Geerdete Individualität

Umbau eines denkmalgeschützten Anwesens verbindet Komfort, ländliche Eleganz und Luxus

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Die Innengestaltung eines traditionellen, denkmalgeschützten Fachwerkensembles inmitten der Hügellandschaft des Odenwalds war für die Innenarchitektin Jannet Butzinger eine schöne Herausforderung. Ihre Bauherren: Ein aktives, naturliebendes, erfolgreiches Unternehmerehepaar mit Hund, welches in der abwechslungsreichen Landschaft Ruhe tankt und die Natur genießt. Für ihr bewusst zurückhaltendes luxuriöses Landhaus wünschten sie sich eine Verbindung von Qualität, „geerdeter Individualität“ und naturnaher Farbgebung. Die Innenarchitektin hat daher Komfort, ländliche Eleganz und Luxus ohne unangemessene Opulenz miteinander verbunden. So reflektiert das Interieur in vielen Bereichen Persönlichkeit, Lebensphilosophie und Charakterzüge der Bewohner: Naturverbundenheit, Qualitätsanspruch und Detailbewusstsein. Zudem strahlt der neugeschaffene Lebensraum nicht nur ein „das Leben ist gut“-Gefühl aus, sondern dient auch wegen seines Komforts als schützender Rückzugsort.

„Die Kürze der Zeit für die Planung, Kernsanierung und den Umbau eines so großen denkmalgeschützten Anwesens war eine echte Herausforderung“, sagt Jannet Butzinger. Innerhalb von nur acht Monaten konnte das Ehepaar das Haupthaus wieder beziehen. Und das, obwohl das Innere des denkmalgeschützten Objektes komplett entkernt, Elektrik und Sanitär vollkommen erneuert und nahezu alle Einbauten und verschiedene Möbelstücke speziell designt und nach Plan handgefertigt wurden. Auch das Treppenhaus wurde neu gebaut, spiegelt aber dennoch den ursprünglichen Stil wider. Ein Highlight dabei ist die über vier Etagen herabhängende Treppenhausbeleuchtung. Die in organischer Form handgeblasenen freischwebenden Leuchtkörper kreieren nicht nur eine wohltuende Atmosphäre mit Wow-Effekt, sondern zeichnen sich auch durch einen niedrigen Energieverbrauch der LEDs aus.

Eine ausgefallene, neue Empore im Wohnzimmer gibt ein neues Wohngefühl und alle Bäder, die Küche sowie der Wellnessbereich wurden neu geplant und „nach Maß“ umgebaut. Wie bei alten Gemäuern üblich, gibt es keine geraden Flächen und es waren daher einige Spezialanfertigungen nötig. „Ich bin stolz, dass wir handwerklich auf höchstem Niveau und historisch korrekt gearbeitet haben, wie beispielsweise beim Lehmputz oder den Holzeinbauten, und neu und alt verbinden konnten.“

www.butzinger.com

Fotos:

Thomas Hörenz-Rieber
www.hoerenzrieber.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 04|20)

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