Eine ungewöhnliche Verbindung

Kücheninsel wird zur Treppe ins Obergeschoss

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Da muss man gleich dreimal hingucken: Ist es eine Kücheninsel, die zur Treppe wird? Oder eine Treppe, die in einer Kücheninsel endet? Im Endeffekt ist beides richtig. Doch was vor allem stimmt: Es ist eine mehr als ungewöhnliche Idee, die in Zusammenarbeit mit Faber & Söhne und Heinemeyerbeck Architekten in diesem Altbau entstanden ist. Doch wie kam es dazu? „Bei der Sanierung des Altbaus spielte der Umbau und die Konstellation der Kücheninsel eine große Rolle“, erinnert sich Dirk Faber, Mitinhaber der Faber & Söhne Küchenmanufaktur, und fügt hinzu, dass sich die Bauherrn erst nach einigem Hin und Her dafür entschieden, die Insel längs in den Raum zu stellen. Um dies jedoch realisieren zu können, musste die Treppe weichen. Und so wurde die Idee geboren, die Treppe einfach über die Insel laufen zu lassen.

Heute fungiert die Kücheninsel sowohl als Raum-, ja sogar als Hausmittelpunkt und darüber hinaus auch als Drehkreuz. Dabei schaffen die massiven, kühlen Betonstufen im Zusammenspiel mit der freitragenden, filigranen Stahltreppe einen spannenden Kontrast. Einen zusätzlichen Wow-Effekt schafft das verglaste Obergeschoss, das erst durch die Kombination von Treppe und Kücheninsel möglich werden konnte. Um den Blick voll und ganz auf diese Besonderheiten zu lenken, zieht sich die Hochschrankwand der Küche bewusst zurück. Ebenso wie der Zugang zur Speisekammer, der sich hinter der rechten Tür der schwarzen mattlackierten Hochschrankwand verbirgt. Auf diese Weise erhält die Treppenkombination jede Menge Raum, um ihre volle Wirkung zu entfalten.

www.faber-soehne.de

Fotos:

Tomislav Vukosav
www.tomislavvukosav.com

(Erschienen in CUBE Stuttgart 02|20)

 

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