Porzer Würfel

Eine Nachverdichtung in Holzhybridbauweise schafft bezahlbaren Wohnraum im Kölner Süden

Moderne Wohnsiedlungen bieten in ihren großzügigen städtebaulichen Strukturen großes Potenzial für neuen Wohnraum. Auch ein Wohnensemble aus den 1960er-Jahren in Porz, in direkter Lage zur Wahner Heide, sollte für die Wohnungsgesellschaft des rheinischen Handwerks AG qualitätsvoll weiterentwickelt werden. Das Bonner Architektur- und Generalplanungsbüro 5BWS hat den in die Jahre gekommenen Bestand nicht nur umfänglich energetisch ertüchtigt. Durch die Ergänzung von vier Neubauten mit insgesamt 44 barrierefreien Wohnungen wurde das Quartier qualitätsvoll nachverdichtet und dabei auch städtebaulich gestärkt.

Auf zuvor vollständig versiegelten Garagenflächen wurden drei kubische Solitäre und ein ergänzender Ersatzneubau errichtet, mit 36 öffentlich geförderten und acht frei finanzierten Wohnungen. Ihre serielle Bauweise aus Holz, Beton und Stahl ermöglichte eine hohe Vorfertigung und damit eine verkürzte Bauzeit sowie flexible Grundrisse. Gleichzeitig schließen die Neubauten städtebaulich bestehende Lücken der 1960er-Jahre-Struktur und stärken die klare Gliederung des Quartiers. Die Innenhöfe bleiben autofrei und sind konsequent als Grün-, Spiel- und Aufenthaltsflächen ausgebildet. Durch die Reduzierung des Stellplatzschlüssels sowie die Verkleinerung der Tiefgarage konnte zusätzliche Freifläche gewonnen werden: Zwei Spielplätze, Kommunikationszonen und Aufenthaltsbereiche fördern Begegnung und nachbarschaftlichen Austausch. Baumpflanzungen und großzügige Grünflächen sorgen für Verschattung und natürliche Belüftung, während helle Fassadenfarben und außenliegender Sonnenschutz sommerliche Überhitzung minimieren und zur Klimaanpassung beitragen. Energetisch setzt das Quartier auf Luft-Wasser-Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik.

Die Neubauten nach Standard BEG 55/EE erreichen die Energieeffizienzklasse A+ mit sehr niedrigen End- und Primärenergiekennwerten sowie geringen Treibhausgasemissionen. Die verwendete Holzhybridbauweise speichert CO₂ langfristig und nutzt Holz als nachwachsenden, recycelbaren Rohstoff. Die Nachverdichtung auf bereits versiegelten Flächen schont zudem Bodenressourcen und vermeidet zusätzliche Erschließungskosten. Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten verbindet sich aber auch ein wichtiger sozialer Anspruch: Die öffentlich geförderten Wohnungen sind für 30 Jahre gebunden und werden zu einer Anfangsmiete von 7 Euro/m² angeboten. Die Belegung erfolgt in enger Kooperation mit sozialen Trägern, sodass rollstuhlgerechte Wohnungen gezielt bedarfsgerecht an mobilitätseingeschränkte Personen vergeben werden können.

www.5bws.de

Fotos:
Lioba Schneider
www.liobaschneider.de

(Erschienen in CUBE Köln 01|26)

Architektur:

Bauwerkstatt
www.bauwerkstatt-bonn.de

Tragwerksplanung:

Pirmin Jung
www.pirminjung.de

Holzbau:

Brüggemann
www.brueggemann-holzbau.de

Dachdeckerarbeiten, PV-Anlage:

Behm Bedachungen
www.behm-dach.de

Fenster:

Pfeil Fensterbau
www.pfeil-fensterbau.de

Schlosserarbeiten:

Petry Metallbau & Kunstschmiede
www.petry-metallbau.de

Fliesenarbeiten:

Dreikorn Meisterbetrieb

www.fliesen-dreikorn.de

Innenputz:

H. H. Gjorge Trockenbau
www.hhg-trockenbau.de

Kautschuk, Vinyl:

Der Bodenspezialist Holger Rockel
www.der-bodenspezialist.eu

WDVS:

Bau-Ko
www.bau-ko.com

Malerarbeiten:

Überall design
www.ueberall-design.de

Stahlzargen:

Bauelemente Banach
www.bauelemente-banach.de

Innendämmung:

Georg Sievert
www.sievert-gmbh.com

Trockenbau, Trockenputz:

Zogaj Trockenbau
www.zogaj-trockenbau.de

Estrich: Alfred Jonat
www.jonat-estriche.de

Elektrotechnik:

Hilgers Elektrotechnik
www.hilgers-shke.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

heiztec
www.heiztec-nrw.de

Nothing found.

Denkmal mit viel Potenzial

Transformation des Essener Colosseums in einen modernen und in die Zukunft gerichteten Ort

Bücher.Licht.Leben

Ein Neubau für eine Familie im Münchner Westen wird zur wohnlichen Bühne

Grüne Achse von Ost nach West

Eine einzigartige Vitalisierung durch die Kombination innerstädtischer Flächen

Klar zoniert und grosszügig

Ein moderner Bungalow trennt die offene Wohnzone geschickt von den Privatbereichen

Nothing found.

Eckperspektive_19b_700pixel

Sanierung mit Augenmaß

Die frühere Zentrale des Deutschen Herold in Bonn wurde denkmalgerecht erneuert

Flexibel und brandstark

Die Deutschlandzentrale eines französischen Spirituosenkonzerns im Herzen von Köln

_J8A3905-Bearbeitet-Bearbeitet-2-2_15_700pixel

Modern geläutert

Ein Einfamilienhaus aus den 1930er-Jahren wird neu geordnet und gestalterisch geklärt

Neuanfang unter einem Dach

Modernes Gebäude verbindet Arbeiten und Wohnen auf harmonische Weise

Ausstrahlende Landmark

Das „Centraal“ bereichert die MesseCity um einen skulpturalen Solitär

HSA_Wohnhaus-Koeln_03_700pixel

Behutsam umgebaut

Ein kernsaniertes Stadthaus in Sülz verbindet modernes Wohnen mit dem Bestand

Beseelte Räume

Eine Stadtwohnung in der Mitte Kölns ist durch gezielte Eingriffe zur individuellen Wohnoase geworden

B19-005_Godesberger-Allee_CM-2030-120_Retouche_BWS-Constantin-Meyer_19_700pixel

Repräsentativer Monolith

Der Hauptsitz eines Wohnbauunternehmens in Bad Godesberg besticht auch durch sein Energiekonzept