Die Mischung macht’s

Das „Kwartier Werk” in Ehrenfeld besticht durch Vielfalt und Lebendigkeit

Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Ehrenfeld wird seit einigen Jahren zu einem neuen Wohnquartier mit über 550 Wohnungen, Kita und verschiedenen Nahversorgungsangeboten transformiert. Das Kölner Architekturbüro schultearchitekten hat für einen der vier Blöcke des Quartiers die dazugehörigen Gebäude geplant und realisiert. Das Projekt „Kwartier Werk“, das im Auftrag der BPD-Immobilienentwicklung umgesetzt wurde, zeichnet sich durch eine kompakte Bebauung aus, die das Thema der „Ehrenfelder Mischung“ aufgreift und zeitgenössisch interpretiert.

Die Gebäudestruktur bildet dabei einen offenen Block als neue, quartierstypische Bautypologie: Acht Häuser gruppieren sich dabei in drei zusammenhängenden Baukörpern um einen zentralen Wohnhof, der durch drei Zugänge im Norden und in Ost-West-Richtung geöffnet ist. Die umgesetzte Bebauung ist dabei kompakt und harmonisch, die Volumen bleiben in ihrer Geometrie einfach. Zugleich wird über die verschiedenen Typologien der Häuser das Thema Mischung interpretiert, das im Stadtteil Ehrenfeld immer schon eine übergeordnete Rolle hatte. Mit einem ausgewogenen Wohnungsmix, von der Gartenwohnung über Studioapartments, urbanen Stadthäusern bis hin zum Penthouse, wird eine Vielzahl von Interessenten angesprochen. Diese Wohnungsvielfalt schafft die Voraussetzung für eine Quartiersgemeinschaft, die dem Charakter des Stadtteils entspricht: Das Miteinander einer heterogenen Bewohnerstruktur, von Jung und Alt bildet sich hier in einem attraktiven Umfeld im kleineren Maßstab des Blocks ab. Von besonderer Qualität ist die Bautypologie des Südriegels mit seinen als Dachzone ausgebildeten Stadthäusern, die dem dreigeschossigen Sockelbau aufgesetzt sind. Die Anforderungen an den Schall- und Sichtschutz wurden in diesem Entwurf kreativ baulich umgesetzt: Aus der Not entsteht so die Tugend: Jedes der sieben Stadthäuser hat ein zweigeschossiges Atrium erhalten, das nach Süden zu den Bahngleisen verglast ist. Das „Kwartier Werk“ passt sich aber auch architektonisch mit den verwendeten Baustoffen Ziegel, Beton und Putz in das Veedel harmonisch ein. Auch die stehend, liegend oder gerastert angeordneten Fenster, die Mischung aus Einzel- und durchlaufenden Balkonen sowie Loggien sorgen für gestalterische Vielfalt, während eine abgestimmte Farbigkeit den übergeordneten Rahmen herstellt. Hoch waren die Qualitätsansprüche an die urbane Freifläche des öffentlichen Innenhofes, der vor allem für die Geschosswohnungen einen wertvollen grünen, nachbarschaftlichen Ergänzungsraum darstellt. Ein sogenannter „Nachbarschaftscontainer“ kann dabei als Kitchenette und zum Aufbewahren von Spielsachen genutzt werden, steht den Bewohner:innen aber auch für gemeinsame Veranstaltungen zur Verfügung. Unter dem Innenhof befindet sich eine Tiefgarage mit 123 Stellplätzen.

www.schultearchitekten.de

Fotos:
Manos Meisen
www.manosmeisen.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|24)

Nothing found.

WENIGER IST MEHR

Im „Club Zukunft Düsseldorf“ auf dem EUREF-Campus wird die klimaneutrale Stadt gestaltet

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Nothing found.

Große Schwester

Ein markantes Einfamilienhaus in Leverkusen stiftet Bezüge zu seinem Ort

maar_trintkreuder__-R-_Christian_Richters_Aussenansicht_19_700pixel

Behutsam Umgewidmet

Das historische Gut Maarhausen bei Heumar ist heute ein attraktiver Firmenstandort

Minimalistisch vereint

Ein Einfamilienhaus verbindet Tradition und Moderne

Großzügige Wohnhalle

Ein Wohnhaus in Holzbauweise kombiniert weitläufige Ausblicke mit ausgeprägten Deckenhöhen

Große Schwester

Ein markantes Einfamilienhaus in Leverkusen stiftet Bezüge zu seinem Ort

Einfachheit als Prinzip

Eine Lager- und Produktionshalle überzeugt durch Tragwerk und Low-Tech-Ansatz 

Respektvoll am Hang

Respektvoll am Hang

Ein Einfamilienhaus im Oberbergischen fügt sich harmonisch mit Ortsbezug ein

K_BU-_ID-Cologne_23207_48_RR-bearbeitet_15_700pixel

Innovation durch Tradition

Die ersten zwei Häuser des I/D Cologne interpretieren Mülheims reiches Industriearchitekturerbe