Auf gute Nachbarschaft

Die einzelnen Häuser sind farblich unterschiedlich nuanciert, so wie die außen liegenden Gänge mit einem Sichtschutz aus Streckmetall, der zwar transparent ist, aber dennoch vor schlechtem Wetter schützt.

EAP-Gpark-Kbrunn-170705-0773-02_15_700pixel

Die Idee des generationsübergreifenden Wohnens beginnt sich seit einigen Jahren immer mehr durchzusetzen. Meist sind es genossenschaftliche oder gemeinnützige Bauträger, die solche sozial orientierten Wohnformen möglich machen: So auch die GWG Königsbrunn, die einen Realisierungswettbewerb auslobte und 40 Architekturbüros zur Teilnahme einlud. Der Entwurf von Ebe Ausfelder Partner gewann den 1. Preis und der Auftrag ging somit an ein Büro, das sich explizit mit sozialem Wohnungsbau, besonderen Wohnkonzepten und mit bezahlbarem Wohnraum befasst. In einem Umfeld von kleinteiliger Bebauung mit Einfamilienhäusern fügt sich die maximal dreigeschossige Anlage in ihre Umgebung ein und respektiert damit die Nachbarschaft. Der so entstandene Generationenpark umfasst 87 überwiegend geförderte Wohnungen für circa 200 Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und sozialer Mischung. Alleinstehende genauso wie Familien mit Kindern und auch Behinderte leben hier. Verbindendes Element der einzelnen Häuser sind begrünte Laubengänge über die gesamte Anlage hinweg. Zudem sah das Raumprogramm ein Angebot von Einrichtungen für die Gemeinschaft vor. Es gibt eine integrative dreizügige Kinderkrippe, einen Veranstaltungsraum, ein Café, einen Waschsalon mit Fitnessraum, eine Werkstatt, eine Gästewohnung sowie ein Büro für einen „Kümmerer“.

Der Generationenpark entstand in zwei Bauabschnitten auf einer Fläche von etwa 6.000 m². Der erste Bauabschnitt umfasst zwölf, der zweite sechs weitere Einzelhäuser. Sie sind versetzt angeordnet und gestaffelt in der Höhe – zwei- und dreigeschossige Baukörper wechseln sich ab. Vom Einzelapartment bis zur Fünfzimmerwohnung sind alle Größen vorhanden.

Die beiden Karrees schließen begrünte Höfe ein und sind durch eine Erschließungsstraße verbunden. Kommunikation untereinander und ein gemeinschaftliches Engagement werden hier groß geschrieben. Wer in die teils geförderten Wohnungen einziehen darf, entscheidet die GWG erst nach ausführlichen Gesprächen mit den Bewerbern – d. h. deren Bereitschaft zum Miteinander spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der Mieter. Gestalterisch setzen die Architekten ebenfalls auf „verbindende“ Elemente. Die einzelnen Häuser sind farblich unterschiedlich nuanciert, so wie die außen liegenden Gänge mit einem Sichtschutz aus Streckmetall, der zwar transparent ist, aber dennoch vor schlechtem Wetter schützt. Sogenannte „Kommunikationsbalkone“ ermöglichen ein zwangloses Beieinandersitzen oder einfach ein Sonnenbad an der frischen Luft.

www.eap-architekten.de

Fotos:

Florian Schreiber
www.florianschreiber.de

GWG Königsbrunn

(Erschienen in CUBE München 01|20)

Nothing found.

Porzer Würfel

Eine Nachverdichtung in Holzhybridbauweise schafft bezahlbaren Wohnraum im Kölner Süden

Urban und kommunikativ

Die Außenanlagen der Neubauten auf der Margarethenhöhe erfüllen vielfältige Anforderungen

Transformation ins Heute

Wohnung im Westend wird geöffnet, aufgehellt und präzisiert

Nothing found.

IMG_2966_15_700pixel

Speziallicht aus Dachau

Weltweit verkauft und in Handarbeit gefertigt

Understatement im Herzogpark

Wohnen für Anspruchsvolle in bester Lage

CozyCleo-10_19_700pixel

Mit Liebe zum Detail

Frederik Rasenberger entwickelt nachhaltige Möbel und Produkte

POPSTAHL_Kochen_im_Gru-nen_758_PISTAZIE_Foto-C-Anton-Brandl_01_15_700pixel

Mehr (Lebens-)Raum

Eine Erdgeschosswohnung wird um ein neues Gartenzimmer mit raffinierter Küche erweitert

heim-kuntscher-architekten_Hebertshausen_FH_02_15_700pixel

Rundumerneuert

Aus einer Kirchensanierung wird die Entwicklung eines durchdachten Gesamtensembles

S26_01_Essen_15_700pixel

Inspiration aus den 1950ern

Ein Dachgeschoss in der Maxvorstadt behält seinen Charme nach dem Umbau

Glanzvolle Reminiszenz

Umbau des Alpinen Museums in ein modernes Begegnungszentrum

Einst feudal – heute urban

Wohnungsumbau – gelungener Brückenschlag zwischen Denkmal und Moderne