

www.cvb-gartendesign.de

Fotos:

Sabrina Rothe
www.sabrina-rothe.de

(Erschienen in CUBE München 01|20)

Nothing found.

Neu nach Strich und Faden

Industriedenkmal transformiert zum Gewerbe- und Bürostandort

Atmosphärisch ein Traumhaus

Attraktiv, gesund und nachhaltig – ein Haus, das all diese Kriterien erfüllt

Arbeiten unterm Tankstellendach

Identitätsstiftende Work Spaces mit Fokus auf Funktionalität und New-Work-Ansätze

Porzer Würfel

Eine Nachverdichtung in Holzhybridbauweise schafft bezahlbaren Wohnraum im Kölner Süden

Nothing found.

Reduktion als Prinzip

Die architektonischen Ideen hinter dem Entwurf des neuen Geberit-Campus

DSC08048_15_700pixel

Naturbezogen und luxuriös

Ein 5 Sterne Hotel am Tegernsee präsentiert sich im neuen Gewand

1063_DSC_1855_HDR_2048x1363_19_700pixel

Mit Alpenblick

Ein neugestalteter Garten im Voralpenland erfreut eine Familie

Lernen soll Spass machen

Erweiterung und Umstrukturierung einer Grundschule in Dachau

INPULS_Streitfeldstr_099_15_700pixel

Industriell trifft modern

Eine Münchner Unternehmensberatung erhält eine neue maßgeschneiderte Arbeitsumgebung

Schöner Recht sprechen

Neues Ergänzungsgebäude des Amtsgerichts Kaufbeuren

Geschichte neu inszeniert

Die Archäologische Staatssammlung erstrahlt in neuem Glan